Die Meinung der Redaktion zu “Desperadoz 2” von PA Sports und Kianush

Im vergangenen Herbst ließ Kianush seine Fans für kurze Zeit schnappatmen. Via Social Media schoss er subtil immer wieder in die Richtung seines Entdeckers und Labelpartners PA Sports. Doch schnell stellte sich heraus: Böses Blut gab es nie, am Ende fand das Duo auf dem Weg zu ihrer zweiten Zusammenarbeit auf Albunlänge wohl einfach Spaß am Verwirrspiel. Und damit war ziemlich schnell auch in der Öffentlichkeit klar: “Desperadoz” bekommt einen Nachfolger spendiert. Diente der erste Teil noch eher als musikalische Visitenkarte für Kianush an der Seite des bereits gestandenen PA Sports, begegnen sich die Beiden auf dem Nachfolger auf Augenhöhe. Und da man als Duo bereits mit doppelter Präsenz aufwarten kann, wird auf “Desperadoz 2” gänzlich auf Features verzichtet. Wir haben den Jahresstart im Hause Life is Pain besprochen.

PA Sports und Kianush – “Desperadoz 2” kaufen

 

 

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 5/10
    Oliver: "Die beiden können rappen und haben Skillz. Keine Frage. '10 Millionen' gefällt mir von dem Album am besten, ansonsten finde ich es aber auf Dauer eher langweilig und ich würde gerne oft weiter skippen. Die Beats hauen mich nicht um und thematisch geht es neben dem fetten Umsatz dem man macht, nur darum, wie scheiße das Leben doch ist. Unfair. Die Art und Weise wie die Themen behandelt werden, sagt mir nicht so zu. Die Songs berühren mich nicht wirklich und ich kann mich Null mit der Musik identifizieren." - 5/10
  • 6/10
    Josh: "Nette Abwechslung im aktuell sehr eintönigen Straßenrap. Die Symbiose zwischen modernen Hooks und staighten Parts funktioniert mal besser ('Back tot he Roots', 'Mörder'), mal schlechter ('Paradies'). Als Gesamtwerk jedoch von ziemlich kurzer Halbwertszeit." - 6/10
  • 5/10
    Yannick W.: "Auch wenn beide stark performen und wunderbar auf einander abgestimmt agieren; gekonntes Handwerk macht noch kein gelungenes Album. Zwischen der konfrontationen Attitüde und dem gewählten Soundbild klafft eine gigantische Lücke, auf eine minutenlange Trend-Hasstirade folgt eine Karibik-Gitarre samt Autotune-Hook. Der Rest wird aufgefüllt mit altbekannten Konzepten. Schade." - 5/10
  • 4/10
    Jonas: "Handwerklich bestimmt hier und da eine amtliche Leistung. Aber inhaltlich und beattechnisch absolut gar nicht meins. 'Ich bin sowas wie deine Schussweste und fang für dich eine Kugel ab', solche Lines sind mir einfach zu prätentiös und kitschig und spiegeln das ganze Album wieder." - 4/10
  • 5/10
    Jakob: "Das ist handwerklich gut gemacht, aber es langweilt mich bereits nach fünf Tracks. Super Technik, ordentliche Beats, aber wer gegen Trends wettert und trotzdem gefühlt jeden zweiten Song auf autotunegetränkte Hooks oder eingängige Rhythmen setzt , der verfehlt die Wirkung seiner Aussage. Wieder einmal ein klassischer Widerspruch auf Albumlänge, der eigentlich hätte auffallen müssen." - 5/10
  • 6/10
    Lukas G.: "Das 'Wie kein Andrer, der vor ihm kam' im Intro wirkt für mich deplatziert, da Kianush mich direkt an KC Rebell erinnert. An und für sich passt alles schon zusammen. Rap und Beats ergänzen sich irgendwie. Leider kommt dabei nichts Neues oder Interessantes heraus und es bleibt lediglich hängen, dass die Beiden gut rappen können. Weiterer Minuspunkt sind für mich die gesungenen Hooks." - 6/10
  • 5/10
    Yannick H.: "Inhaltslose Lines bis hin zu platten Phrasen, ein fragiles Soundkonstrukt – meine Sache ist 'Desperadoz 2' definitiv nicht. Noch am ehesten wissen mich einzelne Parts von PA zu überzeugen, jedoch spricht mich das Zusammenspiel der beiden Rapper nicht sonderlich an. Kein Track dabei, der positiv heraussticht und hängen bleibt." - 5/10
5.1/10

Kurzfassung

Wirklich mitreißen kann das Life is Pain-Duo trotz ihrer Rap-Skills und guter Produktion nicht. Zu uninovativ, redundant und widersprüchlich fällt das Album aus.

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