Die Meinung der Redaktion zu „Yesterday’s gone“ von Loyle Carner

Yesterday's GoneBereits mit nur einer EP im Rücken wurde Loyle Carner als die Hip-Hop Hoffnung des vereinten Königreichs gefeiert. Während es in den letzten Jahren primär Vertreter des wiederbelebten Grime, wie Stormzy, Lady Leshurr oder allen voran natürlich Skepta über die Meere schafften, setzt der gerade einmal 22-jährige Londoner für seinen Sound allerdings noch ein paar Jahre vor den lokalen Superstars an. Auf seinem Debütalbum nimmt der junge MC seine Hörer mit in eine Welt des 90er Jahre BoomBap Sounds, erzählt vom Aufwachsen in seinem Viertel in Südlondon, seiner Familie und der Liebe zum Hip-Hop. Wir haben sein Debütalbum „Yesterday’s Gone“ besprochen. 

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Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 8/10
    David: "Loyle Carner besticht in "Yesterday's gone" mit einem sehr minimalistischen Sound, der nicht an typischen Hip-Hop-Instrumentals erinnert. Der Einsatz einer ganzen Palette verschiedener Instrumente unterstreicht zudem noch seine milde Stimme. Kein Sound den man alle Tage hört, was das Album umso besser macht. Gefällt mir sehr gut was der junge Londoner mit seinem Debütalbum liefert." - 8/10
  • 6/10
    Sara: "Ein entspanntes, laid-back Album. Der Vibe gefällt mir zwar schon, aber auch da fehlt mir leider irgendeine Art von Höhepunkt. Für mich braucht ein Album ein insgesamt schönes Soundbild, auch ein paar Powertracks, die einen aufwecken und eine nette Variation was den Flow und die Raptechnik angeht. Das schöne Soundbild ist da. Der Rest leider nicht so, daher ist mir auch dieses Album zu eintönig und zu ereignislos. Dennoch muss ich sagen, dass ich keinen Track darauf richtig scheiße finde, nur das Gesamtpaket ist halt ein bisschen unspektakulär." - 6/10
  • 8/10
    Yannick W.: "Verdammt starke Platte, durchweg. Loyle Carner wirkt bereits auf seinem Debüt bereits wie einer der versiertesten Geschichtenerzähler im Game und schafft es, seine Storys mit einer Stringenz zu erzählen, die mich einfach von Minute Eins packt und beeindruckt. Hier wird nicht lange drum herum geredet, Zweckreime und Filler scheinen wie Fremdworte für den Londoner zu sein. Allein durch sein Umfeld, seine Herkunft und die Situation am Rand seiner Stadt hat er schon genug zu erzählen, schildert mal seine Geschichte, mal die vom Süden Londons. Ohne jeden Makel kommt 'Yesterday’s gone' allerdings nicht aus, so nehmen die repetitiven Hooklines, in denen er sich keine Unterstützung von außen holt, einigen Songs die Dynamik der präzise gespitteten Parts. Zudem kommt mir das Album für das Debüt eines jungen Rappers aus der Hood beinahe zu bedacht, zu rund daher. Man überlässt hier nichts dem Zufall, Kanten sucht man vergebens, rougher als eine angezerrte E-Gittarre wird’s tatsächlich nicht. Aber das ist meckern auf wirklich hohem Niveau. Lange dauert es sicher nicht mehr, bis er auch außerhalb von GB mehr als ein Geheimtipp ist, immerhin schafft er es auch hier schon in die ein oder andere Radiorotation." - 8/10
  • 8/10
    Niko: "Echter Einschlag für ein Debütalbum. Ich habe eh eine schwäche für den Akzent von der Insel, wenn das dann aber auch noch in so ein souliges Paket verpackt wird, dass einen gefühlten Hit nach dem anderen liefert, ohne den Faden zu verlieren, macht es die Sache rund. Ein paar Nummern fühl ich nicht, der Rest ist Liebe." - 8/10
  • 9/10
    Peter: "Seien es die Instrumentals, seine Vortragsweise oder der Inhalt: So beinahe alles an Loyle Carner, beziehungsweise seinem Debütalbum, trifft meinen Geschmack. Der Sympathieträger aus dem Süden Londons ließ sich genug Zeit und so klingt 'Yesterday’s Gone' unaufgeregt und dennoch nicht verstaubt. Trotz vieler bereits veröffentlichter Tracks, gibt es noch genug zu entdecken. Sofern das nächste Album dieses Level hält, darf er sich gerne Zeit lassen." - 9/10
  • 8/10
    Teresa: "Loyle Carner beweist auf dieser Platte, tolle Skills mit einem schönen Vibe und grandiosem Sound, der jazzig / soulig angehaucht ist. Dabei vermittelt er mir dabei das Gefühl, als würde er aus seinem Tagebuch vorlesen." - 8/10
  • 8/10
    Raphael: "Schon bei den ersten Sekunden des Openers 'The Isle of Arran' bin ich überzeugt, hier wird’s angenehm organisch und atmosphärisch. Loyle Carner schafft dieses Gefühl auf dem ganzen Album auf einem hohen Level zu halten. Größtenteils smooth, gibt es doch einige Songs, die nach vorne gehen. Einfach mal ein schönes Album." - 8/10
  • 8/10
    Anna S.: "Loyle Carner schafft es Banalitäten und Impressionen des Alltags auf stilvolle Weise festzuhalten. In einem harmonischen und warmen Soundrahmen, der mit sanften Pianoklängen und leichten Drums auskommt, erzählt er mit dem charmanten – aber dennoch nicht gerade leicht verständlichen – britischen Akzent erlebtes, gefühltes und gesehenes. Mir gefällt der Zustand der bittersüßen Melancholie, in den der Londoner den Zuhörer mit der ungewöhnlichen Kombination aus hoffnungsvollen Klängen und ernüchternden Lyrics versetzt. Beste Tracks sind für mich 'Damselfly' und 'No Worries'." - 8/10
  • 8/10
    Yannick H.: "War am Anfang gar nix für mich, doch nach 2-3x Hören wird 'Yesterday's Gone' echt zugänglich. Generell herrscht eine entspannte Atmosphäre auf dem Debütalbum von Loyle Carner, in dessen Tracks sich Gospel- und Jazz-Anleihen wiederfinden lassen, die dem Briten in seiner eher ruhigen Vortragsweise zugutekommen. Thematisch geht Loyle Carner auf die Gentrifizierung in seiner Heimat, aber auch auf familiäre Geschichten ein – ohne dabei in einen Kitsch-Modus zu verfallen. Statt die Weltprobleme à la Terrorismus oder Gewalt gegen Minderheiten aufzugreifen, wird sich hier im eigenen, kleinen Kosmos bewegt, mit dem sich nahezu jeder identifizieren kann." - 8/10
7.9/10

Kurzfassung

Mit“Yesterday’s Gone‘ kann Loyle Carner begeistern. Sowohl musikalisch, als auch lyrisch liefert der junge Brite ab, schafft es eine packende Atmosphäre zu erzeugen und Tiefgang zu vermitteln.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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