Shawn the Savage Kid: „Für mich bedeutet Reisen im weitesten Sinne Freiheit“

Seit vergangenen Freitag ist Shawn the Savage Kids Debütalbum „LowLife Schickimicki“ im Handel810dNj9FdXL._SL1500_ erhältlich. Im Vorfeld hat der Regensburger ordentlich Promo betrieben und mit einer 10-teiligen Videosnippet-Reihe sowie den Videos zu „Nie wieder weg“ und „Goldjunge“ das Warten auf sein Erstlingswerk verkürzt. BACKSPIN hat das Showdown Records-Signing gefragt, wie der Sound des Albums ausfällt, wie es zur Zusammenarbeit mit eRRdeKa kam und was es für Shawn bedeutet, auf Reisen zu sein.

Die Hohe Fünf mit Shawn the Savage Kid

Mit deinen Video-Snippets hast du bereits Einblicke in den Sound von „LowLifeSchickimicki“ gewährt. Was erwartet uns sonst noch musikalisch?

Ich habe versucht, die 16 Tracks so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Textliche und musikalische Vielfalt ist deswegen auf jeden Fall der rote Faden und eine Stärke des Albums. Da treffen Sampled Drums auf knarzende Synths und jazzige Akkorde, während ich einfach rapmäßig darüberrolle. Trotzdem kommen die Tracks meiner Meinung nach nicht zu sperrig daher, sondern bleiben für den Hörer gut zugänglich.

Du zeichnest für fast alle Beats auf deinem Debütalbum verantwortlich. Wie kam es, dass du kaum auf Fremdproduktionen zurückgegriffen hast?

Ich hatte von Anfang an eine Grundidee bezüglich des Albumsounds. Zwar war ich offen gegenüber anderen Beats, aber entweder ist dann nichts daraus geworden, oder sie haben einfach nicht in das Soundbild gepasst. Im Endeffekt hat mir das Produzieren dann auch geholfen, die Vision meines ersten eigenen Albums besser umzusetzen, weil man noch unabhängiger von anderen ist und genau das machen kann, worauf man Lust hat.

Ist eine Tour bzw. sind generell Liveauftritte geplant?

Ich war vor kurzem mit Johnny Rakete, Veedel Kaztro und Gold Roger in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs. Mal schauen, ob wir nächstes Jahr noch was eigenes machen. Bock auf Live habe ich immer!

Du hast „Keine Liebe Records“-Signing eRRdeKa auf seiner Tour im vergangenen Jahr unterstützt und bist auch auf seinem Album ,,Rapunderdog“ vertreten. Wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt?

Obwohl meine Heimatstadt Regensburg nur ein paar wenige Stunden von Augsburg entfernt ist, hatten wir das erste Mal über das Internet Kontakt. Err ist ein richtiger Beatnerd und über Beats sind wir dann in Verbindung geblieben, worauf dann irgendwann die Anfrage wegen des Tour-Supports kam. Wir hatten ‚ne richtig gute Zeit mit der ganzen Gang. Dass wir dann noch einen gemeinsamen Track gemacht haben, ist natürlich richtig nice!

Im Song ,,Nie wieder weg“ thematisierst du das Reisen. Was bedeutet es für dich, andere Länder zu bereisen und weit weg von Zuhause entfernt zu sein?

Für mich bedeutet Reisen im weitesten Sinne Freiheit. Dabei geht es nicht darum, an möglichst schönen Stränden möglichst schönen Bikinischönheiten nachzustarren und Cocktails zu schlürfen, sondern darum, die Welt zu erkunden und neue Erfahrungen zu machen. Steinige Pfade statt ausgetretene Straßen, bei Locals unterkommen und nicht im Hotel. Mich interessieren die Erfahrungen im Umgang mit Menschen, die Unwägbarkeiten, die jede Reise begleiten und die generelle Lust auf Neues.

Hier könnt ihr euch das Album bestellen.

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Yannick H. ist seit Oktober 2015 bei BACKSPIN. Wenn er nicht gerade in seinem knallgelben Ostfriesennerz durch die Stadt schlendert, hält er Ausschau nach dem Besten vom Besten in Sachen Hip-Hop.

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