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Die Meinung der Redaktion zu „Filthy America… It’s beautiful“ von The LOX

An Comebacks sind schon so manche alte Helden gescheitert. Eine Gefahr, in die Styles P, Jadakiss und Sheek Louch aka The LOX nicht laufen. Denn auch, wenn, wenn das letzte Crew-Album mittlerweile 16 Jahre zurückliegt, waren die drei New Yorker nie wirklich weg. Unteranderem mit dem Label D-Block sorgten sie regelmäßig für frischen Output, beschritten Solopfade und brachten im Jahr 2012 schließlich die Kollabo „Wu-Block“ mit dem Wu-Tang Clan auf den Weg, in dem Ghostface Killah und Sheek Louch im Mittelpuntkstanden. Jetzt sind sie auch in der Ursprungsformation zurück und laden sich dafür Gäste aus gleich verschiednen Camps: Neben alten Bekannten wie DJ Premier und Mobb Deep trifft man auch Musiker einer jüngeren Generation wie Gucci Mane, DJ Kahled oder Fetty Wap an. Wir haben uns die Platte angehört.

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Das sag die BACKSPIN Gang!
  • 7/10
    Teresa: Ich hätte ein bisschen mehr erwartet von Sheek Lounch, Styles P und Jadakiss. Es sind ganz schöne Tracks dabei, wie 'The Agreement' feat. Fetty Wap und Dyce Payne oder auch 'Move Forward', aber die sind auch nicht wirklich was Neues. Trotzdem ist die Platte allgemein sehr melodisch und geht gut ins Ohr." - 7/10
  • 8/10
    Peter: "Direkt das Intro zog mich in die Welt von The Lox. Mir blieben überdurchschnittliche viele Punchlines hängen und die Platte wird sicher noch öfter bei mir laufen. Auch wenn ich es nie für möglich gehalten hätte in der nahen Zukunft Fetty Wap, DJ Khaled, Mobb Deep und Gucci Mane auf einem Release zu hören. Ganz zu schweigen von der beeindruckenden Produzentenliste. Da freuten sich wohl einige auf das erste Studioalbum nach über Fünfzehn Jahren." - 8/10
  • 8/10
    Yannick H.: "Stabiles Ding, das ohne die ganz großen Ohrwürmer auskommt, dafür mehr als Ganzes funktioniert. Styles P, Jadakiss und Sheek Louch geben sich gewohnt wortgewandt und können sich speziell auf den Produktionen von DJ Premier ('Move Forward') und Pete Rock ('Filthy America') beweisen. Auch die restlichen Tracks fallen qualitativ nicht allzu stark ab, ein stimmiges Gesamtbild ist gegeben. Ein paar Überraschungsmomente mehr, und ich wäre vollends überzeugt gewesen." - 8/10
  • 7/10
    Niels: "Zugegeben, Rap aus den Staaten ist dieses Jahr leider etwas an mir vorbeigezogen. Umso erfreuter war ich, als ich hörte, dass ein neues The Lox-Album herauskam. Zum einen, da es mir in letzter Zeit ein wenig an starken Crewplatten gefehlt hat. Zum anderen, da ich immer großer Fan des Trios war und insbesondere die Solokarrieren von Jadakiss und Styles P sehr aktiv verfolgt habe. Während mich Comebacks in vergangenen Jahren oft ziemlich enttäuscht haben, schraubte ich zunächst einmal meine Erwartungen runter. Umso überraschter war ich über den starken Auftakt der Platte. 'Omen' und 'What Else You Need To Know' schaffen es für mich tatsächlich sehr gut, den alten Vibe der Gruppe zu transportieren. Auch sonst finden sich einige starke Tracks auf der Platte. Sei es das schön Oldschool-lastige 'Move Forward' inklusive Premo-Beat oder 'Hard Life', eine Kollabo, bei der man als alter Mobb-Deep-Fan fast zwangsläufig nicht drumherum kommt, ein wenig nostalgisch zu werden. Einzig allein mit 'The Agreement' kann ich mich nicht so recht anfreunden." - 7/10
  • 7/10
    Anna S.: "Obwohl mir The Lox besser auf ruhigeren und rohen Instrumentals gefallen, beweisen sie auf dem aktuellen Album, dass sie auch auf treibenden Beats und mit zeitgeistlichen Elementen, wie es auf 'The Family' zu hören ist, gut funktionieren. Abgesehen von ein paar Ausnahmen ist der Soundrahmen sehr massiv und düster. Teilweise ist mir das Ganze aber zu pathetisch, wie es auf dem Opener 'Omen' der Fall ist. Mit ihrer drückenden und straighten Delivery macht das Trio aber einiges wieder wett. Im Großen und Ganzen beweist die Formation auf dem Album, dass sie auch nach über zwanzig Jahren im Rap-Geschehen der Szene die Stirn bieten können und den Soundwandel zum eigenen Vorteil nutzen können." - 7/10
