Sierra Kidd im Interview über seine Doku, “Big Boi”, Persönlichkeit in der Kunst uvm.

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Vor zwei Monaten veröffentlichte Sierra Kidd “600 Tage” und lieferte damit ein sehr persönliches und atmosphärisches Album. Seitdem hat er sich etwas zurückgezogen, Fans finanziell unterstützt und sich um sein Label gekümmert. Am Freitag meldete er sich zurück: Mit “Big Boi” gibt es jetzt ein Musikvideo zum gleichnamigen Song eine Doku, in der Kidd die Zuschauer*innen mit in seine Heimatstadt Emden nimmt, um ihnen Einblicke in seine Geschichte und Persönlichkeit zu gewähren. Wir haben dem TFS-CEO einige Fragen zu der Doku, der Wichtigkeit von Persönlichkeit in der Kunst und der Zeit seit “600 Tage” gestellt.

Seit „600 Tage“ sind zwei Monate vergangen – wie hast du Feedback und Reaktionen darauf wahrgenommen und was ist seitdem passiert?

Das Feedback von meiner Community war sehr gut. Das erste Mal hatte ich aber auch das Gefühl, dass die Rapszene das Album gut aufgenommen hat. Davor hab ich immer nur mitbekommen das Leute uns nicht ernst genommen haben. Keine Ahnung wann genau der Wandel kam, aber ich bin froh darüber, dass die Leute anfangen uns zu verstehen und zu fühlen.

 

Wie kam die Idee zustande, genau jetzt (bzw. vor ein paar Monaten) die Doku zu produzieren?

Ich wollte den Leuten einfach zeigen woher ich komme. Auch wenn die Doku nur eine sehr kleine Facette meiner Herkunft zeigt, wollte ich sie mit den Leuten teilen. Viele reden gerne darüber wie ich so drauf bin, aber wenige reden darüber, wieso ich so drauf bin. Die Doku sollte eine kleine Antwort sein. 

 

Was ist der Unterschied darin, Persönlichkeit oder die eigenen Geschichte in einem Film zu zeigen, anstatt in der Musik als Sierra Kidd?

Für mich gab es da keinen großen Unterschied. So wie ich im Studio über die Dinge rede die mich beschäftigen, hab ich es in der Doku getan. Das ist der Vorteil daran wenn man ist, wer man ist. Und nicht spielt, jemand zu sein.

 

Wie wichtig ist es für Fans, viel über die Person hinter der Musik zu wissen und wie wichtig ist dir Transparenz?

Ich denke, das entscheidet jeder für sich selbst. Ich persönlich feier’ Leute viel mehr, wenn mich die Background-Story anspricht, oder wenn ich merke er ist real. Es gibt aber genauso Leute denen das komplett egal ist, und das ist auch in Ordnung. Jeder isst was ihm schmeckt.

 

Was für Ziele sind in deinem Leben noch offen?

Ich hab’ keine bestimmten Ziele, außer die beste Musik zu machen, die ich machen kann.

 

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