Die Meinung der Redaktion zu „The Seven“ von Talib Kweli & Styles P

Mindestens zwei Jahre liegt das letzte h+tolo-Output von Talib Kweli und Styles P mittlerweile schon zurück, jetzt haben sie die beiden New Yorker zusammengerauft um ein gemeinsames Projekt auf die Beine zu stellen. „The Seven“ – simpel betitelt nach der Anzahl der Songs – heißt das erste gemeinsame Projekt der Beiden, auf das sie bereits im vergangenen Dezember erste Hinweise gaben. Dabei sind nicht nur sieben Songs auf der EP zu finden, auch sieben Gäste holen die Golden Era Rapper an ihre Seite. Weggefährten wie Common, Rapsody, Niko Is, Lil Vic, Chris River und natürlich Styles Ps The Lox-Partner Sheek Louch und Jadakiss. Wir haben „The Seven“ besprochen.

Talab Kweli & Styles P – „The Seven“ kaufen

 

  • 7/10
    Lukas: "Solide Platte mit zum Thema passenden Beats und großkarätigen Features. Neben passendem Flow und ansteckenden Melodien haben die beiden es auch geschafft, thematische deepness so zu verpacken, dass es nicht anstrengend wird zuzuhören. Dazu trägt natürlich auch die Kürze des Albums bei, das aber vielleicht grade deswegen so on Point wirkt. Große Innovationen gibt es zwar nicht, aber solide Rapleistung und starke Produktion." - 7/10
  • 6/10
    Marvin: "Talib war für mich immer fester Bestandteil der alten Schule, wo ich mich aber ehrlich gesagt nicht so gut auskenne. Völlig unvoreingenommen in das Album, habe ich schnell gemerkt, dass das um einiges frischer klingt als erwartet. Keine altbackenen Sounds sondern Oldschool versetzt in das Jahr 2017. Mit den nur sieben Tracks für eingefleischte Fans vielleicht etwas zu kurz, für mich aber ein sehr angenehmer Appetithappen, der eben nicht abgelaufen schmeckt. Vor allem das Jadakiss-Feature hat mich in eine frühere Zeit zurück versetzt und mir insgesamt gut gefallen." - 6/10
  • 7/10
    Cedric: "Mein innerer Rucksackträger hat sich unglaublich über dieses kurze Projekt gefreut. Die Beats sind einwandfrei und über die Fähigkeiten von Talib und Styles muss man eigentlich nichts mehr sagen. Schön auch, dass die Beiden auf dem Projekt sozialkritisch sind. Das einzige, was mich wirklich irritiert hat ist, dass man auf so einem kurzen Tape so viele Features hat. Die hätte es für mich nicht gebraucht.“ - 7/10
  • 6/10
    Jakob: "Kweli und Styles P sind Rapper, die auch aufgrund meines Alters, nie eine richtige Rolle in meinem Rap-Kosmos gespielt haben. Natürlich bleiben die zwei ihrem Stil treu und machen damit nichts falsch, denn an der EP habe ich nichts auszusetzen. Jedoch finde auch wirklich nichts besonders. Ich habe bereits nach den ersten Tracks gemerkt, dass ich mir diese EP wohl nie wieder mehr anhören werde. Alles ist top gemacht, die Beats sind teilweise wirklich hervorragend produziert. So richtig catchen tun mich aber nur die wenigsten ('Let it Burn'). Und wenn mich Beats nicht überzeugen, dann ist der Zug bei mir abgefahren, auch wenn Raps und Lyrics sitzen. Trotzdem finde ich es top, das Kweli nach wie vor die politische Fahne hochhält. Dafür werde ich immer Props geben. Menschen mit emotionalem Bezug zu den beiden werden das Ding bestimmt feiern, auch wenn es nichts neu erfindet. Aber das soll es ja auch gar nicht." - 6/10
  • 7/10
    Yannick W.: "Was soll man groß zur EP sagen? Genau das, was die beiden Namen versprechen ist drin und zwar über die beinahe gesamten 30 Minuten. Der einzige Moment, in dem die durch und durch New Yorkig rumpelnde EP ihren Stil ein wenig ausdehnt, ist das treibende 'In the Field', in dem die beiden, ausnahmsweise auch ohne Features, sehr energisch ihrem Unmut über massiven Rassismus und Polizeigewalt Luft machen. Die Wortwahl schießt dabei zwar gelegentlich übers Ziel hinaus, aber die Message stimmt – vielleicht sogar gerade wegen der harschen Vergleiche. Ansonsten eine Platte, die jedem, der ohnehin einen Draht zur Musik der New Yorker hat, durchweg gefallen wird. Den Hörer-Nachwuchs vom Alten Sh*t überzeugen werden sie mit dieser EP allerdings eher nicht. Achja, den eher unangenehmen Ausflug in Richtung Angst vor Überwachungsstaat und Fake News kann lediglich ein starker Common-Part retten, das hätte nun wirklich nicht sein müssen." - 7/10
6.6/10

Kurzfassung

Viele Gründe zu meckern lassen Talib Kweli und Styles P. nicht, besonders Fans kommen mit „The Seven“ voll auf ihre Kosten. Überraschen kann das Duo mit der EP allerdings nicht.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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