Spektrum 2018: Fünf schnieke Künstler die ihr kennen solltet

Wenn im August eines jeden Jahres, zwischen sanftem Möwengekreische und eisernen Fabrikhallen, die Klänge von beatorientiertem Sprachgesang in der Luft liegen, versammelt sich bereits zum siebten mal der Status Quo des nationalen und internationalen Hip-Hops auf dem Spektrum Festival 2018.

Hip-Hop besteht nicht nur aus dem wofür er gemeinhin seit Jahren bekannt ist, sondern entwickelte sich stets mit der Zeit, zu einem der fluktuierendsten Genres der kontemporären Musik. Ein Genre, welches sich zwischen ehrbarer Tradition und experimenteller Grenzberührung bewegt und so über eine breite Artenvielfalt verfügt. So wurde auch in diesem Jahr ein Line Up zusammengestellt, welches sich irgendwo zwischen visionären Pionieren und tugendhaften Rap-Größen wiederfindet. Von Ahzumjot, der Antilopen Gang, oder Megaloh, bis hin zu den Künstlern der Stunde wie Trettmann, Bausa oder Marvin Game. Alles Namen die im Genre für etwas stehen. Abseits dieser finden sich aber auch Newcomer-Größen die man auf gar keinen Fall verpassen sollte, welche schon jetzt stilprägend figurieren, mit dem wofür sie stehen. Einer von vielen Gründen, besagte Künstler hier vorzustellen:

AJ Tracey

Der Grime gilt als eines der federführenden Subgenres des lokalbritischen Raps. Als eine mittlerweile gestandene Größe dieser Szene musterte sich der Rapper und Produzent AJ Tracey. Mit seiner fünften EP „Secure The Bag!“ und seinen zahlreichen Singles und Gastauftritten bei Künstlern aller Art, wurde dieser zu einem der wichtigsten Westlondoner MCs und Produzenten des Genres. Ein absoluter Tipp, nicht nur für die Freunde des englischen Raps.

JACE

Als kleiner Lokalmatador der Hamburger Szene und Aushängeschild der Flavour Gang, wird der Rapper JACE mittlerweile gerne wahrgenommen. Geradliniger und akkurater Deutschrap, der durch seine Ästhetik so direkt kommt, ist etwas was den Rapper auszeichnet. Gossen-Realität und Vorstadt-Romantik, gepaart mit seinen individuellen Skills, versprechen eine Show die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Paigey Cakey

Der sogenannte Female-Rap ist aktuell etwas, was sich großer Blüte erfreut und wichtig ist. Ob in Deutschland mit einer Künstlerin wie Haiyti, oder in Großbritannien mit Paigey Cakey. Die Sängerin, Rapperin und Schauspielerin aus London bringt mit ihrer Interpretation von Trap, Rap und Grime frischen Wind in die gesamte Szene und prägt so ihre ganz eigene Vorstellung von Musik.

Pöbel MC & Milli Dance

Wenn etwas so Bekanntes gleichzeitig so innovativ sein kann, dann sind es die Beats und Texte der beiden scharfsinnigen Rapper Pöbel MC & Milli Dance. Ihr erstes gemeinsames Album „Soli-Inkasso“ besitzt so viel akkurate Härte auf allen Ebenen, das es einem beim bloßen Hören der Platte, sowie dem Erlebnis eines Auftritts, wirklich die Schuhe auszieht. Wer mehr über die beiden erfahren möchte, dem ist unser Artikel „Audiolith – Die Konsequenz eines Denkens“ wärmstens zu empfehlen. Zum Artikel kommt ihr hier!

 

IAMDBB

Klänge einer Künstlerin die zeigen was urbane Musik auch sein kann. Einer genauen Definition des Soundbildes von IAMDDB kann man sich nur schwer bedienen, sondern nur mit Melodien, aufgeladen voller traurig-schöner Emotionen irgendwo zwischen Soul und bestorientiertem beschreiben. Ein absoluter Geheimtipp aus dem britischen Königreich.

Eine, wie das SPEKTRUM über sich selbst sagt, Momentaufnahme der aktuellen Beatkultur. Eine Zusammenkunft des ‚State Of The Art‘ und dem Rap von morgen, am kommenden Samstag dem vierten August. Alle weiteren Informationen über das Spektakel von der Wilhelmsburger-Waterkant bekommt ihr hier!

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