Die Meinung der Redaktion zu „Abstand“ von KC Rebell

kc-rebell_abstand_coverIn den letzten drei Jahren ging es für KC Rebell ziemlich steil nach Oben. Seitdem der Essener unter den Fittichen Farid Bangs agiert, reiht sich Erfolg an Erfolg. Mit zwei Alben in Folge die Charts angeführt, zuletzt sogar vor Pop-Schwergewichten wie Sarah Conner oder Xavier Naidoos „Sing mein Song“ Projekt, folgt jetzt auf das Gold-Projekt „Fata Morgana“ das sechste Album des SAW-Members – „Abstand“. Nach einigen Singles im Vorhinein konnte man bereits auf ein sehr abwechslungsreiches Projekt schließen. Mit an Bord auf dem Album sind Frida GoldKool SavasFarid Bang18 KaratPA SportsKianush und Kollegah. Wir haben uns das sechste Album des Banger-Musikers angehört.

KC Rebell – „Abstand“ kaufen

 

 

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 8/10
    Peter: "Die düstere Aufmachung von KCs sechstem Soloalbum trifft grundsätzlich meinen Geschmack und ist ein schöner Kontrast zu seinem letztem Langspieler. Lediglich die für meinen Geschmack etwas zu willkürlich in der Tracklist platzierten Liebes- und "Gute Laune"-Lieder mindern meinen Gesamteindruck beim Durchhören. Dafür kommt man als Battlerapfan mehr auf seine Kosten, als bei den letzten Veröffentlichungen des Esseners. Mein persönliches Highlight der Platte ist 'Spiegel', vor allem wegen der starken Produktion von Joshimixu und natürlich eines aggressiven Savas Parts. Wobei der Banger es versteht, fast jeden seiner Featurepartner in den Schatten zu stellen.  Natürlich leisten auch die Instrumentals des Produktionsteams einen großen Anteil für den düstern Klang des Albums." - 8/10
  • 8/10
    Shana: "Ich kann nicht richtig sagen, woran es liegt, aber ich war nie großer Fan von KC Rebell. Geändert hat sich auch mit "Abstand" nicht, aber ich muss ihm einfach lassen, dass es ein rundum gutes Album ist. Besonders die Beatauswahl gefällt mir und auch nach Füller-Songs sucht man vergeblich. Ich bin kein Fan, aber ich verstehe die KC-Fans mit jedem Album mehr." - 8/10
  • 8/10
    Yannick H.: "Für mich eine der positiven Überraschungen in diesem Jahr. Ich konnte mit der Musik von KC Rebell bisher nicht wirklich viel anfangen, sein neues Album konnte mich aber über weite Strecken überzeugen. Der Essener gibt sich facettenreich, zeigt sich hart, reflektiert, ironisch. Die Features passen sich gut an das Gesamtgefüge an, wobei Savas auf 'Spiegel' beweist, dass er immer noch einer der besten MCs in Deutschland ist. Runde Nummer!" - 8/10
  • 6/10
    Anna S.: "Abstand' ist ein gut produziertes Album – keine Frage. Das Album bewegt sich in einer runden Soundkulisse von melodischen und eingängigen Beats und Hooks – Die Ausnahme stellt ‚Ballermann‘ dar, der mit einer geballten Ladung kratziger Gitarren und harten Drums die maskuline Stimmung des Tracks untermauert. Thematisch wird ebenfalls eine Menge abgedeckt: Eine breite Facette an Emotionen, Gedanken und Stimmungen wird ausgespielt und in den jeweiligen musikalischen Kontext gesetzt. Mich holt das Album des Bangers mit dieser Art und Weise aber gar nicht ab. Zu oft wird ein naheliegender Vergleich gebracht oder ein neuer kalkulierter Inhalt abgehandelt. Auch wenn das Gesamtkonzept funktionieren mag, bleibt für mich der musikalische Nährwert auf der Strecke." - 6/10
  • 6/10
    Raphael: "Mit 'Abstand' werden Fans des härteren KC Rebells möglicherweise ihre Probleme haben, obwohl es auch für sie Momente gibt. Für mich ist es das erste Album von ihm, das ich höre und muss bei der Bewertung leider Abstriche machen. Mit solchen Schmalzwalzen wie 'Ich brauche dich' und unkonkreten Wir-gegen-die-da-oben-Phrasen auf 'TelVision' verspielt er  Sympathiepunkte bei mir. Im Ganzen klingt das für mich alles hingebogen, aber ich kann mich bisher auch nicht mit seiner Stimme anfreunden. Ich versuche mal fair zu bleiben: Pluspunkte gibt es für die Abwechslung aus Bangern und ruhigeren Parts, die Produktion passt zu seiner Delivery; in diesem Sinne ist das handwerklich alles gut gemacht. Nur trifft es so gar nicht meinen Geschmack." - 6/10
