Die Meinung der Redaktion zu „Black Panther“ von Jalil

Nach zehn Jahren Karriere-Achterbahn hat Jalil für 2018 endgültig auf den großen Erfolg abgezielt. Denn selbst wenn der Berliner konstant produzierte, releasete, ackerte, konnte er sich lange nicht durchsetzen. Das könnte am Karrierebeginn zu einer der schwierigsten Zeiten für Deutschrap liegen, an falschen Entscheidungen bei Zusammenarbeiten, am Ende sicherlich an einer Summe zahlreicher Faktoren. Der dritte Frühling Flers allerdings kam auch für Jalil zur rechten Zeit. Vor drei Jahren mit einem Soloalbum den Labeleinstand gegeben, reichte es 2017 dann für sogar Platz Eins mit dem gemeinsamen Album „Epic“.   Die Ausgangslage für das zweite Maskulin-Soloalbum könnte also kaum besser sein. Das Produzenten-Team scheint perfekt mit Jalil zu harmonieren, er selbst erstmals eine ausgefeilte Vision für eine LP im Blick zu haben. Ob „Black Panther“ am Ende auch erfüllt, was es verspricht, haben wir besprochen.

Jalil – „Black Panther“ kaufen

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 6/10
    Kevin W.: "Ein Album was für das was es sein soll gut ist aber am Ende vielleicht nach zu wenig strebte. Jalils Geschichte sowie Farbe seiner Stimme sind etwas wovon er immer profitieren wird. Aber letztendlich nicht ausreichend sein kann für eine eklatante Glanznummer 2018. Durchzogen von musikalischen Höhenflügen und Tiefpunkten, sind es zu viele Ungereimtheiten, die jedoch auch Teil seiner durchaus positiven Entwicklung sind, welche somit 'Black Panther' zu einem substanziellen Gewinn macht." - 6/10
  • 7/10
    Léon: "'Black Panther' versprüht einen gewissen Vibe, kann eine sehr gute Produktion vorweisen und ich erwisch’ mich sogar selber dabei, wie ich bei einigen Tracks während des Hörens mit dem Kopf genickt hab’. Dennoch muss ich sagen, dass mir das persönlich zu berechenbar ist, meiner Meinung nach kommt das Album ein bisschen zu spät und wirkt daher zu vorhersehbar. Eigentlich hatte ich ein wenig mehr erwartet, tatsächlich berührt 'Black Panther' kaum was bei mir, lediglich die ersten drei Tracks finde ich ganz cool, aber auf Albumlänge ist mir das einfach nicht spannend genug." - 7/10
  • 6/10
    Josh: "Versagt leider auf den letzten Metern. Sehr krasse Songs dabei (z.B. 'Facelift', 'Swish Gang'), aber leider auch genau so viele, die wie Kompromisse wirken und Effekthascherei (z.B. '99 DMs', 'Alles Lit'). Ein Grundsatzproblem: Wenn ein Zwei Meter-Typ mit mehr Bass in der Stimme als 3p-Songs mit Autotune seine Stimme hochpitchen und singen will, ist das leider ein Eigentor und eine Arbeit gegen sich selbst und seine Stärken. Etwas weniger von dem, was Jalil selbst als 'Vielseitigkeit' verkauft und 'Black Panther' wäre ein Riesenalbum." - 6/10
  • 7/10
    Jakob: "Keine Frage, 'Black Panther' hebt sich schon vom sonstigen Sound aus Deutschrap 2018 ab und klingt produktionstechnisch wirklich exzellent, die harten Drums verschmelzen mit Jalils bassbetonter und flowversierten Stimme zu einem Guss. Jalil bewegt sich auf dem Album nach wie vor auf den Straßen Berlins, auch wenn mal der eine oder andere Abstecher auf eine Yacht oder eine Hotelsuite dabei ist. Diese Wechsel lockern das Album ein wenig auf und machen es erstmal abwechslungsreicher, die Umsetzungen sind aber nicht immer optimal gelungen, manchmal sogar eher fragwürdig. Generell ist der Inhalt des Albums schnell erzählt, alle paar Songs findet man mal eine Zeile, die einem die Persona Jalil näherbringt, die dem Album die nötige Spannung verleihen hätte können, wenn es doch ein wenig mehr wäre. Am Ende bleiben gute Beats, eingängige Hooks, schnell verdaute Lyrics und ein starker wie präsenter Rapper, der trotzdem viel Potenzial verschenkt." - 7/10
  • 6/10
    Laura: "Ich hab' das Album zum ersten Mal beim Joggen gehört und kann auf jeden fall sagen, dass mir die Energie gefällt, die Jalil damit transportiert, denn die hat mich auch beim Laufen weiter motiviert. Außerdem haben mich die Texte im Großen und Ganzen angesprochen, auch wenn ich oft das Gefühl hatte, dass sich vieles wiederholt. Das war auch der Grund, warum es mir schwergefallen ist, das Album ohne Unterbrechungen durchzuhören. Dennoch finde ich, dass ein paar gute Tracks wie '99 DMS' und ein paar coole Features dabei. Zudem finde ich 'Black Panther' als Albumtitel auf jeden fall besser als 'Swish'." - 6/10
  • 6/10
    Alexios: "Mir fehlt einfach die musikalische Abwechslung auf dem Album. Das einzige was frischen Wind in das Standard Geflexe bringt, sind die Feature-Parts von Fler, Sido oder Olexesh. Außerdem kommt mir Jalils tiefe Stimme auch irgendwie sehr dünn und nicht so druckvoll vor. Das macht sich besonders auf den Feature Songs bemerkbar." - 6/10
  • 7/10
    Josephine: "Also ich sag' mal so: Es gab dieses Jahr schon schlechtere Platten, dafür aber auch umso viele bessere Releases. Das Album kann man relativ angenehm durchhören, die Amibeats und aufgegriffenen Themen wurden aber auch leider, leider bei diesem Projekt nicht neu erfunden. Außerdem nehm ich Jalil das ganze Gangster-Dasein irgendwie nicht wirklich ab. In ihm steckt meiner Meinung nach viel mehr, als über Rolis, Basketball oder eroberte Frauen zu rappen. Vielleicht traut er sich beim nächsten Album mal mehr, zeigt eine wahre, ehrliche und verletzliche Seite von sich und versucht gegen den Strom zu schwimmen. Potenzial wäre nämlich da!" - 7/10
  • 6/10
    Yannick W.: "Kein Meilenstein für Deutschrap, sicherlich aber für Jalils Karriere. Nach dem wuchtigen Opener 'Swish Gang' geht dem Album Leichtigkeit und Persönlichkeit ab, die es richtig spannend hätte machen können. Zwar ist jeder Song verdammt gut gerappt wie produziert, so richtig hooken will leider nur 'Wie Mike'. Die Ausgangslage nach 'Black Panther' ist trotzdem besser denn je." - 6/10
6.4/10

Kurzfassung

„Black Panther“ ist ein gutes, – und wohl Jalils bisher bestes – Album, hätte mit etwas mehr Persönlichkeit sogar noch besser ausfallen können. Das Niveau kann die LP leider nicht konstant halten.

Sag uns deine Meinung. "Black Panther" auf einer Skala von 1 bis 10.

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Ich kann quasi nur über Musik reden...
Razer

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