Sprayer kritisieren US-Serie „Homeland“ mit Graffitis in der eigenen Serie

Die US-Dramaserie „Homeland“ erntet aktuell viel Spott und Hohn. Der Grund sind Graffitis von Sprayern, die in arabischer Schrift die Showtime-Produktion um Claire Danes kritisieren. Mit Aussagen wie „Homeland ist rassistisch“ oder „Es gibt kein Homeland“ lassen „The Arabian Street Artists“, zu denen Heba Amin und Caram Kapp, eine Ägypterin und ein Araber aus Berlin, sowie der Münchner Stone zählen, ihren Unmut freien Lauf. Der Clou: die Graffitis sind Teil der Folge „The Tradition of Hospitality“, die bereits im US-Fernsehen zu sehen war.

Auf ihrer Website ließen Amin, Kapp und Stone verlauten, dass sie für die Dreharbeiten der fünften Staffel in Berlin angeheuert wurden, um das Set aus Authenzitätsgründen mit arabischen Schriftzeichen zu verzieren. Wie jetzt jedoch herauskommt, wurden die Graffitis nicht überprüft. Wie sonst ist es zu erklären, dass „Homeland ist eine Wassermelone“, was im übertragenen Sinne so viel bedeutet wie „Homeland ist Fake“, weiter an der Wand haften durfte.

Kritik an Homeland keimt schon länger auf. Der 46-jährige Stone, der ein Standardwerk über arabische Graffiti verfasst hat, bemängelt sachliche Fehler. So arbeiten in Staffel zwei und drei der Serie al-Qaida und das iranische Regime zusammen, obwohl Ultra-Sunniten und Ultra-Schiiten in der Realität verfeindet sind.

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Yannick H. ist seit Oktober 2015 bei BACKSPIN. Wenn er nicht gerade in seinem knallgelben Ostfriesennerz durch die Stadt schlendert, hält er Ausschau nach dem Besten vom Besten in Sachen Hip-Hop.
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