Die Meinung der Redaktion zu „The Wild“ von Raekwon

Betrachtet man die gesamten Diskographien, hatte kaum ein Mitglied des Wu-Tang Clans einen derart konstanten Rückhalt von Fans und Kritik im Laufe seiner Solokarriere, wie Raekwon. Begonnen mit dem Klassiker „Only build 4 Cuban Linx“, das auch heute, über 20 Jahre nach dem Release noch prägt, legte der New Yorker eine vorbildliche, oft sehr unaufdringliche Karriere hin. Sogar die oft unlösbar scheinende Aufgabe, das Debüt mit einem zweiten, ebenbürtigen Teil zu versehen, meisterte Raekwon. Für seine siebte LP „The Wild“ nahm sich der Wu-Tang Rapper dieses Mal rund zwei Jahre Zeit, auf dem Nachfolger zu „Fly International Luxurious Art“ verzichtet er gänzlich auf Unterstützung aus der eigenen Crew, holt sich stattdessen Lil Wayne, G-Eazy, CeeLo Green, P.U.R.E und Andra Day an seine Seite. Wir haben die neue Platte besprochen.

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Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 7/10
    Niko: "Überraschend gutes Album. Habe immer meine Sorgen bei den alten Recken, dass sie die Übertragung von Style und Attitüde nicht in die Neuzeit schaffen. Ob das hier klappt, kann ich auch nur bedingt behaupten. Aber es klingt, klassisch, dennoch frisch und hat ein paar Überraschungen im Köcher. Macht es zu einer runden Sache." - 7/10
  • 8/10
    Lukas: "Wer Raekwon auch nur ein bisschen kennt, der wird ungefähr die gleichen Erwartungen haben wie ich. Boom-Bap-Beats und Delivery mit Energie und Sinn. All das ist 'The Wild', allerdings nicht in einer Art und Weise, die man von einem Veteran des Rapgames erwartet. Nicht etwas staubig und etwas der Zeit hinterher hinkend. Nein, Raekwon schafft es, alles zu machen wie sonst auch, aber in einem neuen frischen Gewandt, das es immernoch Relevant hält. Features von Lil Wayne und G-Eazy tragen ihren Teil zu diesem Eindruck natürlich bei, aber auch allein schafft Chef eben dieses Kunststück. Und obendrauf gibts am Ende noch einen Trapbeat. Starkes Ding und vorallem angenehm zu hören." - 8/10
  • 7/10
    Yannick W.: "Er kann glaube ich gar kein schlechtes Album machen. Auch 'The Wild' lebt wieder von einer Art Straßen-Conciousness. Raekwon zeigt sich selbstreflektiert, im Spagat zwischen eigenem Konsumverhalten und sozialen Missständen. Dass das stellenweise in gerappten Kalenderblättern endet, schmälert zwar das Gesamtbild ein Stück, macht das Album dennoch nicht weniger aussagekräftig. Und auch, wenn der Sound sehr klassisch gehalten wird, wirkt 'The Wild' nie eingerostet, gerade mit Gästen wie Lil Wayne oder G-Eazy an seiner Seite klingt Raekwon trotz der nahenden 50 noch immer auf der Höhe der Zeit, ohne sich Trends anbiedern zu müssen. Und das gelingt leider nicht allzu vielen." - 7/10
  • 8/10
    Anna S.: "'The Wild' stellt mit modernen und sanften Instrumentals eine angenehme Soundkulisse für Raekwons drückende, leicht aggressive Delivery bereit. Die Klänge sind sehr undurchsichtig, bleiben dafür aber spannend – Trotz der vielfältigen Musikkomponenten kommt das Ganze innerhalb der elf Tracks auf den Punkt. Mir gefällt vor allem der rohe, stilvolle Sound den Raekwon auf 'The Wild' transportiert." - 8/10
  • 7/10
    Sara: "Gutes Teil, so wie man es von Raekwon erwarten würde. Hab’s sofort gefühlt, der Vibe und die Beats holen mich direkt ab und ich kann mir das Kopfnicken gar nicht verkneifen. Irgendwie bleibt der absolute Kracher aber aus. Trotzdem ist es ziemlich gut… Er hat es durchaus drauf und es steckt großes Potential in ihm. Im Album gibt es wirklich auch keinen einzigen Track, den ich scheiße finde. Ich feier’s, ich find’s geil, ich werd’s auch privat weiterhören… nur total geflasht bin ich nicht." - 7/10
  • 7/10
    Cedric: "Auf dem Album beweist Raekwon, wie schon auf seinem letztjährigen Album 'Fly International Luxorious Art', dass er auch über moderne Beats immer noch nicht eingerostet klingt. Diesmal hat er allerdings wesentlich weniger Featuregäste, was mich sehr freut und das Album beim durchhören einen besseren Fluss gibt. Die Ausflüge in Richtung Pop mit Andra Day und G-Eazy passen für mich überhaupt nicht auf das Album, selbst wenn Raekwon selbst dabei seinen eigenen Stil nicht verliert, aber so ganz passen will das nicht. Ansonsten ein gutes Album, ohne wirklich große Highlights, für mich." - 7/10
7.3/10

Kurzfassung

Mit seinem siebten Album reißt die Qualität in Raekwon Diskographie nicht ab. Auch ‚The Wild‘ kann als Gesamtwerk sehr überzeugen, schafft es, trotz altbekannter Präsentationsweise, nicht altbacken zu klingen. Lediglich ein herrausstechendes Highlight sucht man vergebens.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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