Die Meinung der Redaktion zu “Ladies First” von Lumaraa

Nachdem sich ihre Fans auf das zweite Album “Gib mir mehr” stolze vier Jahre gedulden mussten, ging es bei Lumaraa dieses Mal etwas schneller. Nur etwas mehr als ein Jahr später, steht mit “Ladies First” ihr drittes Album in den Regalen. Der Titel spricht dabei für sich. Wie schon das Debüt “Mädchensache” macht sich die Rapperin aus Bayern stark für mehr Frauen in der Rapszene, allerdings auch gegen Sexismus im Allgemeinen. Gehüllt in ein, dem Radio nicht komplett fremden, Soundgewand holt sie sich lediglich Melo als Gast auf das Album. Wir haben “Ladies First” besprochen. 

Lumaraa – “Ladies First” kaufen

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 4/10
    Cedric: "'Ich muss höher springen, weiter laufen, geiler rappen.' Ich bin der festen Überzeugung, dass Lumaraa damit ein wichtiges Problem anspricht, mit dem sie als Künstlerin zu kämpfen hat. Trotzdem habe ich manchmal das Gefühl, dass manche Dinge, die sie auf dem Album macht zu gewollt sind. Das Video zu 'Ich lauf' ist dafür das Paradebeispiel. Dort versucht sie, nach meinem Empfinden, zu sehr, zu provozieren. Auf den poppigen Nummern klingt sie etwas zu versucht einen Ohrwurm zu schreiben und Zitate zu liefern, die 'deep' sind. Glaube, dass da mehr geht, wenn Zielgruppen und Verkaufszahlen mal außer Acht gelassen werden.“ - 4/10
  • 5/10
    Anna S.: "Die Stärke von 'Ladies First' liegt definitiv bei Lumaraas melodischer und kraftvoller Delivery. Auch der thematische Grundgedanke des Werks gefällt mir gut. Bei der Umsetzung gerät das Gesamtkonstrukt leider etwas in's Schwanken. Die Soundkulisse klingt etwas plastisch und lieblos, sodass die Tracks stellenweise an Fahrt verlieren. Ähnlich sieht es bei dem Lyrics aus – Häufig wird auf den simpelsten Vergleich zurückgegriffen oder die einfachste Idee genutzt, siehe 'Hurra Hurra'. Etwas mehr Liebe zum Detail würden dem Ganzen mehr Ausdruck verleihen." - 5/10
  • 4/10
    Shana: "Tendenziell bin ich ja jemand, der ständig die niedrige Frauen-Quote im Deutschrap bemängelt. Dennoch kann ich Lumaraa auch mit ihrem aktuellen Album 'Ladies First' immer noch nichts abgewinnen. Ich möchte ihr ihre Daseinsberechtigung als Rapperin gar nicht absprechen, kann ich auch nicht. Es liegt auch gar nicht an mangelnden Skills, aber leider ist ihre Musik so poppig, dass sie mir fast Kopfschmerzen bereitet. Ich bin großer Straßenrap-Fanatiker, daher muss Rap für mich auch nicht zwingend immer super deepe Botschaften vermitteln, trotzdem wünsche ich mir auch hier textlich zumindest etwas mehr Tiefgang. Alles in allem ist die Platte nicht unbedingt mein Fall, ich bin mir jedoch sicher, dass sie ihre Zielgruppe finden wird. Vielleicht ist ja beim nächsten Release was für mich dabei." - 4/10
  • 5/10
    Lukas: "Mal Pop, mal 808-Rap und dann wieder ganz klassischer Hip-Hop. 'Ladies First' ist definitiv ein Mix aus allem...aber alles irgendwie auch nicht so richtig. Bei vielen Songs hat man das Gefühl es sollte irgendwie in eine Richtung gehen, aber doch nicht so richtig, damit man den Rest der Zielgruppe noch mitnehmen kann. Außerdem wirkt viel auch etwas künstlich und zu hart gewollt. Textlich bewegt sich das ganze für mich meist eher in Phrasen als in klaren Aussagen. Ein Album, das in einer bestimmten Zielgruppe definitiv funktioniert und an einigen Stellen auch Chartpotenzial hat, aber meinen persönlichen Geschmack leider überhaupt nicht trifft." - 5/10
  • 4/10
    Sara: "Leider kann das nicht mal ansatzweise mit dem mithalten, was es heute auf dem Rapmarkt gibt. Gut, es ist anders und Lumaraa hat ihren eigenen Style... aber was Qualität, Skills und Delivery angeht, ist das halt etwas schwach. Es gibt so viele krasse Sachen, die man heutzutage hören kann. Dahingegen ist diese Platte, auch wenn's mir irgendwie leid tut, unglaublich wack." - 4/10
  • 5/10
    Niko: "Schade eigentlich: Erst hat mich Lumaraa mit Songs wie 'Ich lauf' eingefangen, weil ich finde, dass es ihr sogar sehr gut steht, dann kommen auf dem Album aber genügend Nummern, die mich wieder verjagen. Bin offensichtlich nicht die Zielgruppe." - 5/10
  • 4/10
    Yannick W.: "Als Rapperin kann sie was und das weiß sie auch. Umso ärgerlicher, dass dieses Album oft derart daneben greift. Während der Opener 'Hypnose' noch durch seine Energie Freude auf die nächsten Songs aufkommen lässt, kann ich mich schon mit dem fünf Minuten später beginnenden 'Zeit verloren' nur noch ärgern. Brauchen wir wirklich noch mehr Gitarren-Pop-Pathos Nummern oder protzig-schrille Synth-Partybeats in Rapdeutschland? Nicht einmal vor einer Song-gewordenen Extrabreit-Referenz wird auf der LP halt gemacht. Und durch sowas gerät, unter anderem, die offensichtlich immer noch notwendige Message des Titelsongs leider in den Hintergrund. Schade drum.“ - 4/10
4.4/10

Kurzfassung

Mit “Ladies First” kann Lumaraa nur bedingt überzeugen. Mit offensiven, stellenweise lieblosen Pop-Anleihen und zu wenig kreativer Umsetzung der Inhalte, kann sich die Platte nur bedingt hervortun.

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