Technics: Produkte (aus BACKSPIN #115)

FabFilter Pro

MB Multiband Compressor

Wer bis dato das Vergnügen hatte, mit iZotope-Produkten zu arbeiten und die Art von Musik macht, die von Effekten profitiert, der wird über den neuesten Streich „BreakTweaker“ sicherlich mehr als erfreut sein. Hier wird versucht, den Brücken- schlag zwischen Effekten, Beat-Sequencing und Drum-Bearbeitung zu erreichen. Mit dem Synth Generator erstellte Drumsounds können über den Sequencer in den Mix/ Song eingebunden werden, und die Micro-Edit-Engine kommt danach ins Spiel, um die programmierten Drums noch dynamischer wirken zu lassen. Der Generator bietet die Möglichkeit, im Sinne eines Wavetable-Synthesizers ohne großen Aufwand vollkommen neue Drums entstehen zu lassen. Und schon hier sind die Möglichkeiten schier unbegrenzt, indem man mit einem Sample beginnt und die Oszillatoren/LFOs/ Effekte ihrer Arbeit nachgehen lässt. Der Sequencer bietet 32 Steps mit bis zu 24 verschiedenen Patterns. Jede einzelne Spur kann einer eigenen Step-Länge und einem eigenen Tempo zugewiesen werden, wobei ein Sync mit der Host-Software problem- los möglich ist. Ebenfalls kann über die Multi-Out-Funktion jede Spur zur weiteren Bearbeitung separat in die DAW eingeschleift werden. Die mitgelieferte Sound-Bibliothek kommt gerade zu Beginn mehr als gelegen, um sich schnell einen Überblick über die unzähligen Möglichkeiten der Bearbeitung zu verschaffen. Zehn Tage kostenloses Testen ist wie immer möglich.

Eventide

UltraChannel

In der Welt der Plug-ins gibt es immer wieder Tools, die einen guten Sound oder eine gute Handhabbarkeit zeigen. Dass FabFilter ein verstärktes Augenmerk auf die Kombination beider Attribute legt, zeigt der Multiband-Kompressor Pro-MB. Bis zu sechs Frequenzbänder/Frequenzbereiche können in ihrer Ausdehnung und ihrer Verteilung über die Frequenzbereiche frei platziert werden. So in einem Frequenzbereich weder komprimiert noch expandiert wird, ist kein Unterschied zum Eingangssignal hörbar. Es kann allerdings auch bis zu den bekannten pumpenden Effekten auf den Sound komprimiert werden. Und das für jeden der Frequenzabschnitte unabhängig voneinander hinsichtlich Threshold, Range, At- tack, Release, Output Gain oder variablen Kurven, die zugeordnet werden können. Dazu kommt auch die Fähigkeit, diese Variablen wiederum nur mid oder side only prozessieren zu lassen und für jedes Frequenzband auch noch einen eigenen externen Input für das Sidechaining zu wählen. Die Übergänge zwischen den einzelnen Frequenzbereichen können stufenlos von „harten“ 48 db/oct bis zu „weichen“ 6 db/oct gewählt werden. Wie immer bei FabFilter sind die Mapping-Möglichkeiten für alle denkbaren MIDI-Controller denkbar einfach. Und mit dem „Dynamic Phase Processing“ werden die Einflüsse auf die Frequenzen, die man vom Multiband-Prozessieren kennt, ohne die nervende Latenz oder das sogenannte „Pre-Ringing“ möglich.

iZotope

BreakTweaker

Im Gegensatz zu den vielen reinen Software-Schmieden, die sich in den letzten Jahren mit vielen spannenden Produkten ins Gespräch gebracht haben, ist die Firma Eventide Inc. schon beinahe so etwas wie ein Oldtimer. 1971 gegründet, machten die Amerikaner bald vor allem mit ihrem legendären Harmonizer „Eventide H910“ von sich reden. Kaum ein großes Studio mit Geschichte, das nicht mindestens einen Harmonizer von Eventide – gerne auch den etwas neueren H8000FW – im Rack stecken hat. Erfreulicherweise hat man bei Eventide den Zug ins Computerzeitalter nicht verpasst. Und so gibt es inzwischen viele Plug-in-Versionen der renommierten Eventide-Effektgeräte. Aktuell etwa wird der UltraChannel beworben. Noch bis zum 8. Juli dieses Jahres kostenlos herunterzuladen, wird der Channel Strip danach 249 $ kosten. Erhältlich als AU, VST und AAX für Mac und PC bietet der UltraChannel alles, was man von einem guten Kanalzug erwartet. Fünf-Band-EQ, zwei Kompressoren, Limiter, Gate, Stereo Delays (vom H8000!) sowie einige Dynamik-Prozessoren. Eine Übertrager-Emulation soll zudem dafür sorgen, dass man etwa die tiefen Frequenzbereiche des Signals mit Obertönen anreichern und es so anwärmen kann, ohne dass die Transparenz all zu arg beeinträchtigt wird. Dazu kommen eine Transformer-Emulation und noch einige andere spannende Features. Wer nicht lange schrauben möchte, kann auf die Factory Presets zurückgreifen, die anderen legen selbst Hand an. Der Sound wird es einem danken.

Text: Torben Bowm Fotos: Bilwig

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