Die Meinung der Redaktion zu „Lost & Found“ von Jorja Smith

Die Karrieren der heutigen Superstar-Anwärter starten auf SoundCloud, das ist mittlerweile nicht einmal mehr etwas verwunderliches. Jorja Smith aus dem Umland Birminghams gelang der erste Achtungserfolg ihrer Karriere bereits mit zarten 18 Jahren und einer Neuinterpretation von Dizzie Rascals 2004er Hit „Sirens“. Denn der dieser Song gelang im Zuge einer England-Reise zur „More Life“-Produktion irgendwie zu Drake. Was daraus wurde, konnte sich die Nachwuchs-Sängerin wahrscheinlich selbst kaum ausmalen. Der kanadische Über-Star räumte ihr nicht nur einen einige Minuten für einen Gastauftritt ein, sondern widmete gleich einen nach ihr benannten Song. Durchbruch-Garantie par excellence. Etwas mehr als zwei Jahre nach dem ersten SoundCloud-Upload „Blue Lights“ ist das Debütalbum „Lost & Found“ fertiggestellt, passenderweise wird es von eben jener Rascal-Hommage eröffnet. Wir haben die LP besprochen. 

Jorja Smith – „Lost & Found“ kaufen

 

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 9/10
    Kira: "Hab lange auf das Debüt gewartet. Jorja Smith hat mich persönlich nicht nur mit der Performance von 'Blue Lights' bei 'A True Colors Show' umgehauen, auch 'Lost & Found' geht wieder voll ins Herz. Stimme, Beats und Texte harmonieren auf kompletter Albumlänge und sorgen auch dafür, dass man den Beziehungsstruggle hart mitfühlt. Auch, dass es nicht das typische Ich-weine-einem-Kerl-hinterher-Herschmerz-Album ist und eine gewisse selbstbestimmte Haltung mitbringt, gefällt mir sehr gut. Ich ziehe nur einen Punkt ab, weil mir zu viele ältere Singles drauf sind. Sonst top." - 9/10
  • 8/10
    Kevin W.: "Die Authentizität einer imperfekten Musikerin, welche sich in nahezu jede Richtung urbaner Musikstile bewegt, entwirft so ein spannungsgeladenes Album. Eine bunte Mischung aus Individualität und Hits machen Lust auf mehr." - 8/10
  • 9/10
    Alexios: "Ich kenne eigentlich niemanden der bei ihrer Stimme nicht dahinschmilzt. Alles was ich mir von Jorja Smith gewünscht habe, habe ich bekommen. Auch das Tom Misch Feature hat mich sehr gefreut. Was besseres gibt es eigentlich nicht." - 9/10
  • 9/10
    Jakob: "Ein nahezu ganzes Album über Liebe – und es funktioniert. Das liegt zum einen an wunderbar harmonischen wie simplen Musikuntermalungen, die eine bahnbrechende Stimmung transportieren. Auf der anderen Seite besticht Jorja Smith mit der Stimme einer jungen Göttin, die sich, zumindest rein vom Gesangstalent mit Größen wie Amy Winehouse oder Alicia Keys messen wird. Natürlich ist es kein Album für zwischendurch oder für durchzechte Partynächte, aber ich kann mir kaum etwas Schöneres vorstellen, als an einem verregneten Herbstabend 'Lost & Found' zu hören." - 9/10
  • 6/10
    Josh: "Nachdem sie mit 'I am' den mit Abstand besten Song des 'Black Panther'-Soundtracks hatte, war ich natürlich sehr gespannt auf das Album. Mit 'Blue Lights' bestätigt Jorja Smith erneut, welch großes Potenzial in ihr steckt. Auf Albumlänge überzeugt sie mich aber (noch) nicht wirklich." - 6/10
  • 9/10
    Josephine: "Jorja Smith hat sowas angenehmes und fesselndes in ihrer Stimme, sodass man ihr jedes gesungene Wort zu 100% abnimmt. Großartig viel kann ich gar nicht rummeckern. Viele Songs hören sich zwar ähnlich an,  überraschenderweise stört mich das aber nicht wirklich. Top-Album für entspannte Sommerabende unter freiem Himmel, aber auch für kalte Wintertage unter der kuscheligen Decke." - 9/10
  • 8/10