  • 9/10
    Sara: "Straight outta Yonkers und so klingt es auch. Läuft mir richtig rein! In meinen Augen eine fast perfekt ausgewogene Mischung aus gangsta und frisch. Das Album hat einen klasse unterhaltungswert und liefert ein Brett nach dem anderen. Man kann sich dem typischen Mitwipp- und Kopfnicksyndrom kaum entziehen. Digitale Synthesizer nur gezielt und vor allem in Maßen eingesetzt. Gerade so genug, dass es dem Album diesen Frischekick gibt und ein bisschen an den aktuell verbreiteten Sound anknüpft. Den wunderbaren und von mir sehr geliebten 90’s Vibe zelebrieren Jadakiss, Styles P und Sheek Louch auch auf diesem Album ausgiebig. Beats voller Groove und Soul, Rap-Attitude ist badass. Die Abwechslung in den Tracks stört mich absolut nicht, aber ich kann verstehen, wenn es manchen zu durcheinander und ohne roten Faden ist. Meinen Abzug gibt es für den ein oder anderen schwächeren Song wie z.B. 'The Family'. Aber das ist ja bei fast jedem Album zu finden." - 9/10
  • 8/10
    Niko: "Bin überrascht. Zweifelsohne sind Jadakiss, Styles P und Sheek Louch im oberen Style-Regal für Rapper eingeordnet, allerdings frisst die Zeit gerne jeden Hype und Standart auch ganz schnell wieder auf. Und wenn man 16 Jahre für ein Album braucht, ist das nicht immer eine machbare Hürde. Aber dieses Ding hier ist eine Bombe und liefert genau das, wofür ich die Jungs schon früher, Solo und in Formation, gefeiert habe. Schöne Überraschung zum Jahresende. Ganz oben in meiner Liste." - 8/10
  • 6/10
    Yannick W.: "Über das Können und die Styles der Drei muss man gar nicht streiten, es hat schon seinen Grund, dass sie auch nach über 20 Jahren immer noch im Gespräch sind und nur kaum unter Stagnation zu leiden haben. Und auch auf diesem Album präsentieren sich Jada, Styles und Sheek wieder als großartige MCs. Trotzdem gelingt das Comeback als Crew nicht so recht, die Platte kommt viel zu strukturlos daher. Textlich recht konstant springen The LOX munter von Stil zu Stil, ohne dass sie die Chance geben, sich richtig auf einen davon einzulassen. Wenn auf die trappige R’n’B-Einlage von Fetty Wap ein scheppernder Premo-Beat folgt, will nicht so recht Stimmung aufkommen, auch wenn die einzelnen Songs alle gut umgesetzt sind. Zudem kommen die textlichen Ausflüge aus den bekannten Ghetto-Storys, hin zu Systemkritik und Familienliebe gleichzeitig zu platt als auch zu pathetisch daher. Wäre am Ende eher Stoff für zwei aufgeräumtere EPs gewesen, denn, wie gesagt: Einzeln sind die Songs echt dope.“ - 6/10
  • 7/10
    Raphael: "Amerika zwischen Dreck und Schönheit. The Lox liefern hier ein nicht zu langes Album, größtenteils mit Boom-Baps, aber auch mit Ausflügen in den Trap. Dafür stehen auch die Featuregäste: Neben Mobb Deep – auf meinen Favoriten 'Hard Life – aber auch Fetty Wap und Gucci. Für mich etwas gewagt, so klingen The Lox auf dem klassischen Sound doch besser, wie auf 'Move Forward'. Kein schlechtes Album, dass ich sonst übersehen hätte." - 7/10
  • 6/10
    David: "'Mit 'Filthy America ... It's Beautiful' liefern The Lox ein abwechslungsreiches Album mit einer guten Beat- und Featureauswahl. So wirklich hängen geblieben, ist mir bei der Platte aber nicht wirklich viel, außer 'The Agreement', der auf der Platte stark heraussticht. Die beiden Skits fand ich ziemlich nervig. Zumindest 'Stupid Questions' hätte man meiner Meinung nach ruhig weg lassen können. Im Großen und Ganzen kein schlechtes Album, hat mich aber leider nicht wirklich gecatcht." - 6/10
7.3/10

Kurzfassung

Mit ihrem ersten Album nach über 15 Jahren kann uns das New Yorker Trio weitestgehend überzeugen. Trotz wenig Struktur präsentieren Styles P, Jadakiss und Sheek Louch sich auf dem neuen Album sehr vielseitig.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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