Die Meinung der Redaktion zu „Amen“ von Rich Brian

„Sie bringen Asien auf die Karte“ hört sich bei den Umsätzen der dortigen Musikszenen nach einem Nonsens-Satz an. Und dennoch ist Rich Brian als der erfolgreichste Vertreter des 88rising Kollektivs der erste asiatische Künstler, der mit einem Release die Hip-Hop-iTunes-Charts auf links rollte und sich prompt selbst an der Spitze festsetzte. Wohlgemerkt mit seinem ersten Album und im zarten Alter von 18 Jahren. Mit „Glow like that“ hat er außerdem einen waschechten Hit im Rücken, mit Offset und den eigenen Crew-Kollegen Joji, August 08 und Niki ist gleich eine Menge Hype an Bord. Wir haben die Platte besprochen.

Rich Brian

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 5/10
    Josh: "Letzten Endes ziemlich unspektakulär. Verstehe den Hype nicht so ganz. Weder ein trashiger Totalausfall, noch eine Erleuchtung. Musikalisch nicht besonders weit weg von anderen 18-Jährigen, die gerade in den USA am Start sind, nicht meins." - 5/10
  • 7/10
    Jakob: "Stabiles Debüt, bei der mir die erste Hälfte deutlich besser gefällt, als die zweite. Gut wie minimalistisch produziert, Brians Stimme und sein Flow machen wirklich Spaß." - 7/10
  • 8/10
    Sabrina: "Auf 'Amen' scheint Rich Brian mehr Künstler als Kunstfigur zu sein und damit macht er sich greifbarer und seine Musik für mich viel zugänglicher. Dabei hält er die angenehme Wage zwischen Emotionalität und Proleterei. 'Introvert' ist nicht zuletzt wegen Jorji mein klarer Favorit – letztendlich sind aber alle Tracks der Platte gut hörbar und machen als Gesamtwerk viel Spaß." - 8/10
  • 7/10
    Yannick W.: "Voll im Trend und trotzdem kaum generisch, irgendwie eigenständig. Kalkül möchte man Brian Immanuel bei diesem Debüt nicht unterstellen, deutlich ehrlicher als vermutet fällt es aus. Mir gefällt's – auch wenn es sich als LP kaum von der Trap-Flut abhebt – allein schon, weil Joji immer wieder verzaubert." - 7/10
  • 6/10
    Niels: Für mich besteht die LP hauptsächlich aus zwei Facetten: Tracks, auf denen geflext wird und die sich gut auf der ein oder anderen Party machen würden und solchen, auf denen der Indonesier auf äußerst smoothen Beats persönliche Einblicke in seine Person liefert. Dieser Wechsel, der sich fast von Track zu Track vollzieht, bringt eine gewisse Abwechslung in die Dynamik. Meiner Meinung nach stehen ihm die persönlichen Tracks allerdings deutlich besser. Gerade weil noch nicht allzu viel über den Rapper bekannt ist, nehmen mich hier die Inhalte deutlich mehr mit ('Introvert', 'Little Prince'). Die melodische und unaufgeregte Vortragsweise steht dem jungen Rapper ziemlich gut und auch, wenn der ein oder andere Song noch etwas roh klingt, macht es den Anschein, dass er schon ziemlich genau weiß, wo seine musikalischen Stärken liegen. Jetzt liegt es an ihm, seinen Sound noch weiter auszuarbeiten und sich eventuell beim nächsten Album auf ein einheitliches Soundbild zu fokusieren. Dann könnte die nächste Veröffentlichung ein durchaus rundes Ding werden." - 6/10
  • 6/10
    Lukas G.: "Ich weiß nicht so recht was ich von 'Amen' halten soll. Ein paar Lieder, wie 'Arizona' und 'Cold' gefallen mir gut, wohingegen mir andere zu rough sind oder mir die Art zu rappen nicht zusagt. Brian trifft eher meinen Geschmack, wenn er singt, als dass er rappt. Insgesamt ist das Ganze für mich keine Offenbarung, aber ein solides Album." - 6/10
  • 7/10
    Jonas: "Ich weiß nicht was es ist, aber Rich Brian macht einiges deutlich besser, als andere Rapper mit einem ähnlichen Soundbild. Stellenweise relativ anstrengend, aber unterm Strich kann ich schon sehr viel damit anfangen. Begründen kann ich das aber noch nicht so wirklich." - 7/10
6.6/10

Kurzfassung

Als Debüt durchaus stark, kann sich Rich Brian trotzdem nicht vollends von den vielen Kollegen abheben, schwimmt allerdings nicht zu unrecht sehr weit oben auf der Welle mit.

Sag uns deine Meinung. Bewerte "Amen" auf einer Skala von 1 bis 10.

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Ich kann quasi nur über Musik reden...
Razer

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