Technics: Review – Ableton Live 9 (aus BACKSPIN Mag #113)

Hat man beispielsweise einen MIDI- Clip aus seinem Audio-Material erstellt, kann Gebrauch von den neuen MIDI-Bearbeitungs-Optionen gemacht werden (Transform / Stretch / Warping / Automation-Curves / erleichterte Bearbeitung von Automationen und Bewegung der MIDI- Noten).

Die bekannten und sehr beliebten Effekte von Live wurden überarbeitet und bekamen ein paar schöne grafische Verbesserungen, so kann nun z.B. beim EQ Eight die Lautstärke der einzelnen Frequenzen über den hör- (und fühl-) baren Bereich gesehen werden und einzelne Frequenzbänder auch visuell besser voneinander abgegrenzt werden. Ebenfalls wurden die Filter überarbeitet und die Möglichkeit, einzelne Frequenzen isoliert zu hören, ein- bezogen. Der Gate Effekt und der Compressor kamen ebenfalls in den Genuss, nun eine Grafik darzustellen, die auch anzeigt, inwiefern der Effekt in den Sound eingreift. Ganz neu ist in Live 9 der Glue- Compressor, der sich vom Klang her an einem klassischen Bus-Compressor, wie man ihn aus analogen Mischpulten schon seit den 80er Jahren kennt, anlehnt.

Wie immer muss man sich beim Kauf natürlich entscheiden, welche Features man braucht. Ableton bietet Live 9 in der sehr abgespeckten Intro Version an. In der Standard Version bekommt man zu den MIDI- Effekten auch alle Audio-Effekte bis auf „Amp“, „Cabinet“ und „Corpus“. Des Weiteren gesellt sich zum Drum- Rack, Sampler und Impulse noch das „External Instrument“-Feature dazu, was die Integration externer Hardware Synthesizer enorm erleichtert und sie so leicht bedienbar macht, wie ein Plug-in.

Mitgeliefert werden auch noch bis zu 54GB an Sounds (Suite) in Form von Clips mit Loops und One- Shots, Percussion-Sets für Drum- Racks und verschiedenster gesampleter Instrumente.

Sobald der Punkt erreicht ist, an dem der Gedanke aufkommt, dass man alles mit Live gemacht hat, was geht, ist die Zeit gekommen, das seit Live 9 in Suite integrierte Max for Live zu nutzen.

Suite beinhaltet bereits 14 M4L Devices, unter anderem eigene Instrumente, Audio- und MIDI-Effekte und diverse hilfreiche Tools. Eine online Community stellt ebenfalls eine schier unfassbare Bandbreite von weiteren Devices bereit, die, je nach Fähigkeiten, nur benutzt, erweitert oder sogar gänzlich selber programmiert werden können. In Live 8 gab es durch M4L beispielsweise die Möglichkeit seine APC 20/40 als Step-Sequencer für Drums zu nutzen.

 

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