Die Meinung der Redaktion zu „Die unerträgliche Dreistigkeit des Seins“ von Jaw

Die beste Musik entsteht oft aus Dringlichkeit. Als eine Kanalisierung der eigenen Empfindungen, ein Abbild des eigenen Lebens. Aber kann man überhaupt noch von Dringlichkeit sprechen, wenn man sich acht Jahre Zeit lässt für ein Album? Mit „Die unerträgliche Dreistigkeit des Seins“ entstand in Fan-Kreisen beinahe ein Mythos-Album. Denn jahrelang war die LP angekündigt, jahrelang hörte man sehr wenig. Ad absurdum getrieben wurde das Spiel mit der Wartezeit von Jaw in Form eines einjährigen (!) Ankündigung-Countdowns. Lediglich in Track-form gestreute Brotkrumen fanden über fünf Jahre immer wieder ihren Weg ins Netz, sechs davon entpuppten sich schließlich sogar als Album-Singles. Zumindest so ähnlich. Denn für die Platte weichen die bekannten Loop-Beats einem Hybrid aus Klassik-Samples und Syth-Sounds, sogar mit einer Bandbreite an Vocal-FX doktert der sonst sehr puristische Jotta auf seinem vierten Album herum. Die nachdenkliche, mal depressive und gern zornige Ader seiner Texte bleibt allerdings auch auf „Die unerträgliche Dreistigkeit des Seins“ erhalten. Wir haben das Album besprochen.   

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

2 Comments

  1. Hans Olo

    5. Juni 2018 at 21:45

    Der Gesamtwert wurde falsch berechnet. Eigentlich müsste dort 6,6 und nicht 5,9 stehen.

  2. Lost in Space

    4. Juni 2018 at 13:15

    Mit dieser Bewertung wird Kevin seinem Namen gerecht.

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