Die Meinung der Redaktion zu „Shibuya Crossing“ von Juse Ju

Ist das eigentlich ein Debütalbum? Angekündigt wird die neue LP von Juse Ju zumindest als „erstes richtiges Album“. Nach einer Hand voll Free-Download-Releases und diversen Featureauftritten steht mit „Shibuya Crossing“ jetzt das vierte Album an, in dem Juse erstmals konkret werdend sein Leben aufarbeitet. Und das war bisher bewegt – in wahrsten Sinne des Wortes. Aufgewachsen im Stuttgarter Umland, Japan und den USA sieht er bereits früh einiges von der Welt, landet schlussendlich dann aber auch in Berlin. Neben einem Job als Moderator bei Fritz vom RBB wurde die Rapperkarriere über die letzten Jahre langsam aber stetig nach vorne getrieben. Mit an Bord auf der neuen Platte sind natürlich die Freunde Fatoni und Edgar Wasser, Danger Dan von der Antilopen Gang und Luko. Wir haben uns das Album zur Brust genommen.

Juse Ju – „Shibuya Crossing“ kaufen

 

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 4/10
    Alexios: "Ich habe bisher Juse Ju kaum verfolgt und das Album hat das für mich auch begründet. Nach der Hälfte hatte ich schon keinen Bock mehr. Musikalisch ist es noch in Ordnung, aber lyrisch kann ich es einfach nicht ernst nehmen – Ironie hin oder her. Für mich konzentriert er sich einfach zu sehr auf andere und zu wenig auf sich selber." - 4/10
  • 8/10
    Anna S.: "Sehr geschmackvoll! Ich mag die Leichtigkeit die trotz persönlicher und expliziter Texte das Album durchzieht. Die musikalische Bandbreite der Instrumentals untermalt die jeweilige Stimmung der Tracks außerdem sehr treffend - mir gefällt's!" - 8/10
  • 6/10
    Yannick W.: "Nur weil zum ersten Mal eine Just Ju Platte richtig vermarktet wird, macht das seine Musik nicht weniger sperrig. Drum-Programming, Flow und Stimmeinsatz bleiben unkonventionell, inhaltlich wird man zwar zum ersten mal so richtig an Juse gebunden. Trotzdem ist die Geschichte selbst irgendwie packender als ihre Erzählung. Kann für mich nicht ganz an 'Angst & Amor' anknüpfen, hat aber auch seine genialen Momente." - 6/10
  • 4/10
    Josh: "Rein handwerklich hier und da 'gewollt und nicht gekonnt' wie zB auf 'Lovesongs' (Der 'Versace'-Flow ist fünf (!) Jahre alt). Inhaltlich auch nicht wirklich besonders, gibt es oft genug 'in besser'." - 4/10
  • 8/10
    Niels: "Für mich bis jetzt Überraschung des Jahres! Ich muss zugeben, dass ich Juse Ju vorher nur am Rande seines Umfeldes mitbekommen habe. Wirklich intensiv habe ich mich bis dato allerdings nicht mit seiner Musik auseinander gesetzt. Gut, eine gewisse Erwartung war beim Blick auf die Gastbeiträge da. Deshalb war es wenig verwunderlich, dass ich an den humorvollen Texte Gefallen finden würde, die sowohl den Deutschrapkosmos als auch gesellschaftliche Phänomene ordentlich auf die Schippe nehmen. Im direkten Vergleich zu seinen Kollegen gefällt mir hier vor allem die musikalische Umsetzung ein gutes Stück mehr, da der vielfältige und schön produzierte Sound die Platte für mich sehr viel eingängiger macht. Ich würde sagen, Juse Ju mit dieser Platte 'für mich entdeckt' zu haben und hoffe schließlich, dass es nicht bei der einen Veröffentlichung dieses Jahr bleibt." - 8/10
  • 7/10
    Sabrina: "Soundtechnisch bietet 'Shibuya Crossing' eine unfassbare Bandbreite an verschiedensten Styles und damit reichlich Abwechslung auf angenehmen zwölf Tracks. Aber nicht nur musikalisch, vor allem inhaltlich wagt sich Juse Ju raus aus der sarkastischen Comfort-Zone und lässt seine Hörerschaft an intimeren und ernsteren Erzählungen teilhaben. Sowohl das eine, als auch das andere findet Anklang bei mir." - 7/10
6.2/10

Kurzfassung

Die Meinungen zu „Shibuya Crossing“ gehen weit auseinander. Negativ fallen dabei die in den Augen einiger zu erzwungen ironischen Texte auf, gelobt werden gleichzeitig das ehrliche Auftreten Juses und der unkonventionelle, vielseitige musikalische Unterbau.

Sag uns deine Meinung. Bewerte "Shibuya Crossing" auf einer Skala von 1 bis 10.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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