Die Meinung der Redaktion zu „Ünal“ von Nanik

ÜnalNewcomer-Wettbewerbe gibt es viele. Einer, der dem Gewinner im Idealfall sogar den Start einer soliden Karriere bescheren kann, ist #Raptags. Bei dem Contest winken dem Sieger nämlich neben der gewonnen Aufmerksamkeit auch ein Major Deal bei Universals Sub-Vertrieb und Label Chapter One und die Produktion des ersten großen Albums. Rund ein Jahr ist es mittlerweile her, dass sich dabei der Newcomer Nanik durchsetzen konnte, der 2015 als Sieger hervorging. Ein Jahr, in dem sich der Herforder Zeit nahm um sich um sein Debüt zu kümmern. Auf Beats von unter anderem KD-Supier und Sascha ‚Busy‘ Bühren präsentiert er auf der ersten LP insgesamt 15 Songs und benennt diese nach seinem bürgerlichen Namen. Denn „Ünal“ bedeutet auf Deutsch so viel wie „Werde erfolgreich“. Beste Voraussetzung also, um auch nach dem ersten Album noch eine Zeit mitzumischen. Wir haben den Newcomer bei seiner ersten Promophase begleitet und nun besprochen, ob aus dem Sieg im Contest auch ein gutes Endprodukt entstanden ist. 

Nanik – „Ünal“ kaufen

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 5/10
    Cedric: "'Ein Track für den Club ('GangGang'), ein Track für die Girls ('Sei' heut mein'), ein Track für die Jungs ('Fam bleibt Fam'), ein Track an die Hater ('Murdah'), ein Track über Jugend ('Outro')', lediglich der Track über Kush fehlt. Trotzdem ist Nanik einer der technisch versiertesten Newcomer, die ich seit langem gehört habe. Auch die Produktionen klingen hochwertig. Trotzdem vermisse ich manchmal die Themen, die ihn von anderen unterscheiden.“ - 5/10
  • 6/10
    Shana: "Nanik liefert mit 'Ünal' sein Debütalbum ab, das sich schon sehen lassen kann. Musikalisch gibt es wenig auszusetzen. Allerdings fehlt mir bei ihm noch ein bisschen das Alleinstellungsmerkmal, das ihn aus der breiten Masse der Deutschrapszene abhebt. Allerdings habe ich die Hoffnung, dass sich das mit der Zeit noch entwickelt." - 6/10
  • 5/10
    Lukas: "Nanik sagte mir vorher wenig, dementsprechend war ich vom Intro und den ersten Tracks überrascht. Sehr viel Tempo und Hunger haben es auf jeden Fall spannend gemacht. Leider nimmt er die Luft in den ruhigen Tracks dann wieder raus und rutscht in eine Schiene, die ich schon zu oft gehört habe. Bei 'Volksmacht' hat mir komplett der Zugang gefehlt. Bis auf 'Schwarzer Hoodie' bleibt der Rest des Albums dann eher langweilig und auswechselbar. Sehr schade, denn der Ansatz hatte definitiv Potenzial." - 5/10
  • 7/10
    Sara: "Ich habe von Grund auf viel Sympathie für den Kerl. Was mir sehr gut an ihm gefällt ist, dass er seinen eigenen Style gefunden hat. Ein Glück hält er sich fern von dem Trap Film, den alle gerade schieben. An Naniks Technik kann man nicht meckern, der Junge flowt derbe und hat eine derartige Power drauf. Sein Debüt ist solide, ich denke aber da sind noch viele weitere Facetten, die man an ihm kennenlernen kann. Ein Debüt soll ja auch nicht das ganze Pulver direkt verschießen... Ich bin gespannt was noch kommt." - 7/10
  • 5/10
    Peter: "Das, was das Intro seines Debüts verspricht, wird meiner Meinung nach nicht von den folgenden Anspielstationen gehalten. Klingt seine Stimme beziehungsweise Delivery stimmig, sind die Inhalte entweder zu oft schon thematisiert worden und die hohe Anzahl von Anglizismen stören meinen Hörgenuss stark. Das Intro und zwei, drei weitere Tracks treffen meinen Geschmack, aber das gesamte Album tut dies nicht in dem Umfang." - 5/10
  • 6/10
    Yannick W.: "Ein schwieriges Album. Denn eigentlich meistert Nanik die Hürde 'Debütalbum' ziemlich souverän und, Junge, kann der flowen. Dadurch, dass sich der Herforder allerdings beinahe seine gesamte erste LP an seinem Durchbruch aufhängt und viel mehr, als das man ihn nun beachten sollte, nicht zu erzählen hat, wirkt er über die zu langen 55 Minuten insgesamt ziemlich gesichtslos. Wenn er sich dann im letzten Drittel, dem schwächsten Abschnitt des Albums, doch mal um Ausbrüche bemüht, funktioniert das dank auserzählten Themen wie dem obligatorischen Ex-Freundin-Song auch nur mäßig. Eigentlich schade, denn musikalisch hat 'Ünal' Hand und Fuß. Für's zweite Album muss allerdings, gerade inhaltlich, noch einiges nachjustiert werden." - 6/10
  • 5/10
    Anna S.: "Rundes Album, das seine Stärken im abwechslungsreichen Soundbild und Naniks wechselnder Delivery aufzeigt – Dennoch ist es nicht neuartig, aber ein solider Auftakt. Thematisch ist es mir stellenweise zu pathetisch und zu breit und bunt aufgestellt, sodass dem Hörer einfach ein roter Faden fehlt." - 5/10
5.6/10

Kurzfassung

Mit „Ünal“ präsentiert Nanik ein Debütalbum aus dem Lehrbuch, lässt nichts anbrennen, und präsentiert sich technisch versiert. Allerdings kann er sich aufgrund mangelnder neuer Ideen noch nicht von der Masse an Newcomern absetzten.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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