Die Meinung der Redaktion zu „Beerbongs & Bentleys“ von Post Malone

Viel mehr als ein gutes Gespür brauchte es bei Post Malone nicht, um sich im Eiltempo zu einem der bekanntesten Stars der Hip-Hop- und auch der Pop-Welt zu mausern. Der erste Song geht bereits komplett durch die Decke, die Erwartungen an den damals grade 20-jährigen bauen sich zumindest in der Rap-Szene in zuvor unerwartete Ausmaße auf. Grund dafür war sicher auch die ständige Ungewissheit über ein Releasedate des Debütalbums „Stoney“. Ein Marketingkonzept, das so gut funktionierte, dass es für die zweite LP gleich wiederholt wurde. Denn angekündigt war „Beerbongs & Bentleys“ bereits seit über einem Jahr, wann es allerdings konkret erscheinen sollte, das ließ Posty gänzlich offen. Mit der ersten Single „Rockstar“ gelang dann sogar noch ein globaler, sogar „White Iverson“ in den Schatten stellender Hit. Erst drei Wochen vor Release stand dann ein Datum, das Album umfasst stolze 18 Songs und knackt damit sogar problemlos die „Eine Stunde-Grenze“. Auch die Features lesen sich dem Erfolg des Debüts entsprechend großspurig. So sind Ty Dolla Sign, 21 Savage, Swae Lee, G-Eazy und viele, viele mehr. Wir haben das Album besprochen. 

Post Malone – „Beerbongs & Bentleys“ kaufen

 

