Die Meinung der Redaktion zu „Republic of Untouchable“ von Witten Untouchable

Witten

WittenWährend sich im deutschen Hip-Hop nach und nach Frankreich breit macht, lebt man in Witten im Ruhrgebiet losgelöst von Trends. Drei Jahre nach der Nas-Hommage „It was Witten“ tun sich die vier lokalen Hip-Hop Aushängeschilder ein zweites Mal zusammen und rufen nach Solo-Projekten in durchaus verschiedene Richtungen die „Republic of Untouchable“ aus. Für die Beats zeichnet natürlich erneut produzierendes Mitglied Rooq verantwortlich und schneidert Lakmann One, Al Kareem und Mess einen großen, düsteren Soundteppich nach Maß. Wir haben uns die 16 Song starke Platte angehört.

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Das sag die BACKSPIN Gang!
  • 7/10
    Peter: "Die Crew aus dem Pott blickt aus einer anderen Perspektive und mit besonders kritischen Augen auf das Schaffen der Szene. Starke Punchlines, stimmige Beats und zur Abwechslung Mal wieder Scratches auf einer Deutschrapplatte. Trifft alles größtenteils meinen Geschmack und sorgt so für eine gern gesehene Abwechslung in meiner Playlist." - 7/10
  • 5/10
    Teresa: "Ich finde, dass das Album immer wieder mal gute Stellen hat, beispielsweise der Anfang von dem Track 'Aftershow' und auch die Anekdoten, wie bei 'Offday' an 'Wenn der Vorhang fällt' von Freundeskreis gefallen mir. Aber alles in allem finde ich den Sound anstrengend und kann das Album nicht wirklich am Stück durchhören." - 5/10
  • 7/10
    Anna S.: "Mir gefällt der eigenwillige Sound von Witten Untouchable, der schon bei den markanten Stimmen der drei MCs beginnt. Das Ganze wird mit melodiösen, aber rauen Beats zu gleich untermalt, sodass die Wittener den ausgefallenen Charme ihrer Soundkulisse auch auf Album Nummer Zwei gekonnt in Szene setzen. Einziger Kritikpunkt sind die Inhalte, von denen ich unter diesem Albumtitel einfach mehr erwartet hätte - So mutiert das Werk zu einem recht oberflächlichen, aber musikalisch stilsicheren Unterhaltungselement." - 7/10
  • 7/10
    Yannick W.: "Um ein Untergrundmanisfest zu verfassen reicht es tatsächlich nicht, lediglich eben diesem und natürlich sich selbst zu huldigen. Allzu viele weitere Schwachpunkte bleiben dem Album dennoch erspart, wenn die drei Pott-MCs zum Mic greifen, wird man zumindest was Style angeht mit Sicherheit nicht enttäuscht. Für seine schwerfälligen Beats gräbt Rooq tief in der Loop-Kiste und erzeugt dichte Atmosphäre, die dank der dynamischen, kraftvollen Hooks noch zusätzlich einen prunkvollen Charme erhalten. Ist außerdem schon beeindruckend, wie Lakmann von Jahr zu Jahr immer krasser wird. Zurecht Helden wo sie herkommen." - 7/10
  • 7/10
    David: "Wie man es von Witten Untocheable nicht anders erwartet, kommen sie in ihrem zweiten Kollaboalbum wieder mit Realrapshit daher. Lyrisch stark mit einigen Vergleichen und Punchlines, die einen zum schmunzeln bringen. Dennoch an der ein oder anderen Stelle etwas zu viel Pathos. Lakmann, Al Kareem und Mess ergänzen sich perfekt und so ist "Republic of Untouchable" wieder eine Platte, auf die man gut kopfnicken kann." - 7/10
  • 8/10
    Florian: "'Wer das erste Mal mich hört, der wird bestraft/und zwar mit Deutschrap, den ganzen fucking Tag': Lakmann bringts mit seiner unnachahmlich pragmatischen Art einmal wieder auf den Punkt. Wobei sich über die Qualität der Strafe doch streiten lässt, denn die Wittener Jungs haben ihren Namen schon mit Bedacht gewählt: Sie bleiben auch auf 'Republic of Untouchable' unantastbar. Das liegt natürlich auch dieses Mal wieder an dem unverwechselbar düsteren Sound der Platte. Ganz so depressiv wie bei Lakmanns Solos geht es hier aber dann doch nicht zu. Das Album besticht vielmehr durch eine Stringenz, die sich durch gut produzierte Beats mit schönen Samples auszeichnet sowie der Wittener Scheißdrauf-Attitüde, die LAK, Mess, Kareem und Rooq gleichermaßen mitbringen. Das Rad erfinden die Ruhrpotter zwar nicht neu, doch wer seine Nische gefunden hat, hat das auch gar nicht nötig - 'raus in die Welt, aber Witten bleibt das Basement.'" - 8/10
  • 5/10
    Sara: "Leider schaffen die Jungs es nicht, so ganz mich abzuholen. Ich finde das Album irgendwie verwirrend und konfus, überhaupt kein roter Faden. Da kam auf jeden fall nichts an bei mir. Muss aber sagen, dass mich 'Offday' durch seinen doch etwas ungwöhnlichen Vibe überzeugen konnte. Auch 'Propaganda' finde ich gut. Vereinzelt ein paar Sachen dabei, die ich feier. Aber das Album als Gesamtpaket hat mich etwas unbeeindruckt gelassen." - 5/10
  • 7/10
    Raphael: "Pompös kommen die Beats daher. Witten Untouchable warten mit mächtigen Parts auf größtenteils düsteren Sounds und Hi-Hat-Stakkatos auf, um ihre Republik zu schützen. Verteidigt wird dabei der Untergrund, das einfache Leben für die Musik. Manchmal ist das Pathos etwas zu dick aufgetragen, aber die Jungs liefern einfach starke Zeilen. Immer noch eine Macht im Westen." - 7/10
  • 7/10
    Niko: "Ich mag die Sachen von den Jungs. Klassisch, dennoch frisch. Kopfnicker-Mucke die Freude macht. Textlich schön gesehen, mitunter mit genug Spitzen und Punches für eine Menge Gesprächstoff. Beatauswahl ist mir ein Tick zu düster gestimmt, aber passt zur Aussage des Albums." - 7/10
  • 7/10
    Yannick H.: "Bin ich nicht zu 100% mit warm geworden, streckenweise gefallen hat mir 'Republic of Untouchable' aber doch. Speziell 'Propaganda' konnte bei mir punkten, da hier Beat, Rap-Skills, Wortwitz und Thematik einfach stimmig sind. Generell bewegen sich Lakmann One, Mess und Al Kareem auf einem konstant hohem Level. Das lenkt aber nur bedingt vom Sound ab, der mir zu oft zu ähnlich klingt. Ist auf jeden Fall eine Platte, die etwas braucht, um zu wirken, in die man sich reinfuchsen muss. So ging es mir auf jeden Fall." - 7/10
6.7/10

Kurzfassung

Mit ihrer zweiten Zusammenkunft knüpfen Lakmann, Mess und Al Kareem stilsicher an das Debüt an und bieten erneut düsteren Kopfnicker-Rap straight aus dem Pott.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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