Sepalot über seine Top Fünf Live-Alben

Seit über 20 Jahren veröffentlicht Sepalot Musik. Angefangen 1992 als DJ von Blumentopf und dem Debütalbum „Kein Zufall“ 1997, war er bis zur Auflösung 2016 an den insgesamt neun Alben beteiligt. Aber damit nicht genug. Von 2008 bis 2017 hat er sechs Soloalben veröffentlicht, den Mehrteiler „Hide&“ und „Seek“ alleine im letzten Jahr. Seine Musik wird oft in Filmen oder Werbung genutzt. Unter anderem auch im Spot von PayPal in der Superbowl-Werbepause 2016. Über die Auflösung von Blumentopf und die beiden letzten Alben, hat Sepalot Anfang des Jahres mit Kevin im BACKSPIN Podcast gesprochen.

Am 2. November dieses Jahres hat Sepalot ein neues Album released. „A New Cycle“ ist allerdings kein normales Album. Es sind keine neuen Lieder, sondern zehn schon erschienene Songs, die live eingespielt wurden. Dementsprechend ging es Mitte November und auch noch 2019 auf Tour. Dabei ist der Produzent aber nicht allein: Insgesamt wird er mit drei anderen Musikern auf der Bühne stehen. Fabian Füss ist für die Drums verantwortlich, er arbeitet schon mehrere Jahre mit Sepalot zusammen. Während Matthias Lindermayr für die hörbaren Jazz-Einflüsse Trompete spielt, ist Angela Aux gleich für zwei Aspekte zuständig: Zum einen liefert er Vocals, zum anderen spielt er auch noch Bass. Deswegen werden auf „A New Cycle“ und auf der Tour die elektronischen Beats mit Hip-Hop-Einflüssen um einen starken Bass und Jazz-Elemente ergänzt. Durch die neuen Live-Aufnahmen und wohl vor allem bei der Show kommt dabei noch mehr Atmosphäre auf.

Das Album ist seit dem 2. November erhältlich, einen kleinen Einblick auf die Live-Qualitäten konnte man schon beim Auftritt beim Reeperbahn Festival oder bei den zwei Konzerten in München und London bekommen. Im Frühjahr 2019 ist das Quartet wieder auf Tour.

Wer würde also besser passen als Sepalot um über Live Alben zu sprechen? Und genau das haben wir mit ihm gemacht: Im Folgenden zählt der DJ seine fünf Lieblingsalben auf und spricht darüber, warum sie es in diese Topliste geschafft haben.

The Roots – „The Roots come alive“

Rap und Live-Alben sind ja meistens nicht die besten Freunde.  Wenn das aber eine Band verbinden kann, dann sind es die Roots. In einem Genre bei dem musikalisch immer die Drums der Star sind, ist es nur logisch dass bei den Roots der Schlagzeuger das Gesicht der Band ist. Dass Questlove auch noch als DJ unterwegs ist und ein Vinylsammler ist, macht das Packet komplett.

Lauryn Hill – „MTV unplugged“

Neben Nirvana wohl das beste MTV Unplugged aller Zeiten. Zwar mit Lauryn Hill und einer Akustikgitarre relativ simpel gehalten, aber bei so viel Talent reicht das völlig aus. Vielleicht ist es auch ganz gut, dass danach von ihr nichts mehr kam. Besser hätte es wohl kaum werden können.

Kanye West – „Late Orchestration“

Kanye hat nicht nur von Lauryns unplugged Album gesampled, sondern hat das Ganze auch noch in den  Abbey Road Studios vorgespielt. Mit einem ganzen Orchester im Rücken und einer Performance im Anzug hat er sich selber hier auch einen Platz in den Top 5 verdient.

Erykah Badu –  „Live“

Auch wenn sie denkt „Hitler war ein wundervoller Maler“ darf sie hier in der Liste irgendwie nicht fehlen. Ich hoffe mal sie war in ihrem Rolling Stone Interview einfach nur verwirrt. Denn mit ihrem Live-Album hat Erykah Badu schon sehr viel richtig gemacht.

Isaac Hayes – „Live at the Sahara Tahoe“

Die restlichen Rap Live-Alben sind sonst nicht wirklich erwähnenswert. Natürlich abgesehen von Blumentopf und „Die letzte Show“, aber das läuft ja außer Konkurrenz. Einen wirklichen Alltime Classic gibt es dann doch noch unter den Live Alben: Mr. Isaac Hayes mit „Live at the Sahara Tahoe“.

Sepalot auf den sozialen Netzwerken

Facebook

Twitter

The following two tabs change content below.
Von der letzten Reihe in der Klasse in die Medien.

Neueste Artikel von Daniel (alle ansehen)

Erzähl Digger, erzähl

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.