Die Meinung der Redaktion zu „Flizzy“ von Fler

Der Weg zu „Flizzy“ war am Ende dann doch etwas länger, als ursprünglich geplant. Bereits für Januar angekündigt, dauerte es dann doch noch rund zwei Monate länger, bis die Fans das neue Album von Fler hören konnten. Und das unterscheidet sich von den vergangenen. Nach dem an der One-Man-Show kratzenden „Vibe“ und der In-Szene-Setzung von Maskulin-Kollege Jalil auf „Epic“ versammelt Fler auf „Flizzy“ jetzt einen großen Teil des Who is Whos der deutschen Rapszene, lädt zur losgelösten Fler-Show. Das heißt konkret: Ex-Erzrivale Farid Bang, Azad, Prinz Pi, Nimo, Jalil, Sinan-G, Remoe und Shen fka G-Hot geben sich die Ehre. Aus den USA gibt es dann sogar noch Unterstützung von Rick Ross. Wir haben besprochen, ob Fler mit „Flizzy“ zu gefallen weiß.

Fler – „Flizzy“ kaufen

 

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 7/10
    Josh: "Man kann es mir einfach nicht Recht machen. Seit ich Rap höre, bin ich Fler-Fan und fordere mehr Anerkennung für ihn. Jetzt hat er sie und irgendwie vermisse ich seine Wut, die ihn jahrelang aufgefressen hat. Dennoch: die Produktion ist 1A, die Parts liefern grandiose One-Liner. Alles in allem aber nicht zuletzt wegen der Features kein Volltreffer." - 7/10
  • 5/10
    Jonas: "Fler hat scheinbar immer noch gut bock und auch einen augenscheinlich sehr hohen Anspruch an seine eigene Musik. Allerdings feiere ich das Album, bis auf einige Featureparts, nicht so krass. Was aber eher generell damit zu tun hat, dass ich zu Fler und seiner Kunst einfach keine Verbindung aufbauen kann. Macht beim Durchhören aber doch hier und da Spaß." - 5/10
  • 7/10
    Yannick W.: "Das Album klingt deutlich mehr nach Spaß an der Arbeit als die beiden Vorgänger, verliert dabei aber auch die düstere Stringenz, die besonders 'Vibe' ausmachte. Trotzdem: Flers Performance ist nach wie vor on Point. Die Gastparts von Azad und Nimo hat man übrigens schon einen Song später wieder vergessen, 'AMG' hingegen gehört zu den freshsten Kollabos der letzten Zeit." - 7/10
  • 6/10
    Jakob: "Vom Sound her macht das das eine oder andere Mal sicherlich Spaß, aber Flers Texte, auch wenn er damit nur in den Club will, bereiten mir manchmal Kopfzerbrechen. Klar, die Migos trappen auch nur über Oberflächlichkeiten, aber die packen dann immerhin variablere Flows aus, und machen halt keine 365 Interviews im Jahr mit sich ständig widersprechenden Aussagen. Das Umherwerfen mit Features im zweiten Teil des Albums überzeugt mich auch nicht, gerade aber auch, weil einige Features einfach nicht passen. Insgesamt merkt man wahrscheinlich, dass ich kein großer Fler Fan bin. Trotzdem fand ich das Soundbild recht gut und ein, zwei Tracks haben mir auch gefallen." - 6/10
  • 7/10
    Niels: "Man kann von Fler halten, was man möchte, aber musikalisch legt er auf 'Vibe' meiner Meinung nach noch mal einen oben drauf. So langsam sollte es auch jeder verstanden haben, dass es keinen Sinn macht, die Musik auf Laptop-Lautsprechern zu hören. Wer eine ordentliche Anlage zuhause hat, der weiß, wovon ich rede. Für meinen Geschmack hätten es zwar drei Features weniger auch getan, insgesamt ist die LP aber eine sehr runde Sache. Während ich mich bei 'Vibe' noch an der ein oder anderen Stelle textlich gestört habe, muss ich sagen, dass die Lyrics hier deutlich mehr on point sind. Außerdem liefert Fler mit 'Dreams' einen von wenigen deutschen Raptracks ab, wo das Ami-Feature auf mich alles andere als befremdlich wirkt." - 7/10
  • 5/10
    Anna S.: "Ziemlich genau das, was man von einem Fler Album erwartet: Der Trap-Film wird zwischen Luxus und der Marke Fler weiter abgewickelt. Über einen kurzlebigen Unterhaltungscharakter kommt es für meinen Geschmack aber nicht hinaus - zu simpel in Sprache und Thematik." - 5/10
  • 7/10
    Yannick H.: "Never change a winning team. Getreu diesem Ausspruch, besinnt sich Fler auf 'Flizzy' auf die Stärken, die schon 'Vibe' und 'Epic' ausmachten: Autotune, Trap-Elemente, gesungene Hooks. Thematisch wird der Status quo im Hause Patrick Losenskys berappt, d.h. Designermode, Frauen und teuere Autos sind Gegenstand der Texte. Alles schon mal dagewesen, alles aber auch schon zuhauf schlechter dargeboten worden. Unterm Strich bleibt ein mehr als solides Album, das keinem neuen Trend nacheifert, sondern lediglich einen Trend fortsetzt, den Fler selbst mit eingeläutet hat." - 7/10
6.3/10

Kurzfassung

Das Konsens-Lob, dass es vor zwei Jahren noch für „Vibe“ hagelte, kann Fler zwar nicht wiederholen, trotzdem ist auch „Flizzy“ weitestgehend überzeugend. Die Flut an Features schaffen ein abwechslungsreiches, dabei aber auch recht uneinheitliches Soundbild.

Sag uns deine Meinung. Bewerte "Flizzy" auf einer Skala von 1 bis 10.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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