Die Meinung er Redaktion zu „ID“ von Takt32

Takt32

takt32_id-album_700x700Erste Aufmerksamkeit erhielt Berliner Takt32 durch sein Battletalent, bei Rap am Mittwoch konnte der Berliner auf Anhieb sein Talent auf der Bühne beweisen. Im vergangenen Jahr folgte dann mit „Gang“ das erste Album des Rappers. Nicht alles, was rund um das Album passierte war am Ende unbedingt ein Erfolg für Takt, wegen dem Video „Einer von uns“ landete er vor Gericht, musste sich für „Gemeinschädliche Sachbeschädigung“ durch Graffitis verantworten. Vor einigen Monaten schließlich eingestellt bliebt das Verfahren ohne große Folgen für Takt, pünktlich dazu ist auch die neue Platte fertig geworden. „ID“ kommt mit Features von Chima Ede, Rique,  Liquit Walker und FX daher. Wir haben uns den Zweitling des Berliner zur Brust genommen.

Takt32 – „ID“ kaufen

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 8/10
    Anna G.: "Takt32 gelingt es authentischen Straßenrap mit sozialkritischen Inhalten zu verbinden - ohne dabei belehrend oder aufdringlich zu wirken. 'ID' ist das erste Werk, das ich von ihm gehört habe und ich muss sagen er hat mich direkt überzeugt. Seine Rapstimme und die düsteren Beats fügen sich perfekt zusammen. Mein klarer Favorit: 'Laber nicht'." - 8/10
  • 7/10
    Yannick W.: "Starker Rapper mit prägnanter Delivery, auf den Beats von Jumpa geht Takt echt auf. Für 'ID' packt er neben einigen klassischen Representern auch etwas gesellschaftlichere und ernstere Themen wie Polizeigewalt, Gier oder Gentrifizierung oder der eigenen Geschichte an, das weiß soweit zu gefallen. Durch seinen Stil irgendwo zwischen Frankreich und Berlin kann sich Takt zwar keinen richtigen Trademark-Sound schaffen, ist dank seiner Vergangenheit in unserem Nachbarland und den Berliner Wurzeln allerdings sehr nah an der Essenz beider Stile und beweist ein Gespür für prägnante Hooklines. Dennoch werde ich, genau wie schon beim Vorgänger, das Gefühl nicht los, dass Takt32 noch etwas unter seinem großen Potential agiert. Da geht noch mehr." - 7/10
  • 9/10
    Shana: "Wer 'ID' noch nicht gehört hat, sollte es genau jetzt unbedingt tun. Ich war vom Debüt 'Gang' schon begeistert, aber 'ID' spielt in einer ganz anderen Liga. Takt liefert ungeschönten Rap der Berliner Straße, ohne dabei in stumpfe Straßenrap-Klischees abzurutschen oder Trends zu adaptieren." - 9/10
  • 6/10
    Niko: "Guter Rapper, solides Album, aber irgendwie trifft es mich überhaupt nicht. Läuft an mir vorbei... Auch wenn es ein, zwei echt interessante Nummern gibt, verliert sich der Rest bei mir, was auch schlichtweg an Stimmfarbe, Betonung oder Performance liegen kann. Denn, wie gesagt: rappen kann er ja..." - 6/10
  • 8/10
    Anna S.: "'ID' klingt aufgrund der Beats zunächst nach einem klassischen Streetrap-Album. Durch die fokussierte und konzentrierte Thematik um Politik und Gesellschaftskritik erscheint der Longplayer in einem reflektierten Licht. Takt32 schafft es dem Album eine eigene Signatur aufs Auge zudrücken: Intelligente und gesellschaftskritische Lyrics, verpackt in lange Reimketten und launisch, dynamische Delivery. Mich kann die Aufmachung und Konzeption von 'ID' überzeugen." - 8/10
  • 6/10
    Yannick H.: "Für mich will kein Track so richtig herausstechen, weder positiv noch negativ. Am ehesten bin ich noch von der Zusammenarbeit mit Chima Ede und Lü Rique, 'Dis wo ich herkomme', angetan. Ansonsten werden Themen wie Ausländerfeindlichkeit, Kritik am Kapitalismus oder die in Takt32s Hood vorkommende Armut zu oft zu selten ansprechend vorgetragen." - 6/10
  • 8/10
    Peter: "Das neue Album 'ID' von Takt32 gefällt mir gut, Jumpa und Takt harmonieren schön zusammen. Das neue Album des Tagteams aus Berlin ist noch konsequenter, direkter und ehrlicher: Gut dosierter Lokalpazriotismus trifft auf authentische Gesellschaftskritik. Lediglich ein paar Tracks driften an meinem Geschmack vorbei." - 8/10
7.4/10

Kurzfassung

Mit seinem zweiten Album kann Takt einige mehr, andere weniger beeindrucken. Besonders an der eigenen Vortragsweise des Berliners scheiden sich die Geister bei uns im Team.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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