Mittelerde – Schatten des Krieges

Ein Ring sie zu knechten…ich muss zugeben ich bin ein riesiger Fan des von J.R.R Tolkiens erschaffenem Universums rund um Mittelerde. Sowohl die Bücher als auch die Filme haben es mir sehr angetan und deswegen ist jedes Spiel das in diesem Universum spielt auch erstmal interessant für mich. Aber es gibt wie bei jedem erfolgreichen Franchise natürlich immer mehr oder weniger überzeugende Umsetzungen einer an sich großartigen Inspirationsquelle. Es gibt gute Ansätze die dann leider schlecht weitergeführt werden, gut gemeinte aber dann doch misslungene Versuche, anständige, solide Beiträge, totale Grütze oder auch die vollkommen gelungenen Beispiele, zu denen ich persönlich auf jeden Fall der erste Teil, dieser jetzt Reihe, Mittelerde – Mordors Schatten gehört. Er erzählte die Geschichte des Waldläufers Talion der an dem schwarzen Tor vor den Toren von Mordor postiert ist, welches die erste Verteidigungslinie zwischen Mordor und dem Rest Mittelerdes darstellt. Bei einem Angriff der schwarzen Hauptmänner werden er und seine Familie getötet, aber er stirbt nicht, sondern verschmilzt mit dem Geist des Elbenschmieds Celembribor, der damals die legendären Ringe schmiedete bzw. wird von ihm zurückgeholt. Er oder sie sind nun unsterblich und können immer wieder zurückkehren, was dem Sterben im Spiel natürlich einen ganz neuen Charakter verleiht, da es ja somit einen offiziellen Teil der Geschichte darstellt. Vom Spielprinzip her ist Mordors Schatten rein von dem erkunden der Welt und dem Kampfsystem, wenn man es böse ausdrücken will, ein Clone von Assasins Creed und Arkham, ich sehe es aber lieber so das sich die Entwickler sehr positiv inspirieren lassen und das Beste aus AC und Arkham in ein neues Universum und auch eine eigenständige Spielwelt übertragen und mit eigenen Ideen gewürzt haben.

 

Besser als der Vorgänger!?!

Ja, denn Mittelerde – Schatten des Krieges bietet ein einzigartiges Nemesissystem das  schon im ersten Teil für viel Spielspaß sorgt. Es gibt verschieden Orcführer mit unterschiedliche Stärken und Schwächen und wenn sie Euch Mal besiegt haben und ihr wieder gegen sie antretet, auch gerne Mal großkotzige Sprüche raushauen. Außerdem lässt sie jeder Sieg gegen Euch stärker werden und mehr Respekt ihrer untergebenen erhalten. Doch statt das man wie im ersten Teil nur gegen unbekanntes Orcfußvolk in die Schlacht zieht, so bekommt ihr in diesem Teil namenhafte Gegner wie. z.B den Hexenkönig von Angmar, die Ringgeister, einen Balrog, Kankra usw. Auch den eigenständigsten Teil des Spiels, nämlich Orcs auf seine Seite zu ziehen und mit und für einen kämpfen zu lassen, ist in diesem Teil nochmal enorm verbessert worden. Bei Mordors Schatten hatten die Orcs zwar auch schon spezielle Fähigkeiten aber bei den Schatten des Krieges ist alles nochmal besser ausgearbeitet und feiner abgestimmt und es motiviert ungemein sich den bestmöglichen Orcpartner zu suchen und an seine Seite zu stellen. Auch taktisch ist der zweite Teil besser gestaltet. Um dem Hauptziel selbst der Herrscher von Mordor zu werden, näher zu kommen baut ihr Armeen auf, belagert Burgen und nehmt Gebiete ein. Die Belagerungen wollen gut vorbereitet sein und münden in epischen, stimmungsvollen Schlachte die euch dann zu dem Burgherrn führen den ihr im Kampf um die Burg dann noch als letztes Hindernis aus dem Weg räumen müsst.

 

Fazit

Großartig. Schatten des Krieges macht alles richtig bzw. besser was man sich von einem zweiten Teil wünscht. Mehr Tiefe, anspruchsvollere Kämpfe, eine packendere Story, fesselndere Charaktere, mehr Anspruch usw. Ich habe den ersten Teil schon geliebt und der zweite hat mich keine Sekunde enttäuscht und direkt wieder komplett in seinen Bann gezogen. Klar hab ich auch die Tolkienbrille auf, aber auch ganz unparteiisch muss man sagen, das hier ein tolles Spiel noch besser und fesselnder gemacht wurde. Ein Spiel sie zu knechten… aber auf positive Weise.

 

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Ich hatte irre Visionen, während ich schlief: »Als wären nur noch Dope MCs im Radio aktiv!«. Hip-Hop ist wie Pizza, auch schlecht noch recht beliebt. Aber was auch immer ich anpranger' Ich bleib' doch nur Dein Handlanger, weil, ich lebe diesen Blödsinn und geh' darin auf wie Lötzinn! Du musst Hip-Hop lieben als wärst du immer nur Fan geblieben.

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