BACKSPIN MAG #115

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Das BACKSPIN MAG #115 ist ein Printmagazin mit dem Schwerpunkt auf die Subkultur Hip-Hop in all seinen Fassetten – mit Artikeln über Künstler wie Duktus T, S.O und die Mutanten…

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Beschreibung

In den Mainstream-Medien findet Rap ja meist dann statt, wenn mal wieder ein Akteur verbal über die Stränge schlug. Über Rüpel-Rapper wird dann berichtet, oder über Gangsta-Rapper. Wenn wiederum Rapper Gegenstand der Berichterstattung werden, deren Werke man gemeinhin als jugendfrei einstufen kann (was ja auch mal vorkommt), wird explizit darauf hingewiesen, dass dieser Rapper ja ein zahmer Zeitgenosse sei. Es ist ein bisschen wie in Doppelkopfs legendärem Song „Balance“: „Es geht hier um Schatten und Licht und um das Gleichgewicht, und darum, dass du das eine niemals ohne das andere kriegst …“

Wäre es demnach das Ende der Rap-Kultur, wenn es nur noch brave, politisch korrekte Texte geben würde? Diese Frage haben wir in einer Talkrunde diskutiert. Gesprächsteilnehmer waren Falk Schacht, Tobi Schlegl und Fler. Angestoßen worden war die Diskussion im Übrigen von Tobi Schlegl, der in der von ihm moderierten ZDF-Sendung „aspekte“ fragte, warum es 2014 noch immer Homophobie in Rap-Texten gebe. Die nun im Heft auf sechs Seiten abgedruckte Diskussion ist eine Zusammenfassung aus beinahe zwei Stunden Gespräch. Die komplette Runde kann man sich bald auf backspin-tv.de anschauen.

Neben der Talkrunde kredenzt BACKSPIN #115 zum Beispiel eine Story über die Mobile-Mondays-Partys in New York City. Unser Autor Sticky Dojah hat eine Runde mitgefeiert und die Veranstalter interviewt. Herausgekommen ist eine spannende Geschichte über das gute alte New York im neuen, heutigen New York. Und Apropos New York: Der Big Apple ist bekanntlich auch die Heimat von Mobb Deep. Anlässlich eines Konzerts in Hamburg haben wir Hav und P unsere 50 Fragen gestellt. Und war man in der Redaktion noch sehr skeptisch, ob das überhaupt klappen kann, meldete sich unsere Autorin Rike Tags darauf und verkündete ihren Erfolg, inklusive Fotoshooting. Auf einem der Bilder lachen Havoc und Prodigy sogar, zusammen auf einem Sofa sitzend, in die Kamera. Wer hätte das für möglich gehalten?

Für unsere Rubrik „Wie war das noch mal?“ haben wir dieses Mal And.Ypsilon gefragt, wie das eigentlich damals war, als die Fantastischen Vier „Jetzt geht´s Ab“ aufgenommen haben. Das Album dürfte das erste deutschsprachige Rap-Album gewesen sein. Know-how, wie man so eine Rap-Platte macht, gab es damals hierzulande bekanntlich kaum bis gar nicht. Geschafft haben es die Vier, die dieses Jahr übrigens ihr 25-jähriges Bandjubiläum feiern, dennoch. Wie, das erzählt And.Ypsilon im Interview.

Für die Rubrik „Hut ab!“ sprachen wir mit Kollegah, vor dem wir unseren Hut nicht nur für einen sagenhaften Verkaufsrekord ziehen. Obendrein gibt es, um die Doppelkopf-Analogie von weiter oben noch einmal aufzugreifen, etwas von Abseits ein sehr interessantes Interview mit DJ Scientist. Der Mann ist schließlich nicht nur Betreiber eines kleinen aber feinen Labels. Auch mit dem Diggen spannender Platten kennt er sich aus, vor allem im ehemaligen Ostblock. Den B-Boy-Focus richten wir überdies auf die renommierte Floorwars-Veranstaltung, Mark Todt sprach mit dem Mailänder Writer Dems und von Slider erwartet die BACKSPIN-Leserschaft ein Writer´s Special im Graffiti-Teil.

Beim Lesen oder Durchblättern wünschen wir wie immer viel Vergnügen!