Die Meinung der Redaktion zu „Zucker“ von Kaas

Solo unterwegs waren die Orsons schon immer, in den knapp drei Jahren seit dem vergangenen und auch erfolgreichsten Longplayer „Whats goes“ feilten die vier Rapper allerdings weitaus intensiver an ihren eigenen Karrieren – den ewig werkelnden Tua vorerst mal außen vor gelassen. Mit „Zucker“ schält sich Kaas bereits direkt zum Jahreswechsel endgültig aus seiner Reggae-Hülle und präsentiert das zweite Solo-Werk in kurzer Zeit – natürlich nicht, ohne dabei wieder in neue Stilgefilde aufzubrechen. Und so weicht der Karibik-Flair Jamaikas nun melancholischen Gitarren, die Braids aber bleiben zumindest dran. Wir haben die neue Platte besprochen. 

Kaas – „Zucker“ kaufen

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 7/10
    Jakob: "Kaas gelingt mit "Zucker" eine durchaus überzeugende EP. Soundtechnisch sehr modern gehalten, bleibt der Sound trotzdem noch eigen. Inhaltlich ist die EP zwar ziemlich kitschig angehaucht, doch schafft es Kaas auch hier eine gewisse wie wichtige Authentizität beizubehalten." - 7/10
  • 5/10
    Yannick W.: "Kann der Jugglerz-Kollabo leider nicht das Wasser reichen. Dabei fehlt es dem Ganzen am Ende primär an mehr Stringenz, denn eigentlich hab ich die vielen Versatzstücke inklusive Kaas' Gesang für sich genommen gern. Aus diesen fünf Songs geh ich aber eher Kopfschmerzen heraus. Stärkste Nummer ist das Opposites-Cover direkt zu Beginn." - 5/10
  • 4/10
    Sabrina: "Die 'Zucker'-EP ist ein bisschen wie Kaas selbst – etwas wirr, nicht ganz leicht zu verstehen und in manchen Momenten sehr anstrengend. Trotzdem macht er eine Sache richtig, die viele andere Künstler zu kurz kommen lassen und schafft Songs als unverfälschte Momentaufnahmen voller ehrlicher Gefühle und nutzt damit den Sinn einer 5-Track starken EP. Am Ende sind es für meinen Geschmack einfach zu viele unterschiedliche Einflüsse und zu wenig Struktur." - 4/10
  • 5/10
    Anastasia: "Um das Positive vorweg zu nehmen, es zieht sich thematisch und vom Sound weitestgehend ein roter Faden durch die EP. Jedoch muss man dazu sagen, dass soundtechnisch der Sprechgesang mehrfach ein ein gekünsteltes, Pop orientiertes Singsang abdriftet. Dies wird insbesondere ab Mitte der EP beim Track: 'Pastor' deutlich. Alles in Einem ist das Konzept nicht schlecht und der Stil aktuell, jedoch zu schwammig umgesetzt." - 5/10
  • 7/10
    Peter: "Vor allem der erste und letzte Track gehen mir gut ins Ohr. Dazwischen zeigt sich der Orson mit der markanten Zahnlücke sehr facettenreich, was seine Delivery und Themen angehen. Ich bin vor allem positiv überrascht von Kaas’ reflektierten Seiten."  - 7/10
  • 5/10
    Oliver: "Ich hab es angemacht und war überrascht, weil mich der Anfang von 'König in der Disco' bekommen hat. Die Hook wird mir dann allerdings schon wieder zu pompös. Die EP geht mir anfänglich ganz gut ins Ohr, wird mir aber spätestens ab 'Der Pastor' zu überladen und dann bin ich da auch komplett raus. Gute Nachrichten, für meine Ohren eher nicht." - 5/10
  • 4/10
    Carina: "Ernsthafter und sentimental würde ich die EP bewerten. Bleibt auf jeden Fall im Gedächtnis. Ob gut oder schlecht liegt am Hörer. Für mich ist allerdings kein neuer Ohrwurm oder Dauerschleife dabei." - 4/10
  • 5/10
    Jonas: "Wieder einmal ein von Emotionen nur zu sprudelnder Kaas, der mich nicht erreicht. Die Gradwanderung zwischen hartem Kitsch und guter Musik ist bei ihm leider oft zu schmal und mir ein wenig zu anstrengend." - 5/10
  • 3/10
    Josh: "Leider hat sich Kaas in meinen Augen total übernommen. Für mich klingt das, als hätte er eine Platte gehört und gesagt: "Geil, das mach ich jetzt auch!". Nur, um bei seinem nächsten Release wieder einen anderen Film zu fahren." - 3/10
  • 7/10
    Yannick H.: "Eingängige Melodien und Hooks prägen Kaas' Solo-Release. Damit gelingt zwar nicht der große Wurf, jedoch ist für kurzweilige Unterhaltung gesorgt. Es ist der sehr eigene Stil, der das Orsons-Mitglied seit jeher ausmacht und welcher sich auf der 'Zucker'-EP kreativ entfalten kann." - 7/10
  • 5/10
    Niklas: "Auf Teil Zwei seiner Solo-Selbstfindung in EP-Format streift Kaas die schwarz-gelb-grüne Flagge ab und kleidet sich in einen konträr düsteren Sound-Entwurf. Was bleibt sind Auto-Tune und die übliche Ladung an Kitsch und positiven Vibes. Ebendies wurde auf der 'Jamaica'-EP noch so wunderbar von der warmen Soundkulisse der Jugglerz aufgefangen, während der kühle Mix aus Synthies und Drums auf 'Zucker' Kaas Ausstrahlung eher entgegenwirkt. An vielen Stellen kommt das Stück einfach überzogen rüber, vor allem wenn die EP nach den zwei kryptischeren und besseren Mittelstücken in ihrem durchaus übertriebenen Finale 'Gute Nachrichten' ausgeht." - 5/10
5.2/10

Kurzfassung

Mit „Zucker“ spaltet Kaas unsere Meinungen. Zeigen sich einige zufrieden mit Kaas verändertem Sound finden andere keinen Gefallen an an den schrillen, emotionalen Titeln des Orson-Members.

Sag uns deine Meinung. Bewerte "Zucker" auf einer Skala von 1 bis 10.

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