Die Meinung der Redaktion zu „Allé Allé“ von Soufian

Bereits seit mittlerweile mehr als einem Jahr hält Haftbefehl größte Stücke auf einen jungen Offenbacher: Soufian. Bereits mehrfach an der Seite der übrigen Azzlack-Member und dessen Dunstkreis rund um Nimo, Hanybal oder Ufo361 aufgetreten, stand mit dem neuen Jahr auch der offizielle Startschuss der Karriere als Solokünstler an. Für die Gruppe um ihre jungen Entdeckungen riefen Haftbefehl und sein Bruder Capo sogar ein neues Label ins Leben, das erste Release über Generation Azzlack ist nun in Form von Soufians erstem Tape erschienen, das auf den Namen „Allé Allé“ hört. Mit dabei sind gleich einige der musikalischen Freunde: Hanybal, Celo & Abdi, Capo, seine Labelkollegen Enemy & Diar und natürlich Baba Haft. Wir haben uns das erste Tape angehört. 

Soufian – „Allé Allé“ kaufen

 

Das sag die BACKSPIN Gang!
  • 5/10
    Yannick H.: "Werde ich nicht mit warm. Klingt wie die musikalische Quersumme der Azzlackz, ohne dabei mit etwas Eigenem, Innovativem um die Ecke zu kommen. „An alle Dealer“ bietet ansprechende Lyrics und einen dazu passenden Sound, auf „Weil ich muss“ liefert Hanybal einen soliden bis guten Part ab – vielmehr kann mich dann aber schon nicht überzeugen." - 5/10
  • 8/10
    Shana: "Ich habe Soufian schon länger auf dem Schirm und geahnt, dass da was gutes auf uns zukommt. Mit "Allé Allé" liefert er ein Album ab, das mehr als solide für das Debüt eines so jungen Künstler ist. Ich freue mich, in Zukunft mehr von ihm zu hören und hoffe inständig, dass der Hunger so groß bleibt, wie er gerade ist." - 8/10
  • 5/10
    Teresa: "Soufian hat, meiner Meinung nach, einen schwierigen Flow, auch die Themenvielfalt lässt auf 'Allè Allè' zu wünschen übrig und ist wirklich nichts Neues. Allerdings scheppern seine Beats größtenteils ordentlich." - 5/10
  • 4/10
    Sara: "Ziemlich weit von dem entfernt, was ich feiere. Ich persönlich kann mit dem Azzlack - Gehabe absolut nichts anfangen und das ist meiner Meinung nach auch einfach nicht mehr cool. Power hat er, muss man ihm lassen. Aber kombiniert mit seiner doch sehr hellen Stimmfarbe haut das leider teilweise mega unangenehm und aggressiv auf die Ohren. Die beats find ich ganz gut. Seinen Flow eigentlich auch, aber dieses schrille Gekläffe ist einfach nicht meins." - 4/10
  • 8/10
    Freddy: "Generation Azzlack schickt zum Auftakt des Jahres Soufian ins Rennen. Auf 16 Anspielstationen ist der Name des Projekts Programm: Es geht mächtig nach vorne. Bereits mit der Power der Videoauskopplungen konnte mich der Offenbacher vom Hocker reißen. Soufians Signature Voice auf den wummernden Beats legt innerhalb der Newcomer-Szene in Sachen Energie und Entschlossenheit ordentlich vor. Die auffällige Stimmgewalt wird musikalisch passend aufgefangen. Dieser konsonante Soundfaden zieht sich durch das gesamte Release. Einigen der soliden Tracks fehlt lediglich im internen Vergleich das Alleinstellungsmerkmal. Ähnlich wie bei Nimo vor fast einem Jahr, bin ich bei Soufian aber durchaus sehr positiv überrascht." - 8/10
  • 5/10
    Raphael: "Wütend bis nervig ist Soufians Stimme auf Dauer doch etwas zu viel. Wie der Titel schon vermuten lässt, wird sich hier ungeschminkt an French Styles bedient. Das tut Soufian überzeugt und größtenteils auch überzeugend. Könnte mit seinem durchaus spürbaren Hunger aber auch innovativer sein." - 5/10
  • 6/10
    Niels: "Was mir an Soufian gefällt ist, dass er ziemlich genau zu wissen scheint, wohin sein Sound gehen soll. Deshalb schafft er es sich zumindest soundtechnisch von vielen Streetrap-Newcomern abzuheben. Man merkt, hier wurde definitiv Wert auf die Produktionen gelegt, die mit ein paar wenigen Ausnahmen sehr düster gehalten sind und ordentlich nach vorne gehen. Dennoch ist meiner Meinung nach textlich und flowtechnisch noch Platz nach oben. Dann könnte es durchaus spannend werden." - 6/10
  • 5/10
    Yannick W.: "Was Nimo im vergangenen Jahr mit 'Habeebeee' eindrucksvoll gelang, will Soufian und seinem ersten Tape nicht so recht glücken: Den Sound des deutschen Straßenraps um eine Facette zu erweitern. 'Allé Allé' schlägt einen Bogen von Kaaris' brachialem Street-Sound zum düsteren Drill Chicagos. Was sich zuerst ziemlich spannend anhört, ist auf insgesamt 16 Songs tatsächlich anstrengend und wirkt teils, wie eine Collage der verschiedenen Charaktere rund um ihn herum. Eins muss man Soufian dennoch lassen: Mit seiner hörbar hungrigen Art und bellender Performance sticht er aus der Menge an Newcomern hervor, auch wenn mich das Paket, das er dafür schnürt nicht packt." - 5/10
5.8/10

Kurzfassung

Mit seinem ersten Tape kann sich Soufian, zwar von anderen Newcomern abheben, uns dennoch nur bedingt überzeugen. Grund dafür ist unter anderem das fehlende Alleinstellungsmerkmal seines Sounds im Azzlack-Camp.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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