Die Meinung der Redaktion zu „Macht’s gut und danke für den Fisch“ von Johnny Rakete

Macht's gut und danke für den FischMit „Per Anhalter durch die Galaxis“ erschien in den 1980er Jahren eine Satire-Geschichte, die nicht lange benötigte um Kultstatus zu erlangen und sicherlich auch den ein oder anderen Szenevertreter der heutigen Tage beeinflusste. So schlüpfte beispielsweise Mos Def im Jahr 2005 in eine der Hauptrollen der Verfilmung des ersten Teils der Reihe. Auch Johnny Rakete zeigte sich in seiner Karriere mehrfach geprägt von der absurd-komischen Sience-Ficton-Erzählung, verbaute in seiner Musik immer wieder Querverweise und benannte mit „Per Anhalter durch die Galaxis“ und „Das Leben, das Universum und der ganze Rest“ bereits zwei seiner Releases nach Romanen des Schöpfers Douglas Adams. Auch für den neuen, wohl letzten Teil seiner EP-Reihe ließ sich der Rapper aus Fürth vom Schriftsteller aus Cambridge inspirieren. Für die erneut von der besseren Hälfte Hawk One produzierten Platte wählt er den Titel des vierten Romans der „fünfteiligen Trilogie“ – „Macht’s gut und danke für den Fisch“. Wir haben das sechs Songs umfassende Release besprochen. 

Johnny Rakete – „Macht’s gut und danke für den Fisch“ kaufen

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 7/10
    Niko: "Mag den Jungen, hat definitiv einen Schaden, aber das macht ihn authentisch. Ein Album wäre aber mal ein echter Messungsgrad." - 7/10
  • 7/10
    Shana: "Ich muss ehrlich sagen, dass ich ohne große Erwartungen an die EP gegangen bin. Zwar hat sie mich jetzt nicht krass vom Hocker gerissen, aber sie wird schon einen Platz in meiner Playlist finden. Ich bin Fan der entspannten laid back Beats und auch auf lyrischer Ebene ist's ein rundes Ding. Perfekte Musik für die Sonntags-Katerstimmung." - 7/10
  • 6/10
    Lukas: "Ich konnte mich mit vielen Themen des Albums identifizieren. Liegt wahrscheinlich an ähnlichem Alter. Trotz guter Produktion und dem Bezug zu den Themen konnte ich mich allerdings nicht für die Platte begeistern. Für meinen persönlichen Geschmack etwas zu laid-back und sehr übertriebenes 'ich will das hier garnicht machen und weiß eigentlich auch nicht was ich mache' Getue. Schade, denn die Stimme und die Atmosphäre finde ich garnicht schlecht." - 6/10
  • 7/10
    Anna S.: "Sehr angenehme Soundkulisse mit Kopfnicker-Charakter, dazu seichte Storyteller aus Johnny Raketes entspannter Come of Age-Situation, die trotz leichter Wortspiele fesseln können. Ich finde die EP ziemlich stark - Entspannt, aber nicht monoton. Zwar nicht innovativ, aber authentisch. Als bester Track sticht für mich definitiv 'Nein Nein' hervor." - 7/10
  • 7/10
    Yannick W.: "Hawk One leistet da wieder einmal ganze Arbeit, flippt herrlich entschleunigende Jazz-Samples, würzt mit passenden Cuts und dennoch passt das Beat-Teppich perfekt ins Jahr 2017, wirkt nicht wie aus der Zeit gefallen. Darauf schafft Johnny es, mit dem federleichten Erzählen vom Kleinen, vom Unmittelbaren, das große Ganze ins Auge zu fassen. In persönlichen Geschichten über den eigenen Werdegang, dem Hänger-Dasein und Problemen bei der Grasbeschaffung und -finanzierung finden sich kleine Analogien, die von dem Spagat zwischen jugendlichem Unsinn und erwachsenen Verpflichtungen einer ganzen Generation erzählen können. Die Konzept-Reihe findet damit ein stimmiges Ende und lässt kaum Fragen offen - mit der Ausnahme von 'Was passiert denn jetzt auf dem Debütalbum?'" - 7/10
  • 8/10
    Cedric: "Mit 'Macht's gut und danke für den Fisch' setzen Johnny Rakete und Hawk One der 'Per Anhalter durch die Galaxis'-Reihe ein würdiges Ende. Johnny Rakete ist in den Texten gewohnt persönlich, liefet aber trotzdem, immer wieder, auf jedem Song Beobachtungen über das Leben, die durchgehend treffend sind und mir des Öfteren aus der Seele sprechen. Die Beats von Hawk One haben einen starken Boom Bap Einfluss, wirken aber nie verstaubt. Die Samples sind fantastisch geflippt und mit 'Bis hier hin' enthält die EP einen meiner liebsten Beats des noch jungen Jahres." - 8/10
  • 7/10
    Yannick H.: "Smoothe EP, die mit einem stimmigen Soundbild und nachdenklichen Texten daherkommt. Hier wird nicht stumpf der Konsum von Drogen glorifiziert, sondern die eigene Rolle in einer zuhauf mit Krisen konfrontierten Gesellschaft beschäftigt. Der Fürther schwelgt in Kindheitserinnerungen und kann mit seiner entspannten, lockeren Art punkten. Die Beats von HawkOne, der sich öfters bei Mobb Deep bedient, tun ihr Übriges." - 7/10
  • 7/10
    Sara: "Ich war echt positiv überrascht muss ich sagen. Es gibt nur 1-2 Track auf der EP, die mir nicht so zusagen. Diese organischen, an Boom Bap angelehnten Beats treffen meinen Geschmack total. Und auch wenn die Themenvielfalt jetzt nichts ist, was man noch nie gehört hat, finde ich, dass er ein unheimlich guter Storyteller ist. Ich lasse mir seine Geschichten gern erzählen. - 7/10
7/10

Kurzfassung

Mit „Macht’s gut und danke für den Fisch“ schafft Johnny Rakete einen runden Abschluss seiner „Per Anhalter durch die Galaxis“-Reihe und kann besonders durch ausgefeiltes Story-Telling überzeugen.

 

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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