Technics: Sleepy´s World of Music (aus BACKSPIN Mag #117)

Wenn wir anfangen, einen Beat zu produzieren, der sich später im Mix durchsetzen und mies auf die Zwölf hämmern soll, dann müssen wir auf qualitativ hochwertige Audioquellen beim Samplen setzen. Ganz nach dem Motto: Umso besser das Ausgangsmaterial, desto fetter wird unser Beat. Deswegen ist mein Rat, sich Drum-Samples auf Schallplatten oder CDs zu suchen, um sie dann in einem verlustfreien Format abspeichern zu können. CDs lesen wir dann in 16-Bit ein und das Vinyl nehmen wir in 24-Bit in unsere DAW auf. Arbeitet ihr mit Hardware-Samplern wie zum Beispiel einer E-mu SP-1200 oder einem Akai S900, empfehle ich euch, die gesampleten Sounds später wieder in 24-Bit in die DAW zu überspielen.

Ein Sample von einer Vinyl-Scheibe klingt meist wärmer als das gleiche Sample von CD, was einem Hip-Hop-Beat auf jeden Fall zugutekommen kann. Welches Format für euch besser klingt, ist dann eher eine Frage des Geschmacks und kein Qualitätsnachteil. Das Gute an einer CD ist, dass wir sie mit unserer DAW digital auslesen können. Vom Ding her haben wir da keine Verluste, weil das Signal nicht gewandelt werden muss, und wir bekommen den Sound exakt so, wie er auf CD gepresst wurde.

Schon mal den Satz „Diggin’ in the Crates“ gehört? Früher bin ich oft losgegangen und habe im Laden stundenlang Schallplatten durchgehört auf der Suche nach dem goldenen Schnipsel, wie mein alter Freund Gizmo sagen würde. Falls ihr das noch nie gemacht habt, solltet ihr es unbedingt nachholen! Aber Vorsicht bitte – es könnte süchtig machen.

FIRST THERE WAS THE BEAT

Das Mischen vom Beat ist bei einem Hip-Hop-Mix immer das Erste, was ich an den Start bringe. Ich ordne meine Spuren in Cubase und Track eins ist zu 99 Prozent der Kick. Dann kommen die Snare, Hi-Hat, Percussion und Sonstiges an Sounds, was zu meinem Beat gehört. Auf jeder Spur achte ich genau darauf, dass ich intern auf keinen Fall übersteuere und mir genug Headroom lasse für spätere Änderungen an der Lautstärke. Dafür benutze ich das VUMT-Plug-in von Klanghelm oder den Channel Strip der Console 1 von Softube, die mir beide erlauben, den Eingangslevel zu kontrollieren. In letzter Zeit nutze ich aber verstärkt die Console 1 wegen des kompletten Channel Strips plus Transient Designer, den ich hier benutzen kann. Ich fahre auf jedem Kanal einen Low-cut, der von 20 bis 100 Hertz und mehr raufgehen kann. Beim Kick muss man aufpassen, dass man nicht zu viel abschneidet, da der Kollege ja zusammen mit dem Bass später für den Druck zuständig ist! Diese Spuren mische ich erst mal grob zusammen und route sie dann in eine neue Gruppe (Bus) in Cubase. Als erstes wird hier auch wieder die Console 1 insertiert, um Pegel und EQ des gesamten Beats einstellen zu können.

 

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Hanfosan

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