Die Meinung der Redaktion zu „Astroworld“ von Travis Scott

Die Reise bis „Astroworld“ glich der nie enden wollenden Autofahrt durch die Augen eines Kindes auf dem Weg in den erkorenen Freizeitpark. Doch dieses Warten inklusive einer ganzen Reihe von angesteuerten Rastplätzen sind Travis Scott Fans mit Blick auf dessen Releasepolitik mittlerweile durchaus gewohnt. Denn angekündigt wurde „Astroworld“ – das jüngste Release vom Texaner – beinahe im selben Atemzug mit der Veröffentlichung des 2015er Debütalbums „Rodeo“ (das ebenfalls rund ein Jahr später als erwartet erschien). Ein Album, das, genau wie das Debüt schon, seiner Heimat Huston, genauer einem Freizeitpark dort, gewidmet ist. Was allerdings kam, war „Birds in the Trap Sing McKnight“, aus einem Überfluss an kreativen Ideen. Konstant und konsequent wurde dennoch an „Astroworld“ gefeilt, – bis jetzt. Zusammen mit Gästen wie Kid Cudi, Frank Ocean, Drake, The Weeknd, James Blake, Swae Lee und co entstanden 17 Songs, die im Geiste an „Rodeo“ anschließen sollen. Wir haben die LP besprochen.

Travis Scott – „Astroworld“ kaufen

 

Das sagt di BACKSPIN Gang!
  • 8/10
    Yannick W.: "Die erste LP von Travis Scott, die dem ihm zugesprochenen Status annähernd gerecht wird. 'Astroworld' wird zur Spielwiese für ihn und seine Gäste, die besonders dann aufblüht, wenn Travis wie in 'Stargazing' die Effekte bis in den Trash überlädt oder etwa Kevin Parker und James Blake Songs durch ihre Präsenz auf Links krempeln. Dass er als der nächste Kardashian-Social-Media-Husband etwas zu erzählen hat, tut der Platte ihr Übriges. 'Who? What?' und 'Butterfly Effect' als zu kalkulierte Hits nerven allerdings und ziehen das Album unnötig in die Länge. Schade ist auch, dass Frank Ocean von einer Bass-Line regelrecht zerschreddert wird." - 8/10
  • 7/10
    Josh: "Ziemlich unspektakulär gut. Travis Scott macht alles wie immer und bringt damit eine Menge guter Songs, aber kein wirkliches Masterpiece. Lückenfüller alternieren mit riesigen Hits á la 'Butterfly Effect'. Der Einfluss auf alles was in Zukunft kommen wird, wird aber wieder riesig sein. Wird Zeit für ein Album, das seinem Status gerecht wird, den er sich über Singles aufgebaut hat." - 7/10
  • 8/10
    Alexios: "Guter Sound und Flow trifft auf eine nervige Autotune-Stimme, die mir irgendwie kein Gefühl vermitteln will. Ich mag den künstlerischen Anspruch der Platte mit Features wie von Frank Ocean oder James Blake, aber ein Rin schafft es besser, mir mit dem Sound ein Gefühl zu vermitteln. So bleibt 'Astroworld' für mich ein cooles Album mit krasser Stardichte aber ohne viel lyrischer Haftigkeit. Aber für ein Album im Jahr 2018 zählt ja eigentlich nicht mehr." - 8/10
  • 6/10
    Josephine: "Nach dem ersten Durchhören war ich enttäuscht und hab dem ganzen Album noch mal eine zweite Chance gegeben. Leider ist das Ergebnis auch nicht prickelnd ausgefallen – ich hab mich selbst dabei erwischt wie ich fast jeden Song skippe und hoffe, dass der nächste besser wird. Die Platte ist kein Schmodder, auf gar keinen Fall, es gibt für mich persönlich nur einfach zu wenig Tracks, die mich umhauen oder einen Highlight-Moment verursachen. Außerdem finde ich die Featurebeiträge meistens sogar besser als Travis Scott und mag einfach keinen computerverzerrten Rap mehr hören! Bin mir aber sicher, dass in Zukunft paar Dinger von 'Astroworld' in dem ein oder anderen Club laufen werden." - 6/10
  • 8/10
    Kevin W.: Die tranceartige Klangkulisse mit ihrer einzigartig-vielfältigen Auswahl von Trap, bilden eine so gare Energie, welche letztendlich für einen gebietenden Vibe sorgt, den ein kohärentes Album heute braucht. Ob es Dinge sind wie eine taktgebende Mundharmonika, eingespielt von keinem geringeren als Motown-Legende Stevie Wonder in 'Trying to be God', oder die infektiöse Hook aus 'Stargazing', machen wie schon in 'Rodeo', die Einzigartigkeit der Kunst von Travis Scott aus." - 8/10
  • 6/10
    Laura: "Ich fand, das gesamte Album lässt sich locker und entspannt runterhören, da ein Track nach dem anderen nahtlos ineinander übergeht. Mir gefällt auch, dass man sich beim Hören der Platte in seinen Gedanken verlieren kann, da an sich, wie schon beim Trailer zu 'Astroworld', wie in einen Hollywoodstreifen hineingezogen fühlt. Allerdings sticht es meiner Meinung nach nicht so aus der Masse." - 6/10
  • 8/10
    Léon: "'Astroworld' ist mir persönlich zwar etwas zu lang und überladen, allerdings aber auch wieder ein sehr gutes Travis Scott Album. Die Features sind überwiegend derbe stimmig und man kann sich bei Travis immer auf eine gute Produktion verlassen, denn gerade was Gefühl und Soundbild angeht, gibt es nur wenige Künstler, die das so gut verbinden wie er. Zudem hat er mit 'Coffee Bean' eine ruhigere Seite gezeigt, die seit 'Days before Rodeo' nicht mehr so gut umgesetzt wurde. Zusammengefasst ein rundes Ding, lediglich an ein paar Stellen einfach nicht meinem Geschmack entsprechend." - 8/10
7.3/10

Kurzfassung

Mit „Astroworld“ legt Travis Scott sein bisher bestes – wenngleich auch etwas zu lang geratenes – Album vor, das dieses Mal nicht auf Hits, sondern ein einheitliches Soundbild samt starken Gastauftritten setzt.

Sag uns deine Meinung. "Astroworld" auf einer Skala von 1 bis 10.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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