    Jonas: "Jeder einzelne Song auf diesem Album passt perfekt und ist optimal platziert. Als Gesamtprodukt tritt das Album sehr rund und vollendet auf. Kein Song sticht im einzelnen heraus, da alle gleich makellos sind. Der Fokus liegt auf ihrer Stimme und dem was sie mit dieser transportiert. Inhaltlich und musikalisch bewegt es sich dazu auch noch auf einem sehr hohen Niveau und findet die perfekte Mitte zwischen selbstreferenziell und gesellschaftlicher Kritik." - 8/10
  • 9/10
    Niels: "Bisher habe ich die Sängerin ehrlich gesagt gar nicht bewusst auf dem Schirm gehabt. Ihre prägnante und besondere Stimme ist mir allerdings schon auf 'More Life' positiv aufgefallen. Mit 'Lost & Found' macht das junge Talent so ziemlich alles richtig. Ihr souliger Gesang in Kombination mit den atmosphärischen und oft melancholischen Beats trifft voll meinen Geschmack. Streckenweise erinnert sie mich an eine moderne Amy Winehouse. Insgesamt gibt es an dem Album von mir musikalisch wie textlich so gut wie nichts zu kritisieren. Für mich eine Frage der Zeit, bis Jorja eine der ganz Großen wird."  - 9/10
  • 7/10
    Yannick W.: "Während 'Blue Lights' nach über einem Jahr Heavy-Rotation noch immer ehrliche Freude bereitet, kann das Debütalbum leider nicht konstant Niveau halten. Zu arg vorhersehbar fallen Performance und Produktion teilweise aus. Trotzdem: Zwölf Liebessongs, die allesamt mitfühlen lassen, sind eine durchaus stattliche Visitenkarte. Und wer erreicht schon seinen Peak mit zarten 20 Jahren?“ - 7/10
  • 6/10
    Niklas: "Leider kann Jorja Smith das immense Versprechen, was 'Blue Lights' im Vorfeld des Realese darstellte, nicht einlösen. Dieser geniale Flip des Dizze Rascal Hit 'Sirens' legt die Messlatte einfach zu hoch für eine durchaus gelungene, aber leider nicht allzu besondere Platte, die ich Jorja Smith als Künstlerin und auch als in den Medien präsentierte Person nur gewünscht hätte. Deutlich hört man Smiths musikalische Helden wie Amy Winehouse aus der Platte sprechen, was sich über einen längeren Zeitraum allerdings in Langatmigkeit verwandelt. Dennoch schafft 'Lost and Found' grade hintenraus noch ein paar Highlights und ist auch in seiner Gesamtheit weit davon entfernt ein Flop zu sein. Mehr drin gewesen wäre wohl dennoch." - 6/10
  • 8/10
    Sabrina: "Habe vor zwei Jahren angefangen, Jorjas Sachen auf Soundcloud zu hören und seither auf gefühlt kein Album sehnlicher gewartet als auf ihres. Die Tatsache, dass die Britin beim Release ihrer meiner Meinung nach stärksten Tracks 'Blue Lights' und 'Where did I go' gerade mal 18 Jahre alt war und alles in Eigenregie erfolgte, finde ich mehr als beachtenswert. Sie zeigt auf ihrem Album, welche Unruhen das junge Erwachsenenalter mitsichbringt und, dass selbst eine imposante Frau wie sie, zumeist keine Antworten auf die tausend Fragen hat, die man sich in dieser Phase stellt. Eine Zugänglichkeit, die ich unfassbar schätze und die auf der Platte so schön verpackt wird, dass sie nichts als ein gutes Gefühl hinterlässt. Sie hat vollkommen zu Recht einen wichtigen Platz in der Musiklandschaft eingenommen." - 8/10
8/10

Kurzfassung

Zwar nicht geschlossen, aber zu großen Teilen kann uns „Lost & Found“ abholen. Die Debüt-LP Jorja Smiths bleibt durch das gefühlvolle Verschmelzen von Soul und 2000er-R’n’B im Gedächtnis.

Sag uns deine Meinung. Bewerte "Lost & Found" auf einer Skala von 1 bis 10.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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