Woo Hah: Berlin-A’dam-Tilburg-Berlin (Part 1)

#ErIstAufmRapfilmHängenGeblieben

Auf dem Rapfilm hängen geblieben zu sein, ist nicht immer leicht. In schweren Situationen helfen Selbstironie und Selbstbewusstsein. Letzteres müssen sich viele Rap-Nerds (die Betonung liegt auf Nerd) erst aneignen – ich weiß, wovon ich rede. Warum? Aus Gründen. Busta [sic].

Selbstironie sollte jedem Rap-Nerd, der über eine gewisse Dosis Selbstbewusstsein verfügt, kein Fremdwort sein (Duden-Babos wissen, was der Nerd ist). Aber es gilt, sie mit Vorsicht einzusetzen: Denn viele checken das Ding nicht, erkennen den Sinn nicht – Nerd zu sein, ist halt a Gift and a Curse.

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#BurningAndLootingTonight

Das hier ist ein Bericht über das Woo Hah! Festival in Tilburg. Es ist aber auch die Geschichte von jenem Mann, der von einem Hochhaus stürzt. Und während er fällt, sagt er immer wieder diesen Satz: „Bis hierher lief’s noch ganz gut, bis hierher lief’s noch ganz gut…“ Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern der Aufprall – Movie-Babos wissen, was das Drama ist. Und Busta Rhymes (u.a. Nebenrollen in „Higher Learning“, „Narc“ etc.), würde sagen, „Woo-Hah! […] might break your neck“.

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#WooHahGotThemAllOnDeck

Das Festival, das nach Rampage The Last Boy Scout (s/o Bruce Willis und Damon Wayans) ihm sein Mentor ihm seiner ersten Hitsingle „Woo-Hah! (Got You All In Check)“ benannt ist, existiert seit 2015. Die Macher locken mit einem kleinen, aber feinen Line-up, das den Fokus auf geschmacksicher ausgewählte aktuelle Künstler legt, gleichzeitig aber die Trappedin-the-90’s-Ninjas (s/o Nas & Extra P) nicht vernachlässigt. In den ersten zwei Jahren lotste man u.a. Freddie Gibbs (Tupac Back), Vince Staples, Mos Def, Chance The Rapper, YG, Method Man & Redman, Cypress Hill, Big Sean, Joey Bada$$, Travi$ Scott und Danny Brown in Stadt, die in der südholländischen Provinz Nordbrabant gelegen ist und mit den umliegenden Ortschaften 201.931 Einwohner (Zensus von 2008) beheimatet. Dies entspricht Doppel-Platin für Pop(ulation) bzw. Platz 6 hinter den Gemeinden Eindhoven (210.456 Einwohner), Utrecht (253.250), Den Haag (456.886), Rotterdam (579.194) und Amsterdam (716.919).

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#UnschuldVomLande

Ich selbst hatte Woo Hah! (das Festival) bis vor wenigen Monaten nicht auf dem Schirm, kann aber in meiner Vita ohnehin nur zweieinhalb Festivalbesuche vorweisen: arbeitsbedingt das Out4Fame vor zwei Jahren, dann das Splash! im Jahr 2000 und schließlich Rock over Germany, 1993 auf dem Flugplatz Lüneburg – ich war 13 und hörte in meinem rund acht Kilometer entfernten Heimatort Soundfetzen von u.a. Joe Cocker, Tina Turner, Rod Stewart und Prince (R.I.P.) – #HometownGlory.

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#PizzaLove

Ein Freund aus Berlin, der knapp 10 Jahre jünger ist – nennen wir ihn Hubert -, hat  mich mit seiner Begeisterung für aktuellen Deutsch- und US-Rap in den letzten zwei Jahren jung gehalten. Jener Hubert entdeckte das Woo Hah! Festival Anfang des Jahres und postete es in unsere Whatsapp-Gruppe namens „Pizza.“. Weitere Pizza-Crew-Members neben mir (Saïd) und Hubert sind zwei gute alte Freunde aus meiner Heimatstadt – nennen wir sie Vince #1 und Vince #2 – sowie eine Freundin, die gleichzeitig die Freundin von Vince #1 ist – nennen wir sie Monica Bell-Gucci.

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#WooHahFest2016

Das Line-up für’s diesjährige Woo Hah! las sich, als hätte es der Hip-Hop-Gott am siebten Tag speziell für unsere Turtles-Pizza-Crew erschaffen – die ist nämlich auf dem Trap- bzw. Current-Rap-Film hängengeblieben: Action Bronson, A$ap Ferg Father, Future, Kevin Gates, Little Simz, Skepta, Sonny Digital, Tyler The Creator, Young Thug – dazu für den open-minded-butnevertheless-trapped-in-the-90s-Ninja Saïd ein paar geschickt eingestreute Schmankerl Boom Bap in Form von Immortal Technique und A-F-R-O – dem Protegé vom halbdeutschen Über-Movie-Nerd R.A. The Rugged Man. Die Tickets wurden für unsere Verhältnisse schnell (knapp Early Bird verpasst) gesichert und die Reise geplant. Besonderes Dankaschön [sic] an dieser Stelle an Monica… #DankeGucci

To be continued…

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