  • 8/10
    Niko: "Sein bestes Album bisher. Es wirkt in sich sehr ausgewogen und hat, mehr als seine Vorgänger, eine in sich sehr souveräne Stimmung. KC steht ein "Ich brauch Dich" irgendwie mehr, als der Versuch mit YouTube-Sternchen. Und das Gefühl bleibt auch bei den anderen Tracks des Albums. Denn angefangen bei den Vorab-Auskopplungen wie "Paper" oder "TelVision" bringt Abstand ein paar richtig gute Songs, die mit einer nachvollziehbaren, aber gut platzierten Feature-Auswahl das Ding zu einer runden Sache machen." - 8/10
  • 8/10
    Yannick W.: „Über 'Fata Morgana' konnte ich mich nur ärgern. Zwar war die Richtung, die KC einschlagen wollte, deutlich hörbar, dennoch klang die Platte sehr nach Plastik, wirkte über weite Strecke erzwungen. Mit 'Abstand' bügelt er die Fehler des Vorgängers allerdings über weite Strecken aus und liefert sein bis dato stärkstes Solo-Release ab. Wer genug für Gold verkauft muss auch ans Live Spielen denken, 'Abstand' ist für deutlich größere Hallen konzipiert als man es sonst aus der Streetrap-Welt gewohnt ist, kommt mit teils umfangreichen Arrangements, vielen organischen Drums und einer gesunden Menge Popanleihen daher, ohne seine Wurzeln und die Werte der Straße zu vergessen. Auch thematisch bieten die 16 Songs viel Abwechslung, durch das Springen zwischen den Themen wirkt die Platte allerdings etwas unstruckturiert. Die Features aus dem eigenen Camp hätte es schon fast gar nicht mehr gebraucht, ein bisschen Banger-Feeling tut zur Auflockerung allerdings auch ganz gut. Ich bin positiv überrascht.“ - 8/10
  • 8/10
    David: "'Mein sechstes Album kommt/Und schon wieder knall'n die Songs'trifft auf jeden Fall auf KC Rebells neues Album zu. Leider wirkt es für meinen Geschmack wieder etwas zu konstruiert. Zu jedem Thema gibt es einen Track - ob Herzschmerz, Gesellschaftskritik, Verschwörungstheorie, Clubbanger oder der Suche nach sich selbst- KC wollte wohl wieder allen Hörerschaften etwas bieten. Ein roter Faden ist für mich leider nicht zu erkennen. Dafür lässt sich KC beim Sound nicht lumpen, der mit brachialen Basslines daherkommt, mit verschiedenen Flows variiert und dann doch zum Kopfnicken animiert." - 8/10
  • 7/10
    Anna G.: "Ein stabiles Album auf dem KC konsequent bleibt. Ruhige Lieder und Banger sind gleichermaßen vertreten. Ich muss zugeben: Meine Erwartungen lagen durch die Auskopplungen vor Release sehr hoch. So richtig umgehauen hat mich 'Abstand' dann aber nicht. 'Mosquitos', 'Leer' und 'TelVision' bleiben meine Favoriten. Auch 'Ballermann' mit Farid gefällt mir gut. Grundsätzlich finde ich, dass KC bisher immer eine gute Balance finden konnte. Seine emotionaleren Tracks sind zwar nicht immer mein Ding, aber meiner Meinung nach meist sehr gut gemacht. Auf 'Abstand' hätte mir aber noch mehr 'In die Fresse Rap' gewünscht." - 7/10
  • 8/10
    Niels: "Ich bin bei dem Album ein wenig hin und hergerissen. Zum einen gefällt mir, dass im direkten Vergleich zu einigen Banger-Musik-Releases die LP durchaus vielfältiger ausfällt. Auf der anderen Seite reißen mich die harten Brüche wie beispielsweise von 'Alpha' zu 'iPhone 17' ein wenig aus der Stimmung heraus. Zwar bedeutet das nicht gleich, dass die Songs an sich schwach sind, allerdings gehöre ich dann doch eher zu denen, die sich bei einem Album ein einheitliches Soundbild und einen roten Faden wünschen. Während Tracks wie 'Benz AMG' oder 'Ballermann' in typischer Banger-Musik-Manier daherkommen, wissen andere Songs wie 'Das bist alles nicht du', 'Spiegel' oder 'Ich brauch dich' positiv zu überraschen. Insgesamt ist 'Abstand' also eine solide Platte mit einigen Highlights geworden. Einziger Song, den ich skippe: 'Wunderbar'. " - 8/10
7.5/10

Kurzfassung

Mit seinem neuen Album kann uns KC Rebell über weite Strecken überzeugen, gibt sich vielseitig und musikalisch. So kann „Abstand“ sogar einige Zweifler von sich überzeugen.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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