Die Meinung der Redaktion zu „Hart fragil“ von Lary

Mit schwermütiger Pop-Musik hat man es in Deutschland nicht unbedingt leicht. Schon mit dem Debütalbum „FutureDeutscheWelle“, das noch beim Chimperator-Sub Department Musik erschienen, positionierte sich die Wahl-Berlinerin Lary zwischen düster wabernden Synths und dem Abgrund gebrochner Herzen abseits von Air-Play-Garanten. Mittlerweile ist sie im Artist-Roster von Max Mönster bei Universal Urban untergekommen – nach dem Platin-Hit „So wie du bist“ mit Jetzt-Labelpartner MoTrip eigentlich gar nicht so verwunderlich. Und insgesamt vier volle Jahre musste man auf den Nachfolger des Debüts warten. Im Pop-Business eine halbe Ewigkeit. Ins Studio ging es dafür erneut mit den Beatgees, die auch am ersten Album werkelten ins Studio. Das Ergebnis heißt „Hart fragil“, löst sich weitestgehend von den drückenden Synth-Flächen des Erstlings und wartet mit Features von Serious Klein und MoTrip auf. Wir haben „Hart fragil“ besprochen.

Lary – „Hart fragil“ kaufen

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 7/10
    Léon: "'Hart fragil' ist derbe melodisch, hat seinen Charme, aber ist mir irgendwie musikalisch zu vorhersehbar - obwohl einige der Beats richtig gut sind! Das Album hat irgendwas, beeindruckt mich jetzt aber nicht krass. Außerdem finde ich so 'Ich will in den Urlaub fahren nach Melancholien' - Lines zu einfach und lyrisch bleibt mir da zu wenig hängen. Mir fehlen generell so ein bisschen die spannenden Momente. Mit zwölf Tracks können sich aber viele Künstler was abgucken - perfekte Länge! 'Kopf' war mein persönliches Highlight." - 7/10
  • 10/10
    Niels: "Nach ihrem Debüt 'FutureDeutscheWelle' hatte ich riesen Erwartungen an das nächste Release. Auch wenn ich sofort gemerkt habe, wie groß das werden kann, wirkte Lary musikalisch noch nicht komplett angekommen, einige Tracks etwas roh, manch eine Idee nicht ganz zu Ende gedacht. Deshalb fühlte sich der Vorgänger für mich noch mehr nach 'Tape' an und 'Hart Fragil' dafür umso mehr nach dem großen Debüt, das ihr jede/r zugetraut hat. Mit jeder Zeile merkt man der Künstlerin ihre Emotionen und den Schmerz an, die sie in ihrer Musik großartig verpackt. Mir ist keine andere deutsche Sängerin bekannt, dessen Sound und vor allem Stimme so ein großes Alleinstellungsmerkmal aufweisen. Trotz der vielen positiven Töne von Kritiker*innen, ist Lary für mich noch immer underrated. Aber das wird sich spätestens mit diesem Album hoffentlich ändern." - 10/10
  • 7/10
    Peter: "'Das neue Schwarz' leitet das Album passend ein und setzt den Kurs des Albums: Larys neustes Release hört sich lieber in einer Sommernacht, als Mittags am Badensee. Wie das Wetter es will, gibt es davon so einige." - 7/10
  • 8/10
    Yannick W: "'Eigentlich ist 'Hart fragil' das Album eines Stars. Unterkühlt, gewaltig und doch intim. Mit dem Genre-Mix aus Trip-Hop und Chanson, der um Larys heisere Stimme kreist, sondert sich die Platte angenehm weit von der deutschen Pop-Konkurrenz ab. Trotzdem ist auch 'Hart fragil' nicht gefreit davon in zu großes Drama abzurutschen – ein Störfaktor, der immer wieder, besonders im Mittelteil, aufblitzt. Wenn Lary dann allerdings den gespenstischen Closer 'Jekyll' durch die Lautsprecher haucht, startet die Platte unweigerlich noch einmal." - 8/10
  • 7/10
    Josephine: "Ich finde ihre Stimme total schön und hör ihr auch immer gerne zu, aber ich kann mich mit der neuen Platte überhaupt nicht identifizieren. Die ist für mich in meiner aktuellen Lebenslage nämlich viel zu düster. Ich lass mich davon nicht mitreißen, kann mir aber sehr gut vorstellen, dass Lary vielen Menschen damit aus der Seele spricht. Interessant find ich, dass Motrip und Serious Klein die einzigen Features sind, die verleihen dem Album noch mal was besonderes." - 7/10
  • 6/10
    Josh: "Lary ist für mich eine der großen Hoffnungen des deutschen Pop. Leider hat das Album aber auch das typische Pop-Problem und ist um die eine Single ("Mond") herumgebaut und hält als Gesamtwerk nicht wirklich mit. Macht trotzdem Bock auf mehr, auch von Featuregast Serious Klein, der wieder auf voller Linie überzeugt." - 6/10
7.5/10

Kurzfassung

Larys Zweitling entpuppt sich als eine gelungene Pop-Platte, die düstere Stilistken kombiniert, stellenweise allerdings an Theatralik krankt und damit nicht uns alle begeistern kann.

Sag uns deine Meinung. "Hart fragil" auf einer Skala von 1 bis 10.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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