Die Meinung der Redaktion zu „Wo die wilden Kerle flowen“ vom VSK

Wir befinden uns im Jahre 2018. Ganz Deutschrap ist von den Autotune-Rappern besetzt… Ganz Deutschrap? Nein! Eine aus unbeugsamen Rappern bebestehende Crew hört nicht auf, der Veränderung  Widerstand zu leisten. Denn Hip-Hop steht für Werte. Eben diese scheinen in den vergangenen Dekaden, maßgeblich durch den Siegeszug des Straßenraps, auf der Strecke geblieben zu sein. Mit dem Verbalen Style Kollektiv gründete sich in Berlin eine Formation, die auch Anno Hip-Hop 40 noch für echten Rap, die Unabkömmlichkeit eines DJs, Graffiti und Breakdance einstehen. Wir haben das Debütalbum „Wo die wilden Kerle flowen“ besprochen. P.S.: Stimmähnlichkeiten mit den drei Rappern von K.I.Z. entsprechen übrigens reinem Zufall.

VSK – „Wo die wilden Kerle flowen“ kaufen

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 8/10
    Yannick W.: "Was auf den ersten Blick wie ein neuer K.I.Z.-Gag ausschaut, entpuppt sich als eine vielschichtige Platte zwischen Ehrerbietung und Zynismus. Denn auch wenn nahezu jedes Klischee auf die Schippe genommen wird, passiert es mit einer derartigen Liebe zum Detail und Spaß, dass VSK zu einem wunderbaren Projekt macht." - 8/10
  • 6/10
    Niklas: "Die Platte ist zu gut gemacht um lediglich als Witz oder Satire abgetan zu werden und nach einem Hören in der Schublade zu verschwinden. Natürlich finden sich trotzdem Lacher am Laufband, gemischt mit ein klein wenig ehrlicher Nostalgie. Natürlich ist 'Wo die wilden Kerle flowen' jetzt kein Album des Jahres-Ding, gefällt mir trotzdem besser als viele Deutschrap-Releases der jüngeren Vergangenheit."  - 6/10
  • 8/10
    Laura: "VSK bringen die 90s zurück und sagen dem Nuschel-Rap den Kampf an — passt ja im Moment auch zum aktuellen 90er Hype. Mich überzeugen vor allem die klugen Wortspiele, der Oldschool Beat und die liebevollen Details wie zum Beispiel die Skits. Diese Mischung aus Nostalgie und Ironie bringt auf jeden fall Spaß beim zuhören und eine erfrischende Abwechslung!"  - 8/10
  • 8/10
    Alexios: "Man hört die erste Kick Snare Kombo und der Kopf nickt sofort in 90 bpm Geschwindigkeit mit. Die Platte passt zwar nicht in die heutige Soundwelt, macht mir aber trotzdem viel Laune beim Hören. Witzige Lines und gute Beats – Hip-Hop kann so einfach sein." - 8/10
  • 10/10
    Josephine: "Also was soll man hier eigentlich zu bemängeln haben? Sechs ausgezeichnete Rapper, die spitten was das Zeug hält und ein überragender DJ, dessen Mission es ist die guten alten Old School Zeiten wieder aufleben zu lassen und einfach nur Spaß zu verbreiten. Ich hoffe, dass sich viele Deutschrapper in Zukunft ein Beispiel am Kollektiv nehmen. Die Liebe ist real! Am liebsten würde ich 12 Punkte verteilen. VSK rettet Hip-Hop wie die Katze vom Baum! Einfach Balsam für die Seele!" - 10/10
  • 7/10
    Daniel: "'Wo die wilden Kerle flowen geht bei jedem einzelnen Song extrem nach vorne und baut durchgängig eine angenehme Oldschool-Atmosphäre auf. Dabei ist das ganze Album wohl mit einem Augenzwinkern entstanden, aber trotzdem qualitativ hochwertig und gewissermaßen auch eine Abwechslung von der 'normalen' Rapszene." - 7/10
  • 8/10
    Léon: "VSK liefert den Deutschrap-Move des Jahres und gestaltet die momentan etwas eingestaubte Spielfläche mithilfe von einer Menge Unterhaltungswert etwas bunter. Die Jungs schaffen es vor allem inhaltlich durch treffende Vergleiche, sowie Reim- und Flow- Strukturen zu überzeugen und geben dem Ganzen eine gesunde Prise Selbstironie mit. Da sind Lines teilweise so treffend, dass es einfach Spaß bringt zuzuhören. Lediglich auf längere Dauer wird mir das Ganze zu monoton, aber dafür gibt es ja ne Menge anderer Mucke." - 8/10
  • 7/10
    Kevin W.: "Fluch und Segen, ermüdend und erfrischend zugleich. Denn am Ende ist es eine bravouröse Hommage an die alten Werte, nur nimmt sich die Scheibe dadurch seine Ernsthaftigkeit. Und eben genau das soll 'Wo die wilden Kerle flowen' wohl auch sein: Ein überspitzter Ausdruck des eigenen Könnens und ein Wink auf all die Taktgeber im Status Quo Deutschrap. Das wichtigste jedoch wird zu jedem Augenblick deutlich: Die Freude, Begeisterung und Hingabe zur Kultur Hip-Hop, was im Grunde alles ist was auf dieser Platte zählt!" - 7/10
  • 5/10
    Josh: "Die große Stärke des Albums ist der Moment, in dem angekündigt wurde, dass es erscheint. 'Die ziehen das echt durch, haha!' In der Sekunde, in der man es dann zum ersten Mal durchgehört hat, ist der Witz auch schon vorbei. Bitte, liebe KIZ-Ultras, tut mir den Gefallen und versucht jetzt nicht, mir das Ganze irgendwie zu erklären oder mir klar machen zu wollen, dass viel mehr dahinter steckt. Das weiß ich alles, es ist einfach nur nicht geil, sich pausenlos Ironie reinzuballern."  - 5/10
  • 8/10
    Jakob: "Es steckt zu viel Detailverliebtheit und zu viel Wortwitz in diesem Album, um es einfach nur als kurzen Witz abzustempeln - hier wird parodiert, aber auch Respekt gezollt. Scheppernde Oldschool Beats und fünf MCs, die einfach mal wieder richtig Bock hatten zu rappen – das merkt man jedem Track an. Der ganze 90s Vibe, der mit diesem Album einhergeht und die wahnwitzigen Reimketten und Punchlines machen „Wo die wilden Kerle flowen“ zu einem bemerkenswert unterhaltenden Album." - 8/10
7.5/10

Summary

Die Homage des Verbalen Style Kollektivs gelingt – auch weil das Album der Formation ein gutes Gleichgewicht zwischen Augenzwinkern und Ehrerbietung findet.

Sag uns deine Meinung. "Wo die wilden Kerle flowen" auf einer Skala von 1 bis 10.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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