Die Meinung der Redaktion zu „Beastmode 3“ von Animus

Der Weg von Animus war in der vergangenen Dekade von vielen Zwischenhalten geprägt. Nach dem Status als Jungtalent folgte der Durchbruch an der Seite von Fler, folgte die medienwirksame Streiterei der Beiden. Mit der Trennung von Maskulin schaltete der Rapper aus Heidelberg in den „Beastmode“, ein Status, der mittlerweile seit vier Jahren anhält und nun seinen dritten Musikalischen Ausläufer findet. Und erneut passiert das an der Seite eines prominenten Label-Partners. Als erster Nicht-Frankfurter seit der Auferstehung von Bozz Musik aus der Asche steht er mittlerweile bei Azad unter Vertrag. Das beschert ihm sogar gleich eine Reihe prominenter Feature-Gäste, so etwa Gentleman, MoTrip und natürlich Label-Kollegen Calo und Azad. Wir haben den dritten Teil von Animus‘ Reihe besprochen.

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Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 5/10
    Yannick W.: "19 Songs sind bei diesem Sound-Konzept einfach viel zu viele. Naja. Auf der einen Seite mit einer ordentlichen Portion Biss, einem sich gefunden zu haben scheinenden Animus im Zentrum und inhaltlich zumindest Streifschuss-Treffern. Auf der anderen Seite stilistisch furchtbar unoriginell, sogar in seinem Dasein innerhalb der Reihe redundant und in seiner Ausführung oft zu erzwungen wortgewaltig. Und damit leider wieder nur eine Platte unter vielen." - 5/10
  • 6/10
    Anastasia: "Das Fundament aus Streichquartett und Trap Sounds bildet den idealen Boden für Animus melancholisch dreinklingenden Sprechgesang. Mit tiefgründigen Texten beschreibt er die Wertigkeit von Geld, Fremdbestimmung und Ungerechtigkeit des Staates bis hin zur kritisches Selbstreflexion am Ende. Alles in allem ein Spiegelbild des Lebens am Rande der Gesellschaft und dem Zwang sich behaupten zu müssen. Trotz allem Überdruss an leisen, nachdenklichen Tönen bietet das Album auch Variation durch einprägsame Hooks und tanzbaren Melodien. Zusammengefasst wurde einem beim Hören des Albums zumindest nicht langweilig, auch wenn mir nicht jeder Track persönlich gefiel." - 6/10
  • 3/10
    Jonas: "Ich kann mir nicht helfen, aber wenn ein Rapper schon in seinem Intro erzählt, dass er auf das Papier blutet, dann baut sich automatisch eine negative Grundeinstellung dem Album gegenüber auf. Und genau diese Erwartungshaltung wurde erfüllt. Thematisch habe ich absolut keinen Berührungspunkt mit ihm. Viel zu viel Pathos. Jeder Track gleicht dem anderen. Andauernd nur über seine Feinde, Ratten und den Kampf des Lebens zu rappen ist mir viel zu langweilig und unglaubwürdig. Die Beats gehen da völlig unter." - 3/10
  • 6/10
    Jakob: "Mich kann 'Beastmode 3' nicht wirklich überzeugen. Zwar lebt Animus Musik von einer krassen Energie und Technik, aber auf dem neuen Album klingt mir Animus um einiges zu verbittert und manchmal auch ein wenig zu pathetisch. Dieser Teil überwiegt bei mir, obwohl natürlich die eine oder andere Zeile wirklich stark ist." - 6/10
  • 7/10
    Niels: "Nachdem ich jede Menge an 'Purpur' auszusetzen hatte, sich 'Beastmode 2' dafür aber deutlich als Gym-tauglich erwiesen hatte, war ich gespannt, wie es musikalisch bei Animus weitergehen würde. Dass der Rapper bei Bozz Music endlich ein passende Label gefunden zu haben scheint, hört man dem Album meiner Meinung nach deutlich an. Insgesamt wirkt alles stimmiger, authentischer und qualitativer als die vorigen Projekte. Auch wenn Animus immer wieder zitierwürdige Lines über die düsteren Beats verteilt, hätte ich mir nach seinen Radio-Exclusives doch den einen oder anderen rein gesellschaftskritischen Track mehr gewünscht. Dass Potenzial da ist, hat er ja eindrucksvoll bewiesen. Dennoch sind durchaus jede Menge starke Tracks auf der Platte und so schafft es Animus nicht nur seine Raptechnik unter Beweis zu stellen, sondern selbst einem schon vielfach behandelten Thema einen erfrischenden Neuanstrich zu verteilen: 'Der beste Mensch der Welt' - Für mich persönlich das Highlight der LP." - 7/10
  • 6/10
    Carina: "Find ich ganz gut. Klingt nach Straße und energiegeladen. Aber weil Straßenrap generell nicht so meins ist." - 6/10
  • 6/10
    Josh: "Scheint, als hätte Animus seinen Sound gefunden. Allerdings ist mir 'Beastmode 3' zu nah am zweiten Teil. Zu viele Referenzen, recycelte Lines und Ideen. In ein paar Jahren wäre das sicher gut gekommen, um die Nostalgie der Fans zu triggern. Heute hätte ich mir jedoch ein eigenständiges Release gewünscht, frei vom 'Beastmode'-Stempel. Dass Animus rappen kann, sollte mittlerweile wirklich jeder begriffen haben. Jetzt muss er kreativer werden, um das auch richtig präsentieren zu können." - 6/10
5.6/10

Kurzfassung

Zwar präsentiert sich Animus auf seinem Einstand bei Bozz Music so stark wie auf keinem der Vorgänger der Reihe, dennoch hapert es stellenweise noch am Feinschliff.

Sag uns deine Meinung. Bewerte "Beastmode 3" auf einer Skala von 1 bis 10.

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Razer

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