Review: Shadow of the Tomb Raider (Xbox One)

Ich weiß noch wie ich Lara damals das erste Mal begegnet bin. Es war 1996 und Liebe auf den ersten Blick. Wir zogen zusammen los und erlebten aufregende Abenteuer und spannende Geschichten. Sie hatte ihre Ecken und Kanten, aber dass störte mich nicht. Wir verbrachten viele schöne Stunden, aber leider trennten sich unsere Wege danach und wir haben seitdem nicht mehr allzu viel Zeit zusammen verbracht. Den einen oder anderen freundschaftlichen Abend, aber das alte Feuer wollte nie mehr so recht aufleuchten. Mal hatte ich wenig Zeit, mal hatte ich das Gefühl dass sie sich zu stark verändert hat, aber so ganz erlosch die Flamme dann doch nie. Um so glücklicher war ich, als Lara sich dann vor kurzer Zeit bei mir gemeldet hat und meinte, dass sie gerne wieder mehr Zeit mit mir verbringen würde. Urlaub in Peru, ein paar Gräber durchforsten, klettern, schwimmen und tauchen, Tiere beobachten, neue Städte entdecken und vielleicht eine kleine Apokalypse auslösen. Einfach Mal schauen ob das alte Feuer wieder entflammt und was soll ich sagen, es ist wieder da. Kein kleines Flämmchen, sonder ein massiver Flächenbrand voller Leidenschaft,  Atmosphäre, Abenteuer, Spannung und Lust am spielen. Und nach über 20 Jahren sieht sie auch noch besser aus als je zuvor. Lara, schön das Du wieder bei mir bist.

Spiel

Der Plot von „Shadow of the Tomb Raider“ ist zwar schnell beschrieben, aber das tut der Motivation und Stimmung keinen Abbruch. Lara entwendet einen antiken Dolch, damit dieser ihren Feinden von Trinity nicht in die Hände fällt, beschwört damit den Zorn der Götter hinauf und löst eine (kleine) Apokalypse aus. Nicht neu, aber toll geschrieben und atmosphärisch super umgesetzt. Die Aufgaben und Möglichkeiten sind genau die, welche man bei „Tomb Raider“ erwartet. Ihr untersucht Gräber, mit vielen Lauf-, Spring-, Geschicklichkeits- und Rätselaufgaben, befreit Lager von Trinity Söldner, (be)sucht verborgene Städte und Artefakte, kämpft mit dem einen oder anderen Wildtier usw.. Immer dabei ist natürlich euer altbekannter Bogen, aber natürlich findet ihr auch Schuss- und andere Waffen mit denen ihr gegen eure Gegner vorgehen könnt. Ihr habt tolle Stealthmöglichkeiten wie z.B. euch komplett mit Schlamm zu tarnen (Rambostyle) und aus dem Hintergrund zuzuschlagen. Das geht leider nur an bestimmten Stellen, ist aber trotzdem ein tolles Feature. Im Laufe des Spiels könnt ihr natürlich eure Ausrüstung verstärken, eure Fähigkeiten verbessern, tolle Plätze entdecken um Schnellreisepunkte freizuschalten usw. Neben der normalen Story gibt es auch diverse Nebenquests, die natürlich optional sind, aber trotzdem auch tolle Belohnungen beinhalten und z.T. auch die Story weitererzählen bzw. Stränge dazu beitragen.

Fazit

Wow, „Shadow of the Tomb Raider“ sieht super aus, ist sehr atmosphärisch und abwechslungsreich,  motiviert, macht Spaß und hat eine stabile Story, auch wenn diese natürlich nicht die Neuerfindung des Rades ist. Aber das muss es ja auch nicht immer sein, denn sie ist dicht, düster, spannend und mitreißend. Die Steuerung ist an sich sehr gut, aber hier und da hat sie ein paar Schwächen. Das Bewegen beim tauchen finde ich etwas hakelig und auch wenn das Kampf- und Schusssystem wirklich anständig ist, ist da doch noch etwas Luft nach oben. Leider kann, aus meiner Sicht, bisher niemand Rockstar mit „GTA“ bzw. „Red Dead Redemption“ das Wasser reichen, was dass angeht, denn da ist die Steuerung einfach perfekt. Aber das ist ehrlich gesagt meckern auf sehr hohem Niveau. „Shadow of the Tom Raider“ ist ein toller Spielspaß der mit seinen, z.T. sehr begabten, Erben wie z.B. „Uncharted“ auf jeden Fall locker mithalten kann. Ich kann euch die Schatzjagd mit Lara und ihren Freunden auf jeden Fall sehr ans Herz legen.

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Ich hatte irre Visionen, während ich schlief: »Als wären nur noch Dope MCs im Radio aktiv!«. Hip-Hop ist wie Pizza, auch schlecht noch recht beliebt. Aber was auch immer ich anpranger' Ich bleib' doch nur Dein Handlanger, weil, ich lebe diesen Blödsinn und geh' darin auf wie Lötzinn! Du musst Hip-Hop lieben als wärst du immer nur Fan geblieben.

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