Die Meinung der Redaktion zu „VVS“ von Ufo361

Turbulente Tage in der Karriere von Ufo361 sind es, die im neuen Album „VVS“ gipfelten. Denn schon während der noch laufenden Promo für das zweite Album des Berliners in weniger als einem halben Jahr kündigte er an, seine Karriere mit dem Releasetag zu beenden, nicht mehr an neuer Musik zu arbeiten. Zu sehr habe die Musikindustrie sich negativ auf sein Privatleben ausgewirkt. Die Krönung drei turbulenter Jahre seit dem Start seines Trap-Siegeszugs sollte es also werden. Und der wurde gleich mit Bombast untermauert, als Ufo sich im Sommer mit Migos-Member Quavo im Studio zeigte. Schon die Aufmachung der dritten Solo-LP von Ufo zeigte, dass das Album ebenfalls im Zeichen des Prunks steht. Der Titel gibt eine Reinheitsstufe von Diamanten an, das Cover ist stilecht geschmückt von Bonnie Strange mit einem gigantischen Brillanten in den Armen. Wir haben die (vorerst) letzte Platte von Ufo besprochen. 

Ufo361 – „VVS“ kaufen

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 8/10
    Laura: "Zuallererst möchte ich gesagt haben: Bonnie Strage als Covergirl für 'VVS' funktioniert für mich richtig gut und sie spiegelt auch den Look des gesamten Albums wider. Außerdem konnte sich Ufo mit Quavo ein hochkarätiges US-Feature angeln. Die beiden harmonieren meiner Meinung nach auch sehr gut auf 'VVS' und arbeiten auf Augenhöhe. 'VVS' ist insgesamt gut produziert und es ist ein Konzept zu erkennen, allerdings steckt für mich hier weniger Herzblut drin, als in älteren Tracks von Ufo. Schade, da 'VVS' ja vorerst Ufos letztes Album sein soll." - 8/10
  • 6/10
    Léon: "Ufo liefert mit 'VVS' ein Album, welches kaum besser produziert hätte sein können, aber dennoch durch eindimensionales Themenspektrum und Belanglosigkeit abknickt. Aus der Produktivität Ufos resultiert scheinbar ein Loch an Kreativität. Auch wenn 'VVS' sich musikalischer und melodiöser zeigt, fehlen mir die Experimentierfreudigkeit und die Songs, die herausstechen wollen und sowas wie ein Highlight kreieren. Mir persönlich sind Lyrik und Soundbild, wie auch schon beim Vorgänger, zu monoton gestaltet und catchen mich nicht." - 6/10
  • 5/10
    Yannick W.: "Wenn Ufo das zur Konvention gewordenen Autotune vollkommen überlädt, feiert das Album seine Höhepunkte. Denn alles andere, was dort passiert, hat man schonmal gehört. Trotzdem höre ich Ufo gerade wegen dieser Sound-Ausbrüche in einer Rap-Generation, die nicht mehr von Inhalt zehrt noch am liebsten zu. Nur eindeutig zu langatmig ist sein Finale geraten." - 5/10
  • 6/10
    Alexios: "Auch wenn es ein Album ist, hat Ufo hier knapp fünf Monate nach '808' für mich eher ein Mixtape rausgebracht. Das ganze wirkt, besonders textlich, eher wie ein Schnellschuss und nicht wirklich rund als Album. Ufo bewegt sich auf 'VVS' gekonnt in seiner Komfortzone und bringt Tracks die zu erwarten waren. Dadurch bekommt das ganze eine lockere Atmosphäre, man vermisst aber das Überraschungsmoment." - 6/10
  • 2/10
    Josh: "Die alte Leier: Hart für das Standing gearbeitet und oben angekommen geht einem die Luft aus. 'VVS' ist der traurige Höhepunkt von Ufos Karriere. Durch '808' und die Berliner-Trilogie ist er vollkommen zu Recht da, wo er jetzt ist. Diese Platte zeigt aber, dass in seinem Fall der Weg das eigentliche Ziel war. Jeder Song wirkt wie Wegwerfmaterial, das hier aneinandergereiht wird, um noch einmal abzukassieren. Sollte es wirklich das letzte Release im Katalog von Ufo361 sein, wäre es ein wirklich trauriges letztes Kapitel." - 2/10
  • 6/10
    Daniel: "'VVS' wirkt eher wie eine Ufo-Playlist als ein richtiges Album. Das liegt zum einen an dem permanent mehr oder weniger gleichbleibenden Klangbild, zum anderen daran, dass inhaltlich kein roter Faden vorhanden ist und es allgemein textlich auf den insgesamt mit 17 Tracks zu langem Album sehr flach bleibt. Dabei sorgen RAF Camora und die beiden Ami-Features Quavo und Rich the Kid für Abwechslung und der Titeltrack mit dem Migos-Member ist ein Highlight. Insgesamt lässt sich sagen, dass es trotzdem kein schlechtes Album ist, dafür ist zum einen die extrem gute Produktion verantwortlich und die Tatsache, dass Ufo361 sein Handwerk immer noch gut beherrscht, trotzdem waren die vier Monate zwischen '808' und 'VVS' aber wahrscheinlich etwas zu kurz." - 6/10
  • 3/10
    Jakob: "Wenn die Karriere seit zwei Jahren eine reine Promophase ist, wundert es wenig, dass die Musik nach Release Nummer Vier nicht mehr überzeugt. Ufo hat halt absolut nichts zu erzählen. 17 Hooks, die diesmal auch nicht mehr so funktionieren wie in der Vergangenheit, reichen dann irgendwann auch nicht mehr. Der Riesenhype wird der Qualität der Mucke leider nicht mehr gerecht." - 3/10
5.1/10

Kurzfassung

Mit „VVS“ kann Ufo uns nicht so sehr überzeugen, wie dem Vorgänger aus dem Frühjahr. Zwar noch immer mit Highlight-Produktionen, allerdings ohne das Maß an Hunger und Ideenreichtum wie beim Vorgänger, stellt „VVS“ zum angekündigten Karriereende kein Masterpice dar.

Sag uns deine Meinung. "VVS" auf einer Skala von 1 bis 10.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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