Die Meinung der Redaktion zu „A.i.d.S. Royal“ von B-Tight

B-Tight liebt den Berliner Untergrund-Sound, war er doch maßgeblich daran beteiligt, diesen in den späten 90er Jahren zu prägen. Und nach dem letztjährigen „Wer hat das Gras weggeraucht“, einer Reminiszenz an einen seiner größten Hits, präsentiert sich der Ex-Aggro-Artist auch 2018 von einer eher nostalgischen Seite. Sein achtes Solo-Album widmet er nun nämlich der Musik, die gemeinsam mit Sido Anfang der 00er Entstand und die den beiden schließlich auch den Aggro Berlin Deal einbrachte: „Alles ist die Sekte“ fka „A.i.d.S“ fka „Royal TS“. Und aus der Zusammenführung dieser Crew-Titel entstand so der neue Albumname „A.i.d.S. Royale“. Zwar ohne Sido auf Albumlänge, wie von vielen Fans seit Jahren erhofft, dafür aber mit einer Horde übriger alter Bekannter. Die Kirsche auf der Torte bildet schließlich eine Bonus-Platte gemeinsam mit Siggi, quasi das erste offizielle Royal TS Release seit über 15 Jahren. Belohnt wurde das Ganze sogar mit der ersten Nummer Eins in Bobbys Karriere. Wir haben die neue LP besprochen. 

B-Tight – „A.i.d.s. Royal“ kaufen

 

 

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 7/10
    Oliver: "Ich habe die ersten Songs gehört und gedacht, krass die Beats und die Raps hören sich original an wie aus der Vergangenheit. Vor 12 Jahren hätten wir das wahrscheinlich hart gefeiert und dazu irgendwo Abriss veranstaltet. Jams, Graffiti, Randale. Richtiger Flashback. Vor allem die Beats wecken nostalgische Gefühle in mir. Irgendwie cool." - 7/10
  • 5/10
    Niklas: "Leider schafft es B-Tight nicht so richtig das Gefühl von Früher rüberzubringen. Die Beats klingen eher nach einem gewollt komprimiertem und schlecht abgemischtem Brei, als nach wirklich authentischen und liebevollen Instrumentalen alter Schule. Technisch weiß B-Tight allerdings nach wie vor zu überzeugen. Über Inhalte braucht hier denke ich dennoch nicht gesprochen werden. Allgemein wirkt 'A.i.d.S. Royal' einfach zu gewollt, redundant und am Ende auch zu lang um wirklich zu überzeugen." - 5/10
  • 6/10
    Yannick W.: "Das ikonische 'Ha' schon im Intro steht sinnbildlich für diese Platte und lässt mich zwiegespalten zurück. B-Tight bringt seinen 'alten Sound' zwar recht treffsicher zurück, dennoch bin ich Verfechter von: 'Du willst den alten Style? Hör die alten Sachen!' Und die hör ich auch gern nochmal. Dieses Album gibt mir trotz gelungenem In-Szenesetzten aber verdammt wenig. Die Eins gönn' ich ihm trotzdem von Herzen." - 6/10
  • 4/10
    Jakob: "Eher ne Platte für Nostalgiker, denn ich kann der Platte wirklich nichts abgewinnen. Die Beats sind simpel gehalten, aber klingen leider eher nach 5 Minuten Terrine. Bobbys Raps sind in Ordnung, aber leider auch sehr limitiert. Bis auf 'Bescheiden' kann mich leider nichts überzeugen."  - 4/10
  • 5/10
    Carina: "Klingt ganz schön Retro und irgendwie nicht mehr in die Zeit. Damit sticht er natürlich zwischen den anderen Alben dieser Zeit raus aber für mich nicht unbedingt positiv." - 5/10
  • 6/10
    Anastasia: "Für B-Tight nichts Neues, aber ich sehe da auch keinen Handlungsbedarf. Beats mit Charakter und so einige Textpassagen zum mitgrinsen." - 6/10
  • 5/10
    Josephine: "Hab in letzter Zeit schon besseres gehört. Obwohl ich es ziemlich fresh finde, dass er fast alle Lieder selbstproduziert hat, fehlt mir aber trotzdem die Freshness im Gesamtwerk. Eine große Weiterentwicklung in seinem Rap Game kann man nicht erkennen." - 5/10
  • 6/10
    Jonas: "B-Tight kriegt es auf diesem Album irgendwie hin, einen Sound zu generieren, der exakt wie früher klingt, aber zeitgleich vermeidet er es peinlich oder affektiert zu wirken. Der Move eine Brücke von heute zu früher zu schlagen gelingt ihm. Inhaltlich ist es halt kompletter Nonsens, aber genau das erwartet man ja auch von einem guten alten B-Tight bzw. Sekte Album. Der nostalgische Effekt schlägt voll ein. Ich hatte auf jeden Fall Spaß beim Hören, bin aber auf keinem Track so wirklich kleben geblieben. Also eigentlich alles wie immer bei der Sekte." - 6/10
  • 4/10
    Josh: "Lebt von der Nostalgie und der 'alles noch wie früher'-Herangehensweise. Allerdings wurde die nicht besonders gut umgesetzt, vor allem in den Produktionen. Viel Potenzial verschenkt, selbst die Bonussongs mit Sido stechen für mich nicht wirklich heraus." - 4/10
5.3/10

Kurzfassung

Zwar transportiert B-Tight den Royal TS Sound recht gekonnt ins Jahr 2018, durch das scheinbar bewusst rouge Abmischen und logischerweise kaum neue Einflüsse weiß „A.i.d.S Royal“ am Ende trotzdem nur bedingt mitzureißen.

Sag uns deine Meinung. Bewerte "A.i.d.S. Royal" auf einer Skala von 1 bis 10.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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