Die Meinung der Redaktion zu „Kingvasion“ von KinG Eazy

Wirklich lange mischt KinG Eazy noch nicht offensiv in der Rapszene mit. Vor rund zwei Jahren trat der Lüneburger Rapper mit einem Song beim Videobattle von JuliensBlog auf den Plan, veröffentlichte nur kurz darauf die Free-EP „Starklar“. Schnell wurden erste größere Namen auf den Newcomer, der sich selbst stilistisch zwischen Westcoast und Atlanta einordnet, aufmerksam. Neben Lob in hohen Tönen von Falk Schacht flatterte schnell das erste Vertragsangebot ins Haus. Bei Aggro Berlin-Gründer Spaiche untergekommen, folgten zwei Mixtapes über dessen Label Punchline, jetzt, zum Beginn des neuen Jahres folgt das erste Album. „Kingvasion“ kommt ausschließlich mit Features seiner beiden KinXise Music Group Kollegen, BumA und Casual 75 aus. Wir haben das Debütalbum des Newcomers besprochen. 

KinG Eazy – „Kingsvasion“ kaufen

 

Das sag die BACKSPIN Gang!
  • 7/10
    Anna S.: "Ziemlich drückender Sound – gefällt mir gut. Unabhängig der Thematik hat er einen runden Soundrahmen geschaffen, dem er mit seiner massiven Stimme einen eingängigen Klang verleiht. Auch die immer wiederkehrenden Autotune-Einspieler finde ich in den meisten Fällen treffend platziert, da sie die recht düstere Atmosphäre aufbrechen. Sehr solides Debüt, das trotz der konstanten Beat-Kulisse nicht monoton daher kommt – Der unterschiedlichen Inhalte sei Dank." - 7/10
  • 3/10
    Yannick W.: "Im Vergleich zu den Newcomern, die Deutschrap aktuell zu bieten hat, kann KinG Eazy sich nicht unbedingt hervortun. Ja, flowen kann er, der Lüneburger weiß, wie er mit den Trapbeats umzugehen hat. Ansonsten gibt 'Kingvasion' allerdings nicht viel her. Die Beats klingen oft nach 'Mach mal was wie 808 Mafia', KinG Eazy gibt sich über eine Stunde Spieldauer zwar selbstbewusst aber auch unglaublich uninspiriert und präsentiert die hundertste 'Kalash, Kalash'-Hookline - muss nicht sein, ehrlich. Auch die Autotunepassagen sind bei weitem nicht so stark umgesetzt, wie man es von der Konkurrenz gewohnt ist. Da muss schon deutlich mehr kommen, um den Vorschusslorbeeren der letzten Monate gerecht zu werden und auf Dauer im Gespräch zu bleiben." - 3/10
  • 4/10
    David: "Eineinhalb Stunden ist eine stolze Laufzeit für ein Album. Da erwarte ich zumindest eine abwechslungsreichere Palette an Tracks, die meiner Meinung nach nicht geboten wurde. Zieht sich mir zu lange. Auch mit seinem Flow und seiner Stimme kann ich mich nicht so richtig anfreunden. Einzelne Tracks stechen zwar positiv heraus, aber alles in Allem kann ich mich nicht mit dem Album anfreunden. Mir fehlt einfach das Besondere." - 4/10
  • 4/10
    Cedric: "Mit einem lauten GRRRRRRRRRRA ballert King Eazy die 17 (plus 6 Bonus-) Tracks um meine Ohren. Leider verfehlt er mich, sowohl textlich als auch produktionstechnisch, bei seinem Kreuzfeuer zu oft. Ein paar Zeilen und Beats werden durchaus treffsicher abgefeuert, leider reicht das nicht um alles zu killen. Mit ein paar wenigen, gezielten Schüssen kann man eben manchmal viel effektiver Schaden zufügen." - 4/10
  • 8/10
    Yannick H.: "Die Beats bewegen sich phasenweise auf 187-Niveau, und auch der Rapstil King Eazys ähnelt in manchen Passagen dem der Hamburger Bande – was ich beides durchaus positiv meine. Der Trap-Sound überzeugt mich, die Themen à la Mariuhana-Konsum und der Geschlechtsakt mit Frauen kommen zwar nicht sonderlich neu daher, werden für mich aber ansprechend präsentiert. Für Freunde von Punchlines ist auf 'Kingvasion' auf jeden Fall auch etwas dabei. Hier sei 'Kalash' mit Casual 75 empfohlen – ein Track, den ich nach 2-3x Hören schon nicht mehr aus dem Kopf bekomme." - 8/10
  • 3/10
    Sara: "Naja ist ok, meiner Ansicht nach. Lyrisch keine bahnbrechende Glanzleistung. Da kommt King Eazy leider nicht an das Niveau manch anderer Mitstreiter. Und für die semi-gute Qualität auch viel zu viele Songs. Dinge wie Autotune kann man wesentlich besser umsetzen. Eine richtige Struktur hat das Album auch nicht… teilweise sind Stilsprünge drin, die ich nicht nachvollziehen kann und ich bekomme so lediglich das Gefühl, dass King Eazy einfach alles einmal durchprobieren will. Beattechnisch kann‘s zumindest in Sachen Atmosphäre punkten. Kann mir jetzt auch leider nicht verkneifen zu sagen, dass ich kein Fan davon bin als nicht-Türke und nicht-Araber mit deren Begriffen um sich zu schmeißen, nur weil es sich zum 'Trend' etabliert hat. Alles in allem konnte mich King Eazy mit dem Album nicht auf seine Seite ziehen." - 3/10
  • 6/10
    Peter: "Ein Style, ein Soundbild und ein selbstbewusstes Auftreten, welches sich auch im Cover zeigt. Wenn du auf seinen Sound und Delivery stehst, bekommst du 18 Tracks, die deinen Geschmack treffen. Falls nicht, dann hörst du 90 Minuten lang ein sehr ähnliches Soundbild. Mir gefallen einige Anspielstationen, jedoch stoße ich auf zu viele Tracks, die für mich nach Lückenfüller klingen." - 6/10
  • 4/10
    Teresa: "Ich hätte mir gewünscht, dass King Eazy mich mit seinem Album überrascht, das hat er aber leider nicht. Die Themenauswahl war sehr vorhersehbar und auch der Sound überrascht mich nicht. Zudem kann er mit seinem Vibe einfach nicht zu mir durchdringen." - 4/10
4.9/10

Kurzfassung

Zum Debütalbum KinG Eazys gehen unsere Meinungen auseinander wie selten. Während einige „Kingvasion“ nichts abgewinnen können, finden andere am drücken Sound des Lüneburger Newcomers gefallen.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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