Die Meinung der Redaktion zu „Victory Lap“ von Nipsey Hussle

Braucht es in der Zeit von DatPiff und Spotify überhaupt noch Alben? Loslassen will man noch nicht so richtig vom Format. Und gerade bei vom Perfektionismus getriebenen Musikern können sich die Prozesse hinter dem Defining-Moment, dem schlüssigen Album, gerne mal ziehen. Mit Nipsey Hussle findet sich ein weiterer Rapper, der Musik über Musik produzierte, das angekündigte Album allerdings immer wieder auf die lange Bank schob und die Fans mit Mixtapes vertröstete. Daraus resultierte das Absudrum, bereits vor dem Debütalbum zwei Greatest Hits Platten in Umlauf bringen zu können. Mittlerweile allerdings ist „Victory Lap“ durch den Nipsey’schen Qualitätscheck gelangt und landete – nicht wie angekündigt bereits 2013 – in diesem Frühjahr endlich in den Regalen. Ob die mittlerweile acht Jahre seit dem Durchbruch tatsächlich eine zu lange Wartezeit darstellen oder ob die Debüt-LP überzeugen kann, haben wir besprochen.

Nipsey Hussle – „Victory Lap“ kaufen

 

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 5/10
    Yannick W.: "Zu orientierungslos. Der titelgebende Opener klingt wie seit 2011 herumliegend, der Closer nach einer Eins zu Eins Drake-Outro-Kopie. Und dazwischen werden zahlreiche Stile von G-Funk über Neo-Boom Bap bis Pop-Trap ausprobiert, bei denen kaum eine Produktion den Nagel richtig auf den Kopf trifft. Inhaltlich fehlt mir auch der Biss, das Charisma, die Reflexion. Damit macht die Platte sich selbst belanglos. Und muss man 'Hard Knock Life' echt nochmal flippen?" - 5/10
  • 5/10
    Jonas: "Die Featureliste sieht auf den ersten Blick unheimlich stark aus. Allerdings muss ich leider sagen, dass ich das Album als Gesamtprodukt relativ langweilig finde. Es hat zwar Ausbrüche nach oben und unten, hat mich aber insgesamt nicht so krass berührt. Es zieht beim hören so an mir vorbei und bleibt dabei nur minimal hängen. Für mich klingt es so, als würde dauerhaft ein Spannungsbogen aufgebaut werden, welcher aber nie seinen Höhepunkt erreicht." - 5/10
  • 6/10
    Jakob: "Fad, unspektakulär oder einfach nur langweilig? Mit "Victory Lap" kann ich recht wenig anfangen, da es einfach keinerlei Besonderheiten für mich enthält. Klar ist es gut produziert, sauber gerappt, aber das können andere auch und besser. Überraschungsmomente gleich null. Vielleicht braucht das Album aber auch einfach ein wenig mehr Zeit bei mir." - 6/10
  • 7/10
    Oliver: "Absolut solides Album. Mir gefällt die Stimme von Nipsey Hustle sehr gut. Da ist kein Song der total durchfällt und gar nicht geht, allerdings ist da auch kein neuer Lieblingssong drauf. Trotzdem mir gefällt das Album." - 7/10
  • 7/10
    Sabrina: "Wer sich für sein Debüt-Album über sechs Jahre Zeit lässt, sollte nicht enttäuschen. Das war wohl auch Nipsey Hussle klar und er liefert mit 'Victory Lap' die Platte, die beweist, dass er vor Jahren vollkommen zurecht als Star von Morgen angepriesen wurde. Inhaltlich sollte er sich in den nächsten Jahren darauf konzentrieren, sein Männer-Bild weniger klischeehaft zu äußern, um das nächste Album damit nicht ganz so engstirnig zu machen." - 7/10
  • 7/10
    Josh: "Nipsey Hussle ist ein Name, der bei mir sofort Nostalgiegefühle auslöst. Er erinnert an alte Tage, an denen ich stundenlang in meinem Kinderzimmer saß und auf datpiff.com alles diggte, was halbwegs relevant aussah. Durch den langen Marathonlauf, den das Album hinter sich hat, entstand ein breiter Mix aus klassichem West-Coast-Sound und modernen Elementen, der eine lange Halbwertszeit verspricht." - 7/10
  • 7/10
    Carina: "Finde ich nicht schlecht. ist aber nichts hängen geblieben, also kein Ohrwurm oder so dabei. Aber entspannt zum hören." - 7/10
6.3/10

Kurzfassung

So richtig überzeugen kann Nipsey Hussle uns mit der Debüt-LP nicht, die über Jahre angehäuften Erwartungen verpuffen lässt er allerdings auch nicht. Mit Songs auch außerhalb von Trends schafft er es, „Victory Lap“ nicht komplett an den Zeitgeist zu koppeln.

Sag uns deine Meinung. Bewerte "Victory Lap" auf einer Skala von 1 bis 10.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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