Die Meinung der Redaktion zu „Que Walou“ von Namika

Die Brücke zwischen alltäglicher Radio-Rotation, auch in den Autoradios eines 50+ Publikums schaffen nicht viele Hip-Hop Artists. Neben Sido bildet wohl Namika in Deutschland die Speerspitze dieser Überschneidung. Denn von ihrem Durchbruch-Hit „Lieblingsmensch“ gingen mittlerweile mehr als eine halbe Million Einheiten über die (digitale) Ladentheke, das Debütalbum steht dem im Verhältnis kaum etwas nach. Und trotzdem legt die Frankfurterin viel Wert darauf, dass man ihre Hip-Hop-Wurzeln dabei nie vergisst. Das zweite Album „Que Walou“ soll die Brücke zwischen Hip-Hop und Pop nun stabiler ausbauen, dafür tat sie sich erneut mit den Beatgees zusammen, holt sich als einzigen Gast Farid Bang auf ihr Album. Ob das Rezept des Debüts auch ein zweites Mal funktioniert und vielleicht sogar noch gelungene Nachjustierungen vorgenommen wurden, haben wir besprochen. 

Namika – „Que Walou“ kaufen

 

 

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 6/10
    Josh: "Gefällt mir deutlich besser als die erste Platte. Auf 'Que Walou' hat Namika noch mehr von ihrer Persönlichkeit in die Musik gepackt und liefert damit den Beweis, dass deutscher Radio-Pop nicht immer seelenlose Scheiße mit Chören sein muss, sondern auch ziemlich cool sein. Dennoch ist das Album für meinen Geschmack noch einen Tick zu weichgespült, um wirklich der Gegenpol zu sein." - 6/10
  • 7/10
    Kevin W.: "Emotionen und Persönlichkeit in einen geschliffenen Dialog mit dem Hip-Hop tretend, ergeben insgesamt ein mustergültiges Stück Pop. Ein Gastspiel von Farid Bang überrascht dabei und lässt die Wurzeln der beiden Musiker ihre gemeinsame Geschichte erzählen. Am Ende ein Album was für makellose Radiotauglichkeit steht." - 7/10
  • 7/10
    Alexios: "Ein schönes radiotaugliches Pop Album mit modernen RnB/Trap/Dancehall-Einflüssen wie z.B. auf 'Que Wallou', 'Ok' oder 'Dschungel im Kopf' zu hören ist. Thematisch ist es mir oft zu seicht und auch wenn die Tracks thematisch variieren fehlt mir irgendwie die klare Kante an ihrer Person." - 7/10
  • 6/10
    Yannick W.: "Wirklich starken Selbstfindungs- und realen Storytellingsongs stehen eine Hand voll (melancholische) Hymnen, denen es an musikalischer Seele fehlt, gegenüber, die ersteren etwas den Wind aus den Segeln nehmen. Nichtsdestotrotz ein Step weiter in die richtige Richtung. Namika findet sich in ihrer Rolle zwischen Air-Play-Pop und Hip-Hop-Szene zunehmend besser zurecht." - 6/10
  • 5/10
    Jonas: "Alles in allem ist mir Musik und Inhalt zu weichgespült. Das Album lässt sich zwar ganz gut durchhören, weist allerdings über keine Ecken und Kanten auf. In der Welt die sie kreiert wirkt fast alles, bis auf ein oder zwei Ausnahmen, schön und sorglos. Künstlerisch wertvoll, aber arg auf Radiorotation ausgelegt und dadurch leider nicht meine Art von Musik." - 5/10
  • 9/10
    Kira: "'Que Walou' ist ganz anders als erwartet, ganz anders als 'Lieblingsmensch', womit man jetzt wahrscheinlich nicht direkt gerechnet hätte. Das Soundbild ist sehr pointiert und unterstützt Inhalt, Text an sich und allen voran die Stimmung. Schönes, auch ein bisschen orientalisches Sommeralbum, das alle möglichen Stimmungen mit sich bringt. Auch großes Kompliment an die krass emotionale Offenbarung und dass sie so persönliche Inhalte so schön verpackt preisgibt. Alles in allem hat Namika nicht nur sich selbst, sondern auch Rap repräsentiert auf ihre ganz eigene Art und Weise." - 9/10
  • 7/10
    Niklas: "Ein wirklich gut geschriebenes Pop-Album, welches die Balance zwischen direkten Erzählungen aus Namikas Leben und hinter einer Mauer aus Metaphern versteckten Beobachtungen ihrer selbst, sowie der Gesellschaft gekonnt hält. Zu Beginn scheinen Songs letzterer Sorte allerdings Überhand zu nehmen und wirken teilweise etwas plump, erinnern auf der anderen Seite aber auch an den Wortspiel-Witz Marterias. In der ersten Hälfte von ‚Que Walou‘ scheitern zudem viele Songs an ihrer zu glatten, zu pathetischen, ja zu Streicher-beladenen Instrumentierung, obwohl häufig ein gut gemeinter Lokalkolorit der Heimat ihrer Familie einen roten Faden spannt. Der Off-Beat-Karibik-Rhythmus durfte anscheinend auch nicht fehlen, wirkt er im Duett mit Lary allerdings weniger an den Trend festklammernd, als mit einen für diesen Trend untypischen Sound auftrumpfend. Deutscher Pop, wie man ihn sich wünscht." - 7/10
6.7/10

Kurzfassung

„Wie Walou“ stellt einen gelungenen Nachfolger des Debütalbums Namikas dar, lässt jedoch durch einen stellenweise zu glatten Sound Potential liegen.

Sag uns deine Meinung. Bewerte "Quelle Walou" auf einer Skala von 1 bis 10.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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