Die Meinung der Redaktion zu „Feueremoji“ und „Tropfenemoji“ von Reezy

In den wohl newcomerstärksten Jahren der jüngeren Deutschrap-Geschichte kann Windschatten manchmal ziemlich gut tun. Wenn dann einer der besten Freunde auch noch den Hit des letzten Jahres landet, dann ist die Freude im Newcomer-Herz umso großer. Also schlich sich Reezy im letzten Jahr als Voract und Back-Up von Bausa ohne viel mediales Aufsehen in die Herzen einiger Hörer, um 2018 mit einem ziemlichen Knall zu starten. Der Sprung aus dem Schatten des Homies gelingt nämlich mit einer doch reichlich ungewöhnlichen Aktion. Nur ein paar Tage nach dem Debütmixtape wurde bereits das nächste Tape angekündigt – für die Folgewoche. Die beiden Releases, die so kurz nach einander erscheinen stehen natürlich in Verbindung, nicht nur durch die jeweils einem Emoji gewidmeten Titeln. Auf dem ersten Tape, das im Zeichen des Feuers steht wird primär geflext – ob mit Bars oder mit Hype-Klamotten. Auf dem Nachfolger, benannt nach einem Tropfen wird’s dann persönlicher, Reezy arbeitet verschiedene Stationen des eigenen Lebensweges auf. Übrigens: Produziert hat er die beiden Tapes auch komplett selbst. Wir haben die Releases besprochen.

Reezy – „Feueremoji“ kaufen

 

Reezy – „Tropfenemoji“ kaufen

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 5/10
    Yannick W.: "Eine solide Visitenkarte. Die Produktionen bilden ein Mosaik aus zahlreichen zeitgeistigen Einflüssen, dabei wird das eigene Ego irgendwie charmant, aber eben auch dominant inszeniert. Hat zwar Hitze, ist mir aber insgesamt noch zu platt." - 5/10
  • 8/10
    Lukas R.: "Deutschrap 2018 eben nicht wie die Stieber Twins. Melodien, Flow, Effekte, Drip! Wer das nächste große Ding sucht ist mit Reezy gut beraten. Sowohl als Producer als auch als Interpret." - 8/10
  • 6/10
    Josephine: "Reezy trifft mit seinem „Feueremoji“ Mixtape auf jeden fall den aktuellen trapigen Zeitgeist. Die Beats gefallen mir eigentlich recht gut, trotzdem ist mir nach den 30 Minuten nicht viel aufregendes oder besonders im Gedächtnis hängen geblieben." - 6/10
  • 4/10
    Jonas: "Inhaltlich, technisch und beatmäßig, bis auf 1-2 Ausnahmen, absolut nicht meins. Der ganze „Was du liebe nennst“ - Sound wird mir einfach zu sehr ausgeschlachtet. - 4/10
  • 6/10
    Josh: "Bin beeindruckt, wie routiniert er auf seinem ersten Release bereits klingt. Vom Stil her gar nicht so besonders, aber er macht es einfach besser als ein Großteil der Konkurrenz." - 6/10
  • 5/10
    Jakob: "Das ist zwar gut produziert und klingt auch ganz cool – aber es ist halt zu 100 Prozent belanglos. Es sei denn, ich möchte mich über neue Streetwear informieren oder über dicke Booties. Ich bin langsam übersättigt vom inhaltslosen Trap. - 5/10
  • 7/10
    Alexios: "Man sieht den Einfluss von Drake und Konsorten, aber Reezy macht es extrem gut. Der Flow sitzt und die Beats sind nice. Lyrisch bietet es natürlich nicht viel Tiefgang, aber für den Club und diesen Sommer reicht es allemal." - 7/10
  • 9/10
    Marvin: "Reezy ist für mich eine der größten deutschen Newcomer-Hoffnungen. Seine coole, todesentspannte Art in Kombination mit seiner Herangehensweise an Musik gehen mir irgendwie sehr gut ins Ohr. 'Feueremoji' ist für mich bisher definitiv eine der spannendsten Veröffentlichungen dieses Jahr. Direkt die ersten drei Songs sind für mich auch die drei stärsten, wobei Neptunes eine besondere Erwähnung verdient hat. - 9/10
6.3/10

Kurzfassung

Zwar zeitgemäß produziert, insgesamt aber zu plump kommt uns Reezys „Feueremoji“ daher. Nichtsdestotrotz ein amtlicher Einstand.

  • 7/10
    Josh: "Gefällt mir besser, weil es düsterer ist als der erste Teil. Ähnlich wie sein Kumpel Bausa verkörpert er einfach eine natürliche Coolness, die sich schwer beschreiben lässt. Freue mich auf das Debütalbum." - 7/10
  • 6/10
    Yannick W.: "Gefällt mir von den beiden Tapes besser. Die Texte scheinen durchdachter, auch wenn man am Ende mehr aus Reezys Beziehungsleben erfährt als von seiner Person. Ich mag die entschleunigtere Produktion und habe das Gefühl, dass Eineige Tracks mit weniger Autotune noch besser funktioniert hätten." - 6/10
  • 5/10
    Jakob: "Inhaltlich ähnlich belanglos wie 'Feueremoji', wenn auch gefühlt mit mehr Ruhemomenten. Gefällt mir einen Tick besser als 'Feueremoji', in meine Playlist wird es Reezy damit aber auch nicht schaffen." - 5/10
  • 7/10
    Josephine: "Gleiches Problem wie vorher - das Mixtape ist im Gesamten ziemlich okay, aber halt nichts superkrasses. Ein paar Lieder kann ich mir aber trotzdem ganz gut in meiner 'Party Warm Up' Playlist vorstellen." - 7/10
  • 5/10
    Jonas: "Berührt mich tatsächlich schon mehr als Feueremoji, aber ist trotzdem nicht meins. Der ganze Singsang auf Autotune über sein Baby ist hier und da zwar mal ganz cool zu hören. Allerdings auf kompletter Albumlänge halt einfach nur anstrengend." - 5/10
  • 7/10
    Lukas R.: "Wem der Sound von Feueremoji gefällt, aber heute eher einen ruhigen Tag hat, der ist hier richtig. 2018er Deutschrap in etwas entspannter und nachdenklicher. Trotzdem kein Conciousrap. Reezy deckt einfach alle Bedürfnisse ab, von denen man nichtmal wusste, dass man sie hatte." - 7/10
  • 8/10
    Alexios: "Im Vergleich zu 'Feueremoji' ist 'Tropfenemoji' gechillter und mehr laid-back. Gefällt mir persönlich besser, da es auch lyrisch etwas stärker ist als 'Feueremoji'." - 8/10
  • 7/10
    Marvin: "Als ich gehört habe, dass Reezy einen Future zieht, haben sich alle Sensoren in Richtung 'legendär' aufgestellt. Vom Move her sehr cool, leider war 'Tropfenemoji' seinem feurigen Vorgänger leider unterlegen. Das liegt nicht unbedingt daran, dass der Tropfen so schwach ist, sondern einach daran, dass ich das Feuer so unfassbar gut finde."  - 7/10
6.5/10

Kurzfassung

Gefällt uns besser, auch wegen der größeren Greifbarkeit Reezys selbst. Am Ende steht die Hit-Tauglicheit allerdings einigen Songs in Sachen Tiefgang im Weg.

 

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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