Die Meinung der Redaktion zu „Munchies“ von Curly

Bereits vor seinem Debütalbum dürften einige Deutschrap-Hörer Curly auf dem Schirm gehabt haben. Früher als Curlyman unterwegs, war er unter anderem auf Tour mit eRRdeKa zu sehen und veröffentlichte die EPs in den vergangenen drei Jahren „Cvrly as Fvck“ und „ICE 276“. Mittlerweile um ein paar Buchstaben geschrumpft, hat der Karlsruher Rapper, der sich nach seiner markanten Frisur benannte, fleißig an seinem Debütalbum geschraubt, im Mittelpunkt stehen dabei allerlei Köstlichkeiten. Für die Produktionen zeichnen Enaka und Max Mostley verantwortlich, die als Duo alle 13 Anpielstationen musikalisch inszenierten. Features stammen lediglich von Young Kira und Schote. Wir haben „Munchies“ besprochen.

Curly – „Munchies“ kaufen

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 6/10
    Cedric: "Curly liefert mit 'Munchies' ein Album mit moderenen Beats, die durchweg gut gemischt klingen. Auch seine Raps sind grundsolide und kommen mit einer verkifften Atitüde daher, die man von Curly erwartet. Leider wirkt er für mich oft austauschbar. Ich bekomme selten ein Gefühl dafür, was ihn als Künstler jetzt besonders macht, was seine einzigartige Perspektive, oder sein einzigartiges Klangbild ist. 'Munchies' ist ein grundsolides Album, bei dem es mir aber an der Prise Eigensinnigkeit fehlt." - 6/10
  • 7/10
    Sara: "Meinen ganz persönlichen Geschmack trifft 'Cvrly as fvck' zwar etwas mehr, allerdings bewegt sich Curly mit 'Munchies' wesentlich näher am State Of The Art. Die Beats sind fresh, gut ausproduziert und abgemischt, der Flow aktuell. Das Album ist eingängig und durchzogen von einem roten Faden. Dafür, dass er kaum Features mit an Bord hat, hält er selbst das Energielevel des Albums recht weit oben. Es ist definitiv schwieriger mit weniger Leuten genug Abwechslung reinzubringen, aber das ist hier gut gelungen. Alles in allem ein solides Ding." - 7/10
  • 7/10
    Yannick H.: "Stabiles Ding. Ausreißer nach oben und unten sind gegeben, aber das Konstrukt an sich weiß mich zu überzeugen. Schote und Young Kira erweisen sich als stimmige Featuregäste, während Curly selbst facettenreich auftritt. Er präsentiert sich auf dem Titelsong als kulinarischer Guide durch die Hauptstadt, berappt die grüne Knolle und kann sich sowohl auf klatschenden Drums als auch auf ruhigeren Beats behaupten. Mit Sicherheit nicht der ganz große Wurf, aber ein ambitionierter Anfang." - 7/10
  • 7/10
    Anna S.: "'Munchies' bewegt sich irgendwo zwischen klassischem Battle- und Kiffer-Rap – Das Ganze findet im Rahmen einer sehr kühlen und stimmigen Trap-Soundkulisse statt. Curly legt eine äußerst dynamische Delivery an den Tag und fügt damit die letzte Komponente für ein facettenreiches Gesamtwerk hinzu. Mir gefällt vor allem die drückende Energie, die sich dem Klischeesound der sonst so entspannten Weed-Thematik entzieht und Curly in Sachen Sound und Flow was eigens auf die Beine stellen lässt. Schön zu hören auf dem Titeltrack und 'Heute'." - 7/10
  • 4/10
    Shana: "Wie der Titel schon vermuten lässt, handelt 'Munchies' hauptsächlich vom ausgiebig gelebten Kiffer-Lifestyle. Trotz eintöniger Thematik kann das theoretisch auf Albumlänge doch recht gut funktionieren (Man schaue sich beispielsweise mal den Plusmacher an). Curly schafft das leider nicht ganz so gut. An Technik, Flow oder mixen Produktionen fehlt es der Platte nicht mal, dennoch langweilt er mich leider echt schnell, sorry." - 4/10
  • 7/10
    Yannick W.: "Sehr leicht verdauliche Unterhaltung und damit genau das, was es auch sein will. Tiefgang findet man auf 'Munchies' zwar nicht, dafür allerdings eine sehr ausgewogene Mischung aus ignorantem Battle-Rap und der zu erwartenden Kiffer- bzw. Fressflash Thematik. Die Beats sind dabei allesamt großartig und zweifelsohne das Highlight des Album - wenn Enaka drauf steht, ist halt auch Enaka drin. So kann 'Munchies' insbesondere in den ersten zwei Dritteln mit einer verdammt hohen Hitdichte auffahren und kommt über rund 30 Minuten quasi ohne Schwächen daher, bevor es sich zum guten Schluss dann doch ein wenig in der Eintönigkeit verläuft. Theoretisch hätte man die Platte mit dem starken Schote-Part zu einem Ende kommen lassen. Dennoch: Sehr runde Sache, die den Titel 'Geheimtipp' eigentlich gar nicht mehr verdient haben sollte." - 7/10
6.3/10

Kurzfassung

„Munchies“ stellt zweifelsohne einen soliden Einstand dar, sowohl Curly, als auch Enaka und Max Mostley können mit ihrer Arbeit überzeugen. Eine Prise mehr Eigenart dürfte ein Nachfolger dennoch enthalten.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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