Die Meinung der Redaktion zu „Dear Annie“ von Rejjie Snow

Debütalben und Perfektionismus, eine ewige Geschichte, die schon oft genug Hypes verpuffen ließ. Und rund um die erste EP „Rejovich“ des Iren Rejjie Snow kann man durchaus von einem Hype sprechen. Ein Hype der irgendwann wieder verpuffet. Nur logisch, wenn man stolze vier Jahre komplett in der Versenkung verschwindet. 2017 dann ein neues Lebenszeichen, ein Mixtape und das Versprechen, dass das erste Album des in Dublin aufgewachsenen Rappers tatsächlich bald erscheinen solle. Und er hielt Wort. Nachdem erste Vorgschmäcker in EP-Form auf die Fans losgelassen wurden, gab es iemlich pünktlich rund um den Valentinstag er die erste LP zu hören. Ein Album über verflossene Lieben. Zusammengehalten werden die Geschichten, die er auf den insgesamt 20 Anspielstationen auf verträumtem Neo-Soul-Boom-Bap erzählt, von einem immer wieder eingeschnittenen Interview. Wieder ein Konzept-Debüt also. Wir haben besprochenen, ob sich das Warten gelohnt hat. 

Rejjie Snow – „Dear Annie“ kaufen

 

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 9/10
    Yannick W.: "Da ist diese Wiese mit einem Kirschbaum, die keiner außer dir kennt. Du liegst auf einer Decke, deine auserkorene Person an der Seite, ihr schaut in die rosa-weißen Blüten der Baumkrone. Für den Moment ist alles perfekt. Mit den Jahren wird diese Wiese zu einer Art Ritual-Punkt. Nur der Mensch an deiner Seite, der wechselt über die Jahre immer wieder. Das ist dieses Album." - 9/10
  • 9/10
    Oliver: "Genau die Musik, die ich auf langen Autofahrten mag. Das Hören hat was von Meditation für mich. Ich höre 'Dear Annie' und ich bin in einer anderen Sphäre. Ich werde es sicher nicht 24/7 hören, aber in den richtigen Momenten ist es ein Volltreffer. Es hat etwas sehr leichtes, trotzdem Tiefe. Ein super Album." - 9/10
  • 8/10
    Jakob: "Für meinen Geschmack ein wenig zu lang, aber die Stimmung und der Sound macht es wett. Denn er ist spannend und zieht sich durch die Platte hindurch. Inhaltlich konnte ich mich noch nicht wirklich mit 'Dear Annie' auseinandersetzen, aber Rejjies smoothe Flows und seine allgemeine Herangehensweise überzeugen mich von Anfang an." - 8/10
  • 9/10
    Sabrina: "Rejjie Snow als Protagonist taugt mir mehr als so mancher Charakter eines Bestseller-Autors. Auf 20 Tracks schafft der Ire es, Emotionen in komplexester Art und Weise darzustellen und damit sowohl inhaltlich, als auch musikalisch, eine der für mich bisher bedeutendsten Platten 2018 entstehen zu lassen." - 9/10
  • 7/10
    Niklas: "Eine Art Konzept-Album über das Auf und Ab einer Beziehung zu machen ist wohl irgendwie das am häufigsten gebrauchte Konzept für ein Album dieser Art. Tendenziell muss das auch gar nicht schlimm sein, da sich Liebe in den seltensten fällen gleicht, dennoch zeigt sich hier irgendwie das grundlegende Problem, welches sich wie ein zu weit aufgedrehter Hall über das gesamte Album zu legen scheint. So richtig fehlt es der Platte in ihren letzten Zügen. Ein Alleinstellungsmerkmal geht trotz der absurd großen Vielfalt aus hemmungslos vermischten Genres und Strömungen verloren. Sicherlich bringt die Platte eine Handvoll wirklich gute Songs hervor, jedoch wirkt sie am Ende als Ganzes zu sehr zerdacht, angepasst und überkomprimiert." - 7/10
  • 9/10
    Anastasia: "Eine Hommage an verflossene Liebe. Musik um sich mal zurück zu lehnen und in alten Erinnerungen zu schwelgen." - 9/10
  • 6/10
    Josh: "Auf jeden Fall ein Künstler. Keine konstruierte Sache, jedes Wort ist echt. Allerdings hilft das auch nicht, wenn einem der Sound nicht gefällt. Teilweise zu langweilig, manchmal nerven mich die Gesangseinlagen (z.B. Rainbows). Macht das Album jedoch nicht schlechter, reine Geschmacksfrage." - 6/10
  • 9/10
    Carina: "Finde das Album gerade zum chillen und nebenbei hören echt gut. Man ist komplett in seinem eigenem Film. Entspannte Beats und angenehme Stimme die einem ins Ohr murmelt. Wenn man danach nicht relaxed ist…" - 9/10
  • 9/10
    Yannick H.: "Von Stimmfarbe und Experimentierfreudigkeit erinnert mich der Ire an Tyler, the Creator. Und so kommt auch das Debütalbum sehr facettenreich daher und will sich nicht auf das eine Genre beschränken lassen. Da trifft Funk auf die souligen Chöre diverser weiblicher Gastfeatures und lässt die Coolness hochleben. Für mich ist „Dear Annie“ schon jetzt eine der positiven Überraschungen des Jahres. Ein Album, dass trotz 20 Anspielstationen an keiner Stelle Langatmigkeit aufkommen lässt." - 9/10
8.3/10

Kurzfassung

Mit „Dear Annie“ verzaubert uns Rejjie Snow beinahe ausnahmslos und kredenzt ein Debüt, dass wohl für einige Wiedersehen in den Jahresbestenlisten sorgen dürfte.

Sag uns deine Meinung. Bewerte "Dear Annie" auf einer Skala von 1 bis 10.

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