Warpath – “Pure Butter” (Review)

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Der Bremer Rapper Warpath machte in der Vergangenheit durch die “Sense of Tumor EP” mit Eloquent auf sich aufmerksam. Vor Kurzem folgte dann ein Gastbeitrag auf Morlockk Dilemmas “Der Eiserne Besen II”. Jetzt liegt uns also sein Debütalbum “Pure Butter” vor.

Wer den Künstler bisher nicht auf dem Schirm hatte, könnte bei dem Werk davon ausgehen, dass es sich um eine Deutschrap-Platte handelt. Weit gefehlt! Die Jazz-Samples zusammen mit punchigen Drums liefern genau den klassischen New York-Flavor, der Warpath und seine englischsprachigen Texte richtig glänzen lässt. Da alle Produktionen aus einer Hand stammen, wirkt “Pure Butter” äußerst rund. Einziges Risiko ist, dass die sehr melodischen und gechillten Produktionen von Soulmade auf Albumlänge doch auch mal zu relaxt sein könnten, um den Hörer in jeder Gefühlslage abzuholen. Inhaltlich bewegt sich der MC meist im Bereich Battlerap/Representing, das durch etwas Storytelling ergänzt wird. Dabei hat man nie das Gefühl, ein aufgesetztes Image vermittelt zu bekommen, sondern einem realen Dude zuzuhören, der seine eigene Persönlichkeit in die Kunst mit einfließen lässt. Mit drei deutschsprachigen Gästen (Chezz&DAM und Steez) schlägt “Pure Butter” dann doch noch den Bogen zum Deutschrap und die überaus passenden Scratcheinlagen verpassen dem Gesamtbild den letzten Schliff.

Alles in allem ist “Pure Butter” ein kunstvolles Rapalbum eines sympathisch und authentisch wirkenden Lyricists. Ist man in dem Moment in der richtigen Mood dafür, kann es das perfekte Album sein.

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Sebastian ist ein "Real Hip-Hop Kid" und seit Ende 2015 Teil der BACKSPIN Gang. Er ist zuständig für Interviews, Konzertberichte und Artikel auf der Website. "Hip-Hop is not on the Radio!" #allesbackspin
Hanfosan

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