Styling Know-how: Begriffe aus dem Modeuniversum einfach erklärt

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Ihr fühlt euch irgendwie total verloren im Dschungel der Fachbegriffe, die euch auf den Fashionportalen um die Ohren fliegen? Ihr könnt im Klamottenladen eures Vertrauens weder was mit A-Linie, Boyfriend-Look oder Chinos anfangen? Dann seid ihr hier genau richtig. Wir erklären euch die wichtigsten Ausdrücke aus dem modischen ABC, damit ihr beim nächsten Shoppingtrip mehr Durchblick habt.

Die Modewelt hatte schon immer ihre ganz eigene Sprache. Wie in jeder Branche gab und gibt es Fachbegriffe, hier für bestimmte Schnitte, Materialien oder Kleidungsstücke. Im Laufe der Zeit sind mit den neuen Trends und Strömungen immer mehr Begriffe dazugekommen. Viele davon stammen aus den verschiedensten Subkulturen, die für die angesagten Styles ohnehin als Inspirationsquelle dienen. Hip-Hop ist ein gutes Beispiel dafür. Allerdings haben sich die Outfits hier im Laufe der Zeit auch ganz schön verändert, was die Doku Fresh Dressed eindrucksvoll beweist.

Wer sich heute etwa beim Stöbern in einem Onlineshop die Produktbeschreibungen zu den Klamotten durchliest, sollte besser das grundlegende Vokabular beherrschen. Andernfalls versteht man nämlich oft nur Bahnhof.

Die wichtigsten Begriffe aus der Welt der Hosen

Egal ob es um Jeans – mit Abstand unsere Lieblingshosen – geht, oder andere Hosen, hier gibt es verschiedene Bezeichnungen, die nicht unbedingt geläufig sind.

Buffies zum Beispiel. Schon mal gehört? So werden optisch sichtbare Sitzfalten genannt, die oft bei Hosen oder auch Röcken aus Jeansstoff zu sehen sind. Etwas unterhalb der vorderen Taschen zeichnen sich bei der Färbung hellere horizontale Streifen ab, analog zu den Falten, die der Stoff beim Sitzen wirft. Das besondere Detail verleiht dem Kleidungsstück einen authentischen Look.

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Chinos hingegen werden aus sogenanntem Chino-Twill gefertigt, einem festen Baumwoll-Webtextil. Sie gehören zu den Basics in der Herren- und Damenmode und lassen sich universell stylen. Die bequem geschnittenen Stoffhosen ähneln zwar ein wenig den Cargohosen, ihnen fehlen jedoch die zusätzlichen Taschen an den Hosenbeinen und sie sind etwas körperbetonter gefertigt. Chinos gibt es in der etwas schickeren Variante auch mit Bundfalten und einer Bügelfalte. Charakteristisch ist zudem, dass die Taschen am Gesäß meist innen liegen.

Viele werden sich zudem fragen, worin der Unterschied zwischen einer Skinny-Jeans und einer Slim-Fit Jeans besteht. Erstere sind absolut körperbetont geschnitten und liegen dank eines Stretch-Anteils im Stoff komplett am Körper an – ähnlich einer Leggins. Hosen in Slim-Fit Form, sind vor allem am Bein etwas weiter geschnitten. Sie bestehen nicht zwangsläufig aus Stretch-Textil, haben dennoch eine sehr figurbetonte Passform.

Mädels sollten zudem den Unterschied zwischen Boot-Cut und Flared kennen, beides ist zurzeit wieder total angesagt. Jeans, die im Boot-Cut geschnitten sind, verlaufen an den Oberschenkeln gemütlich gerade und werden unten immer weiter. Sie lassen sich am besten zu Schuhen mit Absatz tragen und verlängern optisch die Beine. Die FlaredForm ist im oberen Bereich stärker figurbetonend. Erst etwa auf Höhe der Waden sind sie ausgestellt, die Beine wirken so insgesamt schlanker.    

Das Streetwear-ABC

Als nächstes kümmern wir uns um die wichtigsten Begriffe im Bereich Streetwear. Ein Detail, das derzeit bei trendigen Track-Pants, den inzwischen salonfähigen Jogginghosen, aber auch bei manchen Jeans immer wieder zu sehen ist, sind die sogenannten Galons. So werden die ein- oder mehrfarbigen Zierstreifen entlang der Seitennaht bezeichnet, die der Hose einen gewissen Rallye-Look verpassen.

Auch der Begriff Puffer Jacket begegnet einem gerade immer wieder. Dahinter verbergen sich voluminös geschnittene Daunen- oder Steppjacken – gerne auch im Oversize-Look getragen. Mit diesen Trendstücken muss man auch bei kalten Temperaturen nicht frieren.

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Statement-Shirt, Statement-Caps, Statement-Ärmel, Statement-Irgendwas – das englische Wort für „Aussage“ oder „Erklärung“ wird heute inflationär mit allen möglichen modischen Details kombiniert, um deren besondere, in irgendeiner Weise aufsehenerregende Form in den Vordergrund zu rücken. Statement-Shirts werden meist von einem großformatigen prägnanten Logo oder Spruch verziert, Statement-Ausschnitte zeigen viel Haut oder sind außergewöhnlich geschnitten und unter Statement-Ärmel fallen ebenfalls besonders voluminöse Varianten. Ohne mindestens ein Teil im Statement-Look sollten sich Fashion-Addicts zurzeit besser nicht auf die Straße trauen.   

Der Utility-Look zeichnet sich durch verschiedene Details aus, die aus dem Bereich der Workwear stammen. Praktische, aufgesetzte Taschen, stabile Textilien und Zipper sind typisch dafür. Auch die derzeit wieder im Trend liegenden Latzhosen oder Boiler Suits, etwas grobere Overalls im Worker-Look zählen zum Utility-Style.

Die wichtigsten Begriffe aus der Welt der Schuhe

Sneakers sind heute sicher jedem bekannt und nicht nur bei beiden Geschlechtern gleichermaßen beliebt. Sie haben sich vom sportlichen Accessoire zum Alltagsschuh entwickelt. Gerade in den Subkulturen einzelner Musikgenres hatten bestimmte Schuhe allerdings schon immer eine ganz besondere Bedeutung. Im Hip-Hop sind die Sneakers in den unterschiedlichsten Styles nicht wegzudenken. Viele Künstler haben zudem derbe Worker-Boots auf der Bühne getragen. Auch sie wurden zu einem Markenzeichen der Szene.

Darüber hinaus gibt es aber noch unglaublich viele weitere Schuhformen, die heute angesagt sind. Sie alle haben ihre ganz eigene Bezeichnung. Einige davon wie Stiefel oder Sandalen können wir blind unterscheiden. Werfen Mädels allerdings einen Blick in ihren gutbestückten Schuhschrank, wird es schon schwieriger, einzelne Modelle zu unterscheiden. Je nach Absatzform oder Höhe und Form des Schaftes gibt es noch viele weitere Begriffe. Zu den Stiefeln gesellen sich zum Beispiel auch noch Ankle Boots oder Stiefeletten. Schließlich gilt es noch zu wissen, welche Outfits sich zu den einzelnen Formen am besten kombinieren lassen.

Dabei haben es die Jungs nicht unbedingt leichter. Soll es mal etwas anderes sein als die üblichen Sneaker, kommen ebenfalls jede Menge neuer Bezeichnungen ins Spiel. Und auch hier sollte man sich damit auseinandersetzen, welche Klamotten am besten zu Oxford-Schuhen, Monks, Loafern oder Chelsea-Boots passen.     

Die Kür: Fashion-Speak der Instagram-Sternchen

Wer dem einen oder anderen Fashion-Influencer auf Instagram folgt, wird dort regelmäßig mit neuen Begriffen aus der Modewelt konfrontiert. Damit ihr It-Pieces künftig nicht mit It-Girls verwechselt, haben wir hier die wichtigsten Ausdrücke gesammelt. 

Als Key-Piece wird ein Kleidungsstück bezeichnet, das als DAS Trendstück der Saison gilt und sozusagen das charakteristische „Schlüsselstück“ den ultimativen Style ausmacht. Dann gibt es da noch das sogenannte It-Piece, das sich durch das ganz besondere Etwas auszeichnet. Nicht verwechseln sollte man das Ganze mit einem Statement-Piece. Wie oben schon angedeutet, handelt es sich dabei um ein Teil, das vor allem Aufmerksamkeit auf sich zieht – manchmal also eher etwas für Modemutige.

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Wenn es um ein Investment-Piece oder Investment-Item geht, solltet ihr etwas mehr Geld in eurer Börse übrig haben. Unter diesen Begriff fallen hochwertige und gut verarbeitete Kleidungsstücke, die abseits von kurzlebigen Trends für längere Zeit euren Schrank bereichern können. Für solche soliden Basics in hoher Qualität geben wir gerne mal etwas mehr aus. Wir sind noch nicht durch mit all den Pieces, eines fehlt noch: das Elevator-Piece. Ein so bezeichnetes Accessoire ist dermaßen trendy, dass es das gesamte Outfit – wie ein Aufzug – auf ein völlig neues Level heben kann.

Immer wieder stolpern wir zudem über den Begriff Capsule wardrobe. Er wurde bereits in den 1970ern von der Boutiquebesitzerin Susie Faux erstmals verwendet und ist erst in den letzten Jahren so richtig ins Alltagsvokabular der Fashion-Blogger zurückgekehrt. Die Capsule wardrobe bezeichnet ein bestimmtes, eingeschränktes Repertoire an Kleidungsstücken und Accessoires, mit denen sich eine ganze Saison bestreiten lässt. Verschiedene schlichte und universell kombinierbare Items werden mit ein paar Trendstücken ergänzt. Das Einschränken auf wenige Stücke fällt leichter, wenn man sich etwa an ein bestimmtes Farbschema hält. Da alle Teile gut miteinander harmonieren, ist schneller ein passendes Outfit zusammengestellt.

Als Trans-seasonal werden – anders als ohnehin universelle Basics auch Teile aus temporären Trends bezeichnet, die allerdings mehr als eine Saison lang angesagt bleiben. Luftigere Stücke vom Sommer können dann im Lagen-Look auch noch in der kalten Jahreszeit getragen werden.

Ohne Hashtags geht nichts auf den SocialMedia Kanälen. Hier finden sich einige kryptische Abkürzungen, die wir zusammengetragen haben:

  • #OOTD – Hinter dieser Abkürzung stecken die Worte „Outfit of the day“. Die Fashion-Blogger und Insta-Persönlickheiten verpassen damit ihre Posts, auf denen sie sich in einem persönlich zusammengesuchten „Look des Tages“ präsentieren. Mit #OOTN wird passend dazu das „Outfit of the night“ vorgestellt.    
  • #WIWT – „What I wear today“ ist eine mögliche Alternative zum Outfit of the day.
  • #inspo – hinter dieser Abkürzung steckt das Wort „inspirational“. Damit werden auch Fotos versehen, die gar keine Mode zeigen, sondern irgendwelche anderen „inspirierenden“ Dinge. 
  • #liketkit oder #liketoknowit – dieses Hashtag ermöglicht es euch, das auf den Bildern gezeigte Outfit oder einzelne Teile davon direkt per Mausklick zu kaufen. Hier wird man zu einer App weitergeleitet, die die einzelnen Kleidungsstücke erkennt und als Shoppingplattform funktioniert.

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