Die Meinung der Redaktion zu „Plata O Plomo“ von Fat Joe & Remy Ma

In über 25 Jahren als aktiver Rapper hat Fat Joe schon einiges miterlebt, dass er einen seiner größten Hits nach einer Erfolgsdurststrecke ausgerechnet mit mittlerweile beinahe 50 Jahren landet, damit hätte man wohl noch vor einigen Jahren nicht mehr gerechnet. Doch dann kam „All the Way Up“, ein Song, der sogar Jay Z nach vier Jahren aus der Reserve lockte und uns einen neuen Hova-Part einbrachte. Beinahe ein ganzes Jahr nach dieser Single erwartete uns nun das dazugehörige Album, auf dem sich der New Yorker Unterstützung von seiner Entdeckung und ehemaligen Terror Squad Kollegin Remy Ma holt. Die Frage die die LP betitelt ist altbekannt und eigentlich eher im Zusammenhang mit Pablo Escobar und dessen Kartell zu hören: Silber oder Blei. An der Seite des Duos tauchen dabei Namen wie French Montana, BJ the Chicago Kid, Ty Dolla Sign oder Kent Jones auf. Wir haben uns „Plata O Plomo“ angehört.

Fat Joe & Remy Ma – „Plata O Plomo“ kaufen

 

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 6/10
    Yannick H.: "Kann mich nicht so richtig catchen. Paar Ohrwürmer sind dabei ('All the Way Up', 'How Can I Forget'), aber im Großen und Ganzen will der Funke nicht überspringen. Es klingt mir alles noch zu eintönig, was wohl auch daran liegt, dass sich Fat Joe und Remy Ma in ihrem Stil nicht allzu sehr unterscheiden. Dadurch erschließt sich mir diese Kombination auch nicht wirklich. Smoother Sound, aber das allein reicht auch noch nicht, um ein rundes Album abzuliefern." - 6/10
  • 7/10
    Lukas: "Fat Joe und Remy Ma passen zusammen und das haben Sie jetzt auch auf Albumlänge bewiesen. Das ausgefallen produzierte "Warning" läutet die Stimmung ein, die sich auch bis zur Hälfte des Albums hält und in der Hit-Single 'All The Way Up' ihren Höhepunkt findet: energiegeladen, komprimiert und nach vorne. Die beiden vergessen nicht woher Sie kommen und schweigen auch nicht darüber. Das hört man. Auch wenn mir persönlich der Stilbruch zu der etwas ruhigeren Stimmung, die sich sogar eines Reggaeton-Beats bedient, nicht sonderlich zusagt, sind beide Stilrichtungen sinnvoll und solide umgesetzt. Ein bisschen Schade, dass sich die beiden hinter so vielen Features verstecken. Außerdem fehlt mir ein Alleinstellungsmerkmal, denn vieles, was hier passiert, hat man an anderen Stellen schonmal gehört." - 7/10
  • 6/10
    Anna S.: "Fat Joe knüpft an seinen altbewährtem Stil und Sound an: sehr melodisch und massentauglich, aber dennoch mit teils düsteren Ausbrüchen verziert. Auch die Featuregäste, die sonst eher mit zeitgenössischer Musik daher kommen, passen sich diesem Stil an. Remy Ma und Fat Joe legen einen ähnlichen Stil an den Tag und ergänzen sich daher ebenfalls sehr passend – Wobei dies nicht wirklich etwas zur Abwechslung beiträgt. Insgesamt ein rundes, klassisches Fat Joe-Album, bei dem mir besonders die musikalischen Wurzeln gefallen, die vom zeitgemäßen Autotune o.ä. verschont geblieben sind." - 6/10
  • 5/10
    Yannick W.: "Auf den ersten Blick eine wirklich solide Platte, doch der kann Schein trügen. Denn auf 'Plata O Plomo' werden die Schwächen der beiden Protagonisten sehr gekonnt kaschiert. Zum einen sind die Features äußerst gut gewählt und platziert - tatsächlich kommt nur ein Song ohne Gast aus - so lenken z.B. French Montana oder BJ mit wirklich starken Leistungen von Fat Joe und Remy Ma ab. Gerade Ersterer bleibt über die meiste Zeit recht zahnlos, fällt eher durch holprige Reime und uninnovative Vergleiche auf, seine Partnerin kann zumindest in pucto Attitüde einiges mehr bieten. Zum anderen haben es sich mit den beiden Terror Squad-Kollegen Cool & Dre zwei gleichermaßen erfahrene und talentierte Producer an den Reglern bequem gemacht, die einen nahezu makellosen und - wie bei Fat Joe nicht unüblich - sehr auf Hits und Hype bedachten Beat-Teppich schneidern, der das Album ebenfalls recht eingängig gestaltet. Damit bekommt man am Ende zwar recht solide Unterhaltung geboten, hat das allerdings weniger Fat Joe und Remy Ma, als den Leuten um sie herum zu verdanken." - 5/10
  • 6/10
    Cedric: "Plata O Plomo hackt für mich jeden Trend einmal ab. Hier mal ein Drake Song, da mal eine Hook die klingt wie von Future und die gefühlvolle R’n‘B Ballade darf natürlich auch nicht fehlen. Das ist alles nicht verkehrt, ist auch nicht schlecht gemacht, aber an Eigenständigkeit fehlt es mir da doch zu oft. Remy Ma und Fat Joe rappen beide starke Parts, bedienen aber sogar textlich oft Themen und Bilder, die man in den letzten zwei Jahren schon oft gehört hat. So hört man z.B. Wortspiele mit der Serie Narcos und und Pablo Escobar. Wenn hier etwas weniger hinter den Trends her gerannt worden wäre, hätte das sicher etwas werden können." - 6/10
  • 6/10
    Sara: "Ich hatte mir von Fat Joe ehrlich gesagt etwas mehr erhofft. Ich finde das Kollabo mit Remy Ma nicht so ideal. Beim Hören hatte ich das Gefühl, dass ihre Stimme teilweise dominiert. Was die Beats angeht - sie sind qualitativ auf einem top Level, super ausproduziert, was sich für Fat Joe auch gehört. Allerdings fehlt mir auf dem Album irgendwie der Durchbruch, der Hit. An sich hätte es echt krasser  werden können und ich finde da wurde definitiv nicht das ganze Potential ausgeschöpft. Abgesehen von 'All the way up', was seinem Hype alle Ehre macht, kommt kaum ein Song so richtig an das Niveau heran. 'Cookin' geht schon in Richtung Anthem-Potential, aber insgesamt bewegt sich das im guten Mittelfeld und wird sich wohl nicht so lang in den Köpfen halten können." - 6/10
6/10

Kurzfassung

Mit „Plata O Plomo“ legen Fat Joe und Remy Ma zwar ein solides und entertainendes Album vor, dem es jedoch an Eigenständigkeit der Protagonisten mangelt.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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