Die Meinung der Redaktion zu „Oh Wow“ von Olson

Deutschrap-Hits sind mittlerweile getragen von einem Gefühl, einer Emotion, einem eingefangenen Moment. Dass man sich gleich vier Jahre Pause und eine Menge Anläufe mit verschiedenen Teams für das zweite Major-Album nimmt, kommt da einer Seltenheit gleich. Im Falle Olson lag die Lösung der kniffeligen Aufgabe, einen Nachfolger zum 2014er Album „Ballonherz“ zu kreieren in der Eigenregie. Mit YouTube-Tutorials und Trail & Error verfahren brachte sich der Exil-Düsseldorfer das Produzieren bei, um „Oh Wow“ auf die Beine zu stellen. Natürlich kommt die Platte bei dieser Herangehensweise ohne Features aus, bildet wohl am eindeutigsten die Vision Olsons ab. Wir haben die LP besprochen. 

Olson – „Oh Wow“ kaufen

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 7/10
    Léon: "Olson kreiert auf seinem neuen Langspieler einen atmosphärischen, aber dennoch nicht überfüllten Sound, der sich durch das gesamte Album zieht. An einem roten Faden mangelt es nicht, allerdings ein wenig an seinen Inhalten. Das Themenspektrum ist leider etwas kurz geraten und auf den 16 Tracks ist selten mal ein richtiges Highlight zu finden, sodass das Release am Ende zu langatmig und Flach wirkt. Allerdings ist das Ganze als eine sehr positive Entwicklung anzusehen, auch weil sich Olson etwas melodiöser und muskalischer zeigt, als auf Vorgänger Releases und durch die komplette Eigenproduktion sich einen Rahmen schafft, in dem er sich besser entfalten kann als noch zuvor." - 7/10
  • 8/10
    Yannick W.: "Das Problem mit der Pop-Musik per Definitiona Sound ist ihre oft mangelnde Aufrichtigkeit. Und weil Olson mit genau diese eine Schwierigkeit durch die Rap-Seele überwunden zu haben scheint, funktioniert 'Oh Wow' noch besser als das nach wie vor sträflich unterschätzte 'Ballonherz'. Inhaltliche Projektionsfläche trifft auf eingestreute Schicksalsschläge auf einem gänzlich schlüssigen Sound-Konstrukt. Wenn es mit der gebotenen Identifikation dann gelegentlich zu viel wird, verliert sich auch 'Oh Wow' in Plattitüden – für mich aber zu verschmerzen." - 8/10
  • 7/10
    Josh: "Ich freue mich wahnsinnig über sein Comeback. Olson Rough war ein Soundtrack meiner Dorfjugend, Ballonherz begleitete mich durchs Abi und seitdem habe ich gewartet. Darum kann das Album meinen Erwartungen und Ansprüchen natürlich gar nicht gerecht werden. Im Vergleich zum Letzten (eine glatte Zehn), gefallen mir hier nicht alle Songs. Songs wie 'Familie' oder 'Persil' kommen mir vor wie B-Ware, die schnell gemacht wurde, um endlich zu releasen. Zudem ärgere ich mich bei manchen Songs wie kurz sie sind. Im Gegensatz zu Olson, wirkt für mich z.B. 'Safe' nicht fertig und 'Wie gewohnt' hätte eine krasse Hook sein können. Im Gegenzug brachte mir das Album mit 'Okay fein' und 'Blumen vorm Haus' gleich zwei von meinen drei deutschsprachigen Lieblingssongs in 2018 bisher. Schön, dass er zurück ist. Jetzt bloß nicht wieder verschwinden!" - 7/10
  • 6/10
    Daniel: "'Oh Wow' ist durchgängig sehr poppig angehaucht, was zum einen die Produktion und zum anderen die Mischung aus Gesang und Rap angeht. Dabei geht es musikalisch locker zu, während inhaltlich eher melancholische Themen behandelt werden. Bei einigen Songs wirkt diese tiefe Thematik aber etwas erzwungen." - 6/10
  • 7/10
    Peter: "Unfassbar routiniert zeigt sich Olson auf seinem neusten Album. Das klingt alles so nach seiner Komfortzone, dass es auch mich mitgenommen hat. Hier und da ist ein Lied, das für meinen Geschmack etwas übers Ziel hinausschießt, aber rundum steht der Titel des Album ihm zu." - 7/10
7/10

Summary

Nach vier Jahren Pause meldet sich Olson mit einem sehr durchdacht klingenden Album zurück, das durch einige skizzenhafte Songs trotz der starken Pop-Einflüsse einen sperrigen Charakter bekommt. 

Sag uns deine Meinung. "Oh Wow" auf einer Skala von 1 bis 10.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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