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 6/10
    Yannick W.: "Die Dichte an potentiellen Hits ist zwar gerade in der ersten Hälfte immens hoch, jedoch verlaufen eben diese Songs nach einem sich sehr ähnelnden Schema. Ergebnis ist, dass die meisten Songs – Ausnahmen sind 'Zack & Codein' und 'Takin‘ Shots' –  ineinander verschwimmen. Das macht die zweite Hälfte, die z.B. mit 'Stay' eine ruhige Seite, mit 'Otherside' wuchtigen Stadion-Pop und mit 'Better Now' den Hit der Platte auffährt, besser. Am Ende baut 'B&B' den Charakter Post Malone in seiner Unbekümmertheit zwar wunderbar weiter aus, trotzdem fehlt dem Album, wohl auch dem Forcieren möglichst vieler Rekordbrüche geschuldet, schlichtweg Struktur und Kompaktheit." - 6/10
  • 8/10
    Anna S.: "Ich bin wieder sehr angetan - mir gefällt diese melodiöse, hitlastige Aufmachung, die dennoch nicht nach Einheitsbrei klingt. Auch wenn ich 'Stoney' mehr Charakterstärke zuschreibe, überzeugt die Fortsetzung des modernen und eigenwilligen Stils." - 8/10
  • 7/10
    Sabrina: "Ich glaube Künstler wie Post Malone leben davon, von ihren Fans nicht nur für die Musik abgefeiert zu werden, sondern auch für alles andere, was drumherum passiert. Das ist meines Erachtens auch die Erklärung, weshalb das Album häufig eher mittelmäßige Wertungen erhalten, aber im Internet dennoch einen so riesigen Hype ausgelöst hat. Für mich lebt die Platte vor allem von Glaubwürdigkeit und bedingungsloser Ehrlichkeit, weshalb ich vor allem Tracks wie 'Stay' oder 'Over Now' Dauerschleife höre, andere aber wiederum kaum wahrnehme. " - 7/10
  • 7/10
    Josh: "Wahnsinnig gute Einzelsongs dabei. Genau genommen könnte und sollte das ganze Album im Radio hoch und runter gespielt werden. Allerdings schafft es die Platte nicht, mich so wirklich in einen Bann zu ziehen. Stattdessen picke ich mir meine vier, fünf Lieblinge und belasse es dabei. Mehr Singlekollektiv als Album." - 7/10
  • 5/10
    Kevin W.: "Echte Hooks gepaart mit oberflächlichen Lyrics unterliegen dem federführenden Vibe von Postys Kunst. Das ist gut, aber für ein Album mit 18 Tracks zu wenig. Er trifft wohl den Nerv der Zeit, driftet dadurch aber unaufhaltsam in den Pop-Kosmos ab. Für mich ist der Erfolg der neuen Scheibe nicht nachvollziehbar." - 5/10
  • 6/10
    Josephine: "Aufgrund des Titels hab ich bisschen was anderes von 'Beerbongs & Bentleys' erwartet- mehr Bässe, mehr Leidenschaft, einfach mehr Party. Das einzige was daran Party ist, dass man die Platte ganz gut beim Vorglühen im Hintergrund laufen lassen kann. Das Gesamtpaket funktioniert trotzdem, ist für meinen Geschmack aber noch ein bisschen zurückhaltend und ohne großen Wiedererkennungswert." - 6/10
  • 8/10
    Niklas: "Dieses Album hat eine Hit-Dichte, die wirklich unfassbar Hoch ist. Lediglich, wenn es bei etwa zwei-drittel der Laufzeit mit 'Blame it on Me' etwas balladenhafter oder mit 'Same Bitches' einfach nur geschmacklos wird, stottert die Platte etwas. Ansonsten würde ich sogar sagen, dass Post Malone mit fast jedem Song auf 'Beerbongs & Bentleys' so eine Siegesserie hinlegen hätte können, wie er es mit 'Rockstar' getan hat. Zwar kann man ihm vorwerfen, dass es sich über die gesamte Platte in bester Drake-Manier lediglich um die Nichtigkeiten von Star- und Reichtum in sehr jungen Jahre, sowie damit einhergehende Beziehungsprobleme dreht, allerdings ging es bei Post Malone auch nie wirklich um Inhalte. Er schafft es, sich die Wörter so hinzubiegen und auszuwählen, dass es sich in seinem Flow einfach unfassbar gut anhört und seine Stimme wie eine weitere instrumentale Ebene mit in die Musik einfließt, anstatt dieser einfach als vom Beat getrennte Ebene aufzuliegen. Man schaue sich einfach die Hook von 'Psycho' als Beleg dafür an. Auch würde ich bezweifeln, dass Maschinengewehr-Adlips jemals so gut geklungen haben wie auf 'Takin‘ Shots'." - 8/10
  • 6/10
    Alexios: "Eine Hit-Compilation in der man sich seine persönlichen Hits in seine eigene Playlist packen kann. Als Album funktioniert das Ganze für mich nicht, zu ähnlich ist der Sound und der Vibe auf den Songs. 'Paranoid', 'Psycho' und 'Candy Paint' haben es bei mir auf die Playlist geschafft." - 6/10
  • 8/10
    Jakob: "Ein Hit jagt den nächsten, eine Ohrwurmhook die andere. Das macht eine lange Zeit Spaß, aber irgendwann wird es bei 'B&B' ein wenig zu monoton und das Album verläuft ein wenig im Sande. Eine etwas kürzere Tracklist hätte dem ganzen sehr geholfen. Post Malone macht überdies hinaus zurzeit wohl die besten Hooks auf der Welt, aber seine Lines wiederum könnten oftmals egaler nicht sein. Alles in allem trotzdem ein sehr gutes Album für den neuen Rap-Zeitgeist. So eine Hitdichte ist krass. Aber nutzt sich letztlich irgendwie doch ein wenig ab." - 8/10
6.8/10

Kurzfassung

Die Songs auf „Beerbongs & Bentleys“ können allesamt punkten, bergen in den meisten Fällen auch Single-Potential. Trotzdem fehlt es Post Malones zweitem Album an der nötigen Struktur für das Albumformat, die Platte wirkt trotz starker Einzelwerke überladen.

Sag uns deine Meinung. Bewerte "Beerbongs & Bentleys" auf einer Skala von 1 bis 10.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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