Die Meinung der Redaktion zu “Intergalactica” von LGoony

Schon mit dem letzten Solo-Release, dem “Grape Tape”, stellte LGoony unter Beweis, dass er auch losgelöst von Money Boys GUDG funktionieren konnte und einen brachte einen eigenständigen Sound an den Start. Etwas mehr als ein Jahr danach und mit ein paar Monaten Verspätung gab es dann den Nachfolger zu hören: “Intergalctica”. Mittlerweile veröffentlicht der junge Kölner gemeinsam mit dem musikalischen Kumpel Crack Ignaz über das neue Label Airforce Luna, am Sound des Vorgängers wird dennoch festgehalten. Als Unterstützung holt sich der Goon lediglich Haiyti und Hellraiser aka Yaesyaoh. Wir haben Mixtape Nummer Drei unter die Lupe genommen.

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Das sag die BACKSPIN Gang!
  • 6/10
    Peter: "Schwere Sache. Währe das selbe Album durch einen Zufall vor drei Jahren auf meinem Handy gelandet, hätte ich es wahrscheinlich formatiert. Mittlerweile kann ich mehr mit der Musik des Kölner anfangen. Die Instrumentals passen wunderbar und diktieren den Style des Albums, während die Texte nach wie vor aus dem fiktionalen Leben des blassen Jungen erzählen. Allgemein klingt 'Intergalactica' sehr ausgereift. Ein großes Haar finde ich aber in der Suppe, das meinen Geschmack trübt. Die Stimme und die damit zusammenhängende Delivery von LGoony löst bei mir nach einiger Zeit Kopfschmerzen aus. Wenn er wütend in der Booth schreit, wie auf 'Heilig' trifft eher noch am ehesten meinen Geschmack. So ist es kein Album, dass sich oft hören werde, dessen Ästhetik ich aber glaube verstanden zu haben." - 6/10
  • 5/10
    Sara: "Find's leider nicht so krass. Vereinzelt gibt es nice Tracks, aber als gesamtes Album hört sich das alles viel zu gleich an, meiner Meinung nach. Keine große Dynamik. Die Texte machen teilweise schon was her, aber alles in allem eine ziemlich kleine Themen- und Melodienvielfalt." - 5/10
  • 8/10
    Raphael: "Der Goon greift zu den Sternen. Zumindest bildlich, denn sein 'Intergalactica' ist durchzogen von Weltraum und Sci-Fi Themen. Und damit steht er ziemlich allein auf weiter Flur. So hört sich dann auch das Album an. Abgehoben, aber futuristisch geht er da seinen ganz eigenen Weg. Viel erwachsener hört er sich immer noch nicht an, aber das gleicht er mit spürbarem Hunger aus. LGoony hängt seine Hater da locker ein paar Lichtjahre weit ab." - 8/10
  • 7/10
    Niko: "Ich versteh ja schon, was die Leute so an ihm fasziniert und warum er mehr von Kritikerseite, als von den Fan-Massen so in den Himmel gelobt wird. Und das vor allem für mich rohe der Anfänge ist hier noch ein wenig fokussierter und griffiger, was in wirkliche starken, tiefen Nummern mündet, die 'Intergalactica' bietet. En Masse wird es mir aber ein wenig zu viel, um mich zu halten. Bin gespannt, wo die Reise hingeht, Talent ist ja vorhanden." - 7/10
  • 7/10
    Teresa: "LGoony versucht in diesem Album stellenweise sehr zwanghaft den Hörer in eine andere Welt zu entführen, was aber genau durch diese Zwanghaftigkeit nur selten funktioniert. Auch die Beats sind nicht wirklich abwechslungsreich. Wobei ich ein paar Lieder, wie 'Utopia' oder 'Bugatti' einzeln ganz gut finden würde, aber auf Albumlänge wird es dann doch ziemlich eintönig." - 7/10
  • 7/10
    Yannick H.: "Mit LGoony tue ich mich weiterhin schwer. Ich kann den Hype um seine Person bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, mehr aber auch nicht. Daran konnte auch 'Intergalactica' nicht allzu viel ändern. Alles klingt sauber produziert, lyrisch wird sich weiterhin im Luxus-Komos bewegt. Ausufernde Exzesse werden von LGoony zwar immer noch innovativer als bei vielen anderen Rappern beschrieben, Eintönigkeit hält trotzdem schnell Einzug. Mit 'Intergalactica' liegt eine solide musikalische Produktion vor, die sich mit Tracks wie 'Kanye West' (s/o an Haiyti), 'Heilig' oder 'Utopia' vom Mittelmaß distanziert, was mir persönlich für den großen Wurf aber noch nicht reicht." - 7/10
  • 6/10
    Anna S.: "Ganz im Sinne des Cloudrap hat LGoony seine Inspiration zwischen den Galaxien gefunden: Sphärische, schwammige Elektro-Beats und kosmische Bildsprache, die seine in Lyrics verpackten Gedanken und Emotionen in den Orbit ziehen. Mit der starken Visualisierung von 'Heilig' hat er das Ganze dann aber doch geerdet, sodass ich einen Zugang, wenn auch nur einen kleinen, zu der Musik finden konnte. Für mich ist LGoony hierzulande einer der stärksten Vertreter dieses Musikstils, da seine Instrumentals abwechslungsreicher und detailliert und seine Delivery teilweise energetischer ist, als die seiner Kollegen. Auf dem Album ist das ganz gut auf 'Babylon' und 'Heilig' zu hören. Trotzdem kann ich für meine Geschmack dem Ganzen nicht allzu viel abgewinnen." - 6/10
  • 8/10
    Niels: "Ich weiß gar nicht so recht, was es ist, das mich an LGoony so fesselt. Aber von Track 1 an fühle ich mich wie mitgenommen auf einen ganz eigenen Trip. Was mich bereits auf 'Grape Tape' überzeugt hat, wirkt hier noch konsequenter, noch pointierter und dazu um ein Vielfaches besser ausproduziert. Meine Highlights: 'Für immer' und 'Bugatti'." - 8/10
  • 5/10
    Anna G.: "Ich hätte nicht gedacht, dass mich ‘Intergalactica’ überzeugen kann. Ganz ehrlich: Das ganze Cloud-Rap-Ding ist einfach nicht mein Fall und auch LGoony hat es bisher nicht in meine Playlist geschafft. Das wird sich mit ‘Intergalactica’ nicht ändern, trotzdem hat mich das Tape positiv überrascht. Ich glaube ich verstehe jetzt, warum LGoony ankommt. Tracks wie 'Heilig' sind unglaublich eingängig, den Autotune-Hooks kann man sich fast nicht entziehen. In den Rap-Parts klingt seine Stimme für meinen Geschmack aber einfach nicht stark genug. ‘Zukunft des Deutschrap’ ist in meinen Augen viel zu hochgegriffen, aber auf dem Schirm haben sollte man LGoony auf jeden Fall." - 5/10
  • 8/10
    Yannick W.: "Der Vorgänger genoss ein Momentum, wie es nur wenige Mixtapes der 'neuen Generation' im Rücken hatte - zurecht, nach ersten Startschwierigkeiten lasse ich mich noch immer ganz gerne von den Synth-Flächen und catchy Hooks entführen und einfach treiben. 'Intergalactica' macht an den meisten Stellen jetzt genau da weiter, wo das 'Grape Tape' aufhörte, hat dementsprechend zwar nicht mehr das Überraschungsmoment auf seiner Seite, entwickelt sich dennoch an den richtigen Stellen weiter. Die Produktionen bieten noch mehr Raum als zuvor, auf Songs wie 'Heilig' werden die Texte nicht nur mit der bekannten Ignoranz sondern auch einer Portion Anti-Attitüde vorgetragen und die Texte rund um SiFi und das Universum bieten ein Alleinstellungsmerkmal. Kann mich zwar nicht so vom Hocker hauen, wie der Vorgänger, ist dennoch eine ziemlich runde, wenn auch teils zu einseitige, Platte geworden." - 8/10
  • 8/10
    Kevin: "Ich war sehr gespannt auf 'Intergalactica', da ich wissen wollte wie es mit LGoony weitergehen wird. Dass es sich von den Grape Tapes vor allem inhaltlich absetzen wird, habe ich erwartet. Die übertriebenen dem eigenen Reichtum frönenden Punchlines sind zu großen Teilen reflektierenden und dem eigenen (neuen) Standing gerecht werdenden Ansagen gewichen. Ich habe mehr das Gefühl einem Künstler mit einem Plan zuzuhören als zuvor, jedoch nicht das Gefühl, dass ihm die Leichtigkeit abhanden gekommen ist. Kurz: LGoony bestätigt, dass er (immer noch) zu den spannendsten Künstlern im deutschsprachigen Raum gehört." - 8/10
6.8/10

Kurzfassung

Zum dritten Tape des Kölner werden wir uns nicht einig. Einigen ist das Tape nich nicht ausgereift genug, andere verlieren sich gerne im Space-Sound von LGoony.

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