Die Meinung der Redaktion zu „Nav“ von Nav

Wirklich viel ist bekannt über Nav ist bis dato noch nicht. Entdeckt wurde der Rapper und Producer aus Toronto vor einiger Zeit von The Weeknd, prompt nahm der Weltstar ihn auf auf seinem Label XO-Records unter Vertrag. Nach einigen Produktionen, unter anderem für Drake, gab der Newcomer seinen musikalischen Einstand im letzten Jahr direkt auf Travis Scotts zweiter LP „Birds in the Trap sing McKnight“, es folgte eine Kollabo mit dem Labelboss The Weeknd zu Beginn dieses Jahres. Diese stellte sich als erster Vorbote des Debütmixtapes heraus, vor rund einer Woche erschien mit dem nach sich selbst betitelten Tape „Nav“ das erste Release des Kanadiers. Für die Produktionen zeichnet dabei beinahe ausnahmslos er selbst verantwortlich, als Gast ist lediglich The Weeknd mit an Bord. 

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Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 6/10
    Yannick H.: "Ambitioniertes Mixtape, das die gesanglichen Qualitäten Navs definitiv unter Beweis stellt. Womit ich noch hadere, ist eine gewisse Eintönigkeit in der Musik, da man den ganz großen Ausreißer nach oben vermisst. Da kann auch „Some Way“, die Zusammenarbeit mit The Weeknd, nicht drüber hinwegtäuschen. 11 Tracks, die kurzweilig entertainen, aber mich nicht über eine längere Lebensphase begleiten könnten." - 6/10
  • 5/10
    Sara: "Bei dem ganzen Hip-Hop, mit dem man sich beschäftigt, sticht das Album an in keiner Weise heraus. Top produziert, hört sich auch gut an und alles - aber weder neu noch innovativ. Es bleibt nichts hängen, weil es so gut wie nichts eigenes hat. Der Sound kann gern im Hintergrund laufen, aber ist für mich völlig uninteressant geworden. Nav ist einfach ein Artist von vielen und das gleichnamige Album nichts spannendes. Auch wenn The Weeknd ihn pusht - die Musik ist so austauschbar und daher für mich völlig überflüssig und ein gutes Stück davon entfernt die Szene zu prägen." - 5/10
  • 8/10
    Lukas: "Das erste Mal hab ich Nav als Featuregast auf Travis Scotts 'beibs in the trap' gehört. Seitdem habe ich gespannt verfolgt was ist seiner Karriere so passiert. Navs erstes Projekt hat all das, was ich erwartet habe. Eingängige Melodien, Autotune und ein lyrisches Gemisch aus Coolness und Ignoranz. Die allesamt von Nav zumindest Co-produzierten Beats geben ihren Teil dazu und die Mitarbeit von Metro Boomin und Navs Labelboss The Weeknd geben dem Projekt nochmal das gewisse Extra. Genau mein Geschmack." - 8/10
  • 7/10
    Niko: "Interessantes Album, unheimlich reduzierte Atmosphäre. Das fasziniert, gibt mehr Raum für Performance, lässt mich aber ein wenig aussteigen!" - 7/10
  • 6/10
    Peter: "Dem Mixtape hört man genau an, mit wem der Kanadier schon zusammenarbeitete oder Zeit verbrachte. So klingt es technisch gar nicht schlecht und reiht sich ohne eine große Ausnahme zu sein in mein digitales CD-Regal ein, aber für meinen Geschmack klingt es dann doch zu durchschnittlich. Entweder trifft er perfekt den U.S-amerikanischen Zeitgeist oder ist eben einer von sehr Vielen. Seine monotone Delivery sorgt da leider nicht für die nötigen musikalischen Ausbrüche." - 6/10
  • 5/10
    Yannick W.: "Ein Spiegel von dem, was aktuell gut funktioniert. Das Talent als Producer, als auch als Rapper kann man Nav nicht absprechen, dennoch kommt er auf dem ersten Tape insgesamt eher gesichtslos daher. Zu oft hört man zu offensichtliche Referenzen aus dem musikalischen Umfeld, trotz nur rund 30 Minuten Spielzeit verläuft sich 'Nav' schnell in der Monotonie, sowohl textlich als auch musikalisch. Mal sehen wo die Reise für ihn hingeht, für die Zukunft sollte sich der Kanadier auf einen eigeneren Sound besinnen, denn handwerkliches Talent ist da." - 5/10
  • 5/10
    Cedric: "Navs Mixtape 'Nav' produziert von Nav, hat ein grundlegendes Problem und das ist Navs Rap. Während seine Produktion durchaus schön ist und eine eigene melancholische Note besitzt, sind seine Texte, sein Flow und seine Melodien durchgehend ähnlich, mit wenig Abwechslung und teilweise einfach peinlich. 'These pussies actin' like some toilets, wanna take my shit' ist da ein gutes Beispiel. Irgendwo zwischen Partynextdoor, Owl City und Yung Lean ist der überproduzierte Klang seiner Melodien. Ich konnte dem Album leider nicht viel abgewinnen, bin aber ein großer Freund seiner Beats. Da konnte auch The Weekend, der es aus irgendeinem Grund besser schafft, dieselben Themen wie Nav irgendwie spannender zu verpacken, nicht viel retten.“ - 5/10
6/10

Kurzfassung

Mit seinem Debüt-Tape kann Nav uns zwar von seinem Talent überzeugen, legt allerdings in summa ein noch ausbaufähiges Produkt vor, das an Monotonie und mangelnder Alleinstellung krankt